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Philip Rivers spielt seit 2004 in der NFL für die San Diego Chargers © getty

San Diegos Quarterback besticht gegen Denver durch Effizienz - und steuert seine Mannschaft wieder voll auf Playoff-Kurs.

Von Martin Hoffmann

München - Nach fünf Niederlagen in den ersten sieben Spielen waren die Playoffs für den Seriensieger der AFC West trotz schwacher Konkurrenz schon in ernsthafter Gefahr.

Doch die San Diego Chargers scheinen inzwischen endgültig ins Rollen gekommen zu sein.

Mit einem 35:14 (21:7) im Monday Night Game gegen die Denver Broncos haben die Kalifornier den dritten Sieg in Folge gefeiert - und sind wieder voll dabei im Rennen um die Postseason-Tickets (DATENCENTER: Der NFL-Spielplan) .

Quarterback Philip Rivers schwärmte vom "komplettesten Spiel, das wir bislang gespielt haben - in allen Belangen".

Vier Touchdown-Pässe für vier Empfänger

Der Spielmacher selbst war der Matchwinner der Partie: Mit vier Touchdown-Pässen stellte er seinen Karriere-Bestwert ein - und das, obwohl er mit 233 Yards den geringsten Raumgewinn seiner Saison produzierte.

Die Touchdown-Pässe gingen dabei in vier Vierteln an vier unterschiedliche Empfänger: Malcom Floyd, Patrick Crayton, Darren Sproles und Jacob Hester.

Dazwischen gab es zu Beginn des zweiten Durchgangs weitere Punkte, als Mike Tolbert den Ball mit einem Ein-Yard-Run in die Endzone trug.

Unerbittliche Defensive

Den Broncos gelang zwar der erste Touchdown durch Knowshon Moreno, dann aber hielt die unerbittliche Chargers-Defensive um Linebacker Shaun Philips Denvers Angriff bis zum Schlussviertel in Zaum.

Bei Kyle Ortons Touchdown-Pass auf Brandon Lloyd neun Minuten vor Schluss war die Partie schon längst entschieden.

Ansonsten kam Denvers Quarterback, der zweimal per Sack zu Fall gebracht wurde, im Duell der beiden statistisch derzeit besten Spielmacher nicht zur Entfaltung.

Selbst in der Hand

Rivers, der mit 3177 geworfenen Yards Chancen hat, Dan Marinos ewigen Rekord aus dem Jahr 1984 (5084) zu knacken, wird derweil schon als MVP-Kandidat gehandelt.

Sein Team hat es nun wieder selbst in der Hand, in die Playoffs einzuziehen. Die Chargers sind mit ihrer 5:5-Bilanz zwar weiter Dritter hinter Kansas City (6:4) und Oakland (5:5) - beiden Teams begegnen sie allerdings noch im direkten Duell.

Aus Sicht von Rivers haben die Chargers bei diesen Spielen noch Steigerungspotenzial: "Ich glaube nicht, dass wir bei 100 Prozent sind - aber wird spielen ziemlich gut."

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