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Zweitrunden-Pick Sebastian Vollmer hat seit 2009 für die Pats 25 Spiele absolviert © imago

Während es in der AFC zum Kopf-an-Kopf-Rennen kommt, steht in der NFC neben Brett Favres Vikings ein zweiter Verlierer fest.

Von Eric Böhm

München - Zwei Drittel der NFL-Saison 2010 sind absolviert, und für die Playoff-Kandidaten steht mit den letzten fünf Partien (ab So., 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) der Endspurt an - Zeit, einen Blick auf die Situation in beiden Conferences zu werfen. (DATENCENTER: Der NFL-Spielplan)

In der AFC liefern sich die New England Patriots um den Düsseldorfer Sebastian Vollmer das erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen mit den New York Jets, dahinter sind aber alle Teams bis auf drei noch gut im Geschäft.

Dagegen herrscht in der NFC eine größere Diskrepanz, und Brett Favres Vikings sind praktisch weg vom Fenster.

Branch bringt Schwung zurück

Indes wurden Vollmers Pats ihrer Favoritenrolle im bisherigen Saisonverlauf gerecht und weisen gemeinsam mit dem Divisionsrivalen New York und den Atlanta Falcons mit neun Siegen bei nur zwei Niederlagen die beste Bilanz der Liga auf.

Dabei begann die Saison für die Truppe aus "Beantown" recht holprig.

Der bitteren Pleite gegen die Jets am zweiten Spieltag folgte das Theater um "Enfant Terrible" Randy Moss, aber die Rückkehr von Receiver Deion Branch brachte den Schwung zurück.

Tom Brady und der beste Angriff der NFL scheinen auf direktem Kurs in Richtung Cowboys Stadium und Super Bowl XLV.

Jets ernsthafter Konkurrent

Allerdings entwickeln sich die New York Jets, auch durch die traditionelle Rivalität zwischen Boston und New York, immer mehr zum Erzrivalen des Vorzeigeklubs.

Im Monday Night Game des 13. Spieltages könnte sich das Team des schillernden Head Coaches Rex Ryan mit einem weiteren Erfolg gegen New England gar einen entscheidenden Vorteil im Kampf um das Heimrecht für die Playoffs erarbeiten.

Mastermind Bill Belichick verliert jedoch äußerst selten zweimal in einer Saison gegen das gleiche Team.

Chiefs überraschen

Ansonsten ist die AFC sehr ausgeglichen: Abgesehen von den Kellerkindern Denver, Cincinnati und Buffalo sind alle Klubs noch im Rennen.

Besonders das starke Abschneiden der Kansas City Chiefs, mit einer 7:4-Bilanz an der Spitze der AFC West, und Jacksonville Jaguars, die dem Platzhirschen Indianapolis im Nacken sitzen, war so nicht zu erwarten und beweist die Ausgeglichenheit der NFL.

Ein Naturgesetz scheint aber nach wie vor unumstößlich zu sein: Die Pittsburgh Steelers mischen an der Spitze mit.

Der Ärger um Quarterback Ben Roethlisberger ist nur noch eine Fußnote.

Favre abgeschlagen

In der NFC ist das Gefälle deutlich höher. Die beiden großen Verlierer stehen mit den Dallas Cowboys und Brett Favres Minnesota Vikings unabhängig vom Kampf um die Playoff-Plätze bereits fest 317248(Bilder).

Das alljährliche Brimborium um die rüstige Quarterback-Legende ist NFL-Fans auf der ganzen Welt inzwischen ans Herz gewachsen, aber auf dem Feld kann auch Favre die Zeit nicht ewig zurückdrehen und an die starke letzte Saison anschließen.

Coach Brad Childress musste auch deswegen seinen Stuhl räumen, die Bears und Green Bay sind für die Vikings wohl auch unter Interimscoach Leslie Frazier nicht mehr zu erreichen.

Das letzte ganz große Hurra wird aller Voraussicht nach nicht stattfinden, es sei denn der 41-Jährige überlegt es sich erneut anders.

Cowboys aus dem Rennen

Noch schlechter erging es den Dallas Cowboys. Besitzer Jerry Jones wollte im eigenen Stadion den Super Bowl gewinnen, seine Truppe schöpfte ihr Potenzial jedoch nie aus und verlor schon acht Spiele und Quarterback Tony Romo.

Mit Jason Garrett hat "America's Team" aber offenbar den richtigen Trainer für die Zukunft gefunden.

Er löste zwischenzeitlich den glücklosen Wade Phillips ab.

Ryan führt Falcons nach oben

Das Überraschungsteam der NFC führt die South Division an. Die Atlanta Falcons, am Sonntag (ab 22.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) in Tampa Bay zu Gast, haben sich still und heimlich an die Spitze gearbeitet und sind im heimischen Georgia Dome sogar noch ungeschlagen.

Das dynamische Duo Matt Ryan und Roddy White sucht seinesgleichen.

Titelverteidiger New Orleans Saints sitzt den Falcons allerdings im Nacken und kommt nach sehr durchwachsenem Start immer besser in Fahrt.

Dagegen gibt es im Westen nicht ein Team mit positiver Bilanz. Hier wird sich nur der Champion ein Playoff-Ticket sichern.

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