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Brian Westbrook nahm 2004 und 2007 beim Pro Bowl auf Hawaii teil © getty

Die 49ers nähren mit ihrem Sieg im MNG gegen Arizona die Playoff-Erwartungen. Allerdings erhalten die Hoffnungen einen Rückschlag.

Von Rainer Nachtwey

München/Glendale - Den Hoffnungen folgte der Niederschlag:

Durch den 27:6-Sieg bei den Arizona Cardinals im Monday Night Game des 12. Spieltags wahrten die San Francisco 49ers ihre Playoffchancen.

Doch die erhielten nach der Partie gleich wieder einen Dämpfer. Running Back Frank Gore brach sich bei der zweiten Angriffsserie die Hüfte. Die Saison ist für den Pro Bowler damit beendet.

"Wenn Frank Gore als Herz der Niners-Offense bezeichnet wurde, benötigen sie jetzt eine Herztransplation", dramatisierte der "San Francisco Chronicle" das Saison-Aus Gores.

Und auch Quarterback Troy Smith war nach der Nachricht niedergeschlagen. "Wenn der uneingeschränkte Leader ausfällt, sorgt das für große Trauer und Schmerz", sagte Smith.

Westbrook als Profiteur

Einer profitierte von Gores Ausfall: Brian Westbrook.

Gores Ersatzmann, der im Sommer nach seiner Entlassung in Philadelphia bei den 49ers eine zweite Chance erhalten hatte, sprang für den 27-Jährigen in die Bresche. Westbrook erzielte bei 23 Versuchen 136 Yards und einen Touchdown.

"Wir haben viele junge Spieler, die noch nicht so erfahren sind. Ich habe schon sehr viel miterlebt, was andere einfach nicht wissen können", sagte der 31 Jahre alte Running Back.

"Für mich bedeutete es sehr viel, die Möglichkeit zu haben, wieder zu spielen und Erfolg zu haben."

Fehler von Anderson

Der Erfolg wurde zu Beginn durch die Cardinals begünstigt. 317248(DIASHOW: Der 12. NFL-Spieltag)

Quarterback Derek Anderson verlor im ersten Play den Ball, und San Franciscos Spielmacher Smith nutzte den Patzer seines Gegenübers mit einem 38-Yard-Pass auf Michael Crabtree.

Noch in der ersten Halbzeit machten die 49ers mit zwei Läufen in die Endzone durch Anthony Dixon und Westbrook den Sack zu.

Zumal die Verteidigung der "Goldhelme" sicher stand. Lediglich Zwei Field Goals aus 31 und 39 Yards durch Jay Feely ließ sie zu.

Mit nun 4 Siegen bei 7 Niederlagen liegen die 49ers nur einen Sieg hinter Tabellenführer St. Louis und den zweitplatzierten Seattle Seahawks (jeweils 5:6). (DATENCENTER: Der NFL-Spielplan)

Nerven liegen blank

Die Pleite, Arizionas sechste in Folge, zehrt offensichtlich an den Nerven der Cardinals. So geriet Quarterback Anderson in der Pressekonferenz nach einer Frage eines Journalisten außer sich und beschimpfte ihn.

"Jede einzelne Woche gebe ich alles für den Klub", schrie Anderson den Medienvertreter an, der ihn während des Spiels bei einem Rückstand von 3:21 angeblich lachend mit Mitspieler Deuce Lutui gesehen haben will.

"Ich werde sicherlich nicht gelacht haben. Das ist nämlich nicht lustig. Im Moment ist hier überhaupt nichts lustig. Ich hatte nämlich nicht vor, da rauszugehen und vor den Augen aller bloßgestellt werden."

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