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Michael Vick nahm 2002, 2004 und 2006 beim Pro Bowl auf Hawaii teil © getty

Beim Aufeinandertreffen zwischen Philadelphia und Houston stehen zwei herausragende, aber streitbare Spieler im Mittelpunkt.

Von Rainer Nachtwey

München/Philadelphia - Glücklich sei er, dass er mitspielen dürfe, sagt Andre Johnson.

"Aber ich bin nicht glücklich darüber, wie ich mich verhalten habe", führt der Wide Receiver der Houston Texans aus.

Nach seiner wilden Prügelei mit Cortland Finnegan im Spiel gegen die Tennessee Titans 317248(Bilder), sah die Liga von einer Spielsperre ab, verurteilte ihn nur zu einer 25.000 Dollar-Geldstrafe.

Glücklich darüber, dass Johnson am 13. Spieltag gegen die Philadelphia Eagles (Fr., ab 2.30 Uhr LIVE auf SPORT1+ und LIVESCORES) mitwirken darf, ist auch sein Arbeitgeber.

Rang drei mit Kontakt zur Spitze

Denn die Texans sind bei ihrem Anlauf auf die erste Playoff-Teilnahnme der Klub-Geschichte auf den Pro-Bowl-Receiver angewiesen.

Derzeit liegt Houston mit fünf Siegen bei sechs Niederlagen einen Sieg hinter AFC-South-Tabellenführer Jacksonville auf Rang drei (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Coach lobt Gutmütigkeit der Liga

Johnson ist einer der unverzichtbaren Säulen im Angriffsspiel der Texans. Mit 65 Fängen für 869 Yards zählt er zu den besten sechs Passempfängern der Liga.

"Wir wissen alle, was er für dieses Team bedeutet. Die Liga hat den Vorfall angemessen sanktioniert, und für uns heißt es jetzt, uns auf diese schwierige Aufgabe vorzubereiten", sagt Trainer Gary Kubiak

Samuel droht auszufallen

Gegner Philadelphia dürfte die Begnadigung Johnsons weniger entgegen kommen. Denn Philly bangt um Star-Verteidiger Asante Samuel. Den Cornerback plagt eine Knieverletzung, gegen Chicago musste er passen.

Zwar gibt sich Samuel optimistisch, sein Einsatz ist allerdings in der Schwebe. "Ich habe ein wenig trainiert. Es fühlt sich ganz gut an", sagt der 29-Jährige.

Vick startet durch

Neben Samuels Rückkehr ruhen die Hoffnungen der Eagles-Fans auf Michael Vick.

Der Quarterback blüht in seiner zweiten Saison nach der verbüßten 19-monatigen Haftstrafe wegen verbotener Hundekämpfe und Glückspiels richtig auf.

Nach seinem Gala-Auftritt beim 59:28 über die Washington Redskins, bei dem er mit 333 geworfenen, 88 erlaufenen Yards, 4 Touchdown-Pässen und 2 Läufen in die Endzone einen neuen Ligarekord aufstellte, folgte in der Vorwoche gegen die Chicago Bears (26:31) allerdings ein kleiner Rückschlag.

Vick nimmt sich in die Pflicht

"Wir haben uns selbst geschlagen. Wir hatten unsere Möglichkeiten, haben sie aber nicht genutzt", analysiert Vick und nimmt sich selbst in die Pflicht. "Wir müssen uns steigern, angefangen mit mir."

Nach vier Jahren und 238 Pässen ohne Interception fing Chris Harris erstmals diese Saison einen Pass des Nummer-Eins-Picks von 2001 ab.

Vick lässt dies jedoch völlig kalt. "Wir müssen das, was passiert ist hinter uns lassen. Für uns zählt nur das, was kommt", sagt Vick und fügt mit einem Grinsen hinzu. "Das Kurzzeit-Gedächtnis wird für dieses Football-Team noch wichtig werden."

Traumpass von Vick

Allerdings sorgte Vick auch für ein absolutes Highlight im Soldier Field von Chicago. Sein Touchdown-Pass zum 26:31 auf Tight End Brent Celek gehörte zu den besten Würfen der Spielzeit.

Sein millimetergenauer Wurf von der 39-Yard-Linie in die Endzone konnte der von drei Verteidigern umringte Celek problemlos fangen.

Texans-Defense mit großen Schwächen

Gegen die Texans hoffen die Eagles erneut auf solch spektakuläre Pässe ihres Spielmachers. Und die Aussichten sind durchaus gegeben.

Houstons Abwehr ließ in den bisherigen elf Spielen den Liga-Negativwert von 25 Touchdowns und durchschnittlich 286 Yards Raumgewinn der Gegner durch Pässe (Vorletzter) zu.

Zudem lassen die Texans viele Big Plays zu. 38 Pässe über mehr als 20 Yards fanden gegen die Texans ihre Abnehmer.

Beste Voraussetzungen also für Philly, um die Tabellenführung in der NFC East zu behaupten.

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