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Eagles-Quarterback Michael Vick (l.) spielt seit 2009 bei Philadelphia © getty

Philadelphia kämpft sich gegen die Texans ins Spiel zurück und legt dank Michael Vick einen furiosen Schlussspurt hin.

Von Barnabas Szöcs

München/Philadelphia - Houstons Defense verzweifelte am "stahlharten" Quarterback der Eagles.

Michael Vick schüttelte im letzten Viertel der Partie alle erlittenen Schläge und Tritte gegen sich ab und führte seine Philadelphia Eagles am 13. Spieltag doch noch zum 34:24 (7:3, 13:7, 0:14, 14:0)-Erfolg über die Houston Texans.

Mit zwei Touchdown-Pässen sowie einem eigenen Lauf in die Endzone ermöglichte der Quarterback seinem Team den achten Sieg im zwölften Spiel. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Eagles und Vick drehen das Spiel im letzten Viertel

Es war das erste Mal unter Vick, dass die Eagles einen Rückstand im letzten Viertel noch in einen Sieg ummünzen konnten. Leicht und schmerzlos haben es die Texaner der früheren Skandalnudel aber nicht gemacht.

"Er wurde ein bisschen durchgeschüttelt", sagte Phillie-Coach Andy Reid über seinen 30-jährigen Spielmacher. "Aber er ist aufgestanden und hat weitergemacht. Seine Energie in der zweiten Hälfte hat mich umgehauen."

Vick selbst scherte sich recht wenig um die harten Attacken der Texans: "Ich bin es gewohnt einzustecken. Wenn ich mal liegen bleibe, dann muss es schon ein ordentlicher Schlag gewesen sein. Ich bin ein ziemlich harter Kerl."

Das Spiel entwickelte sich für die Hausherren zu Beginn sehr erfreulich.

Arian Foster klettert an die Spitze

Die Gäste aus Texas lagen zur Halbzeit bereits mit 10:20 zurück, drehten im dritten Viertel jedoch die Partie. Wie seinem Kontrahenten Vick gelangen auch Texans-Quarterback Matt Schaub zwei Touchdown-Pässe.

Letzterer brachte Houston bis auf drei Zähler heran (17:20).

50 Sekunden vor Ende des dritten Viertels stand das Spiel komplett auf dem Kopf, als Running Back Arian Foster seinen zweiten Touchdown-Lauf in die Endzone brachte und den Texans die erneute Führung (24:20) bescherte.

Für Foster war es bereits das sechste Spiel der Saison, in der er mehr als einen Touchdown erzielte. Damit ist er alleiniger Spitzenreiter in der NFL.

Ebenso wie Foster gelangen auch Philadelphias Running Back LeSean McCoy zwei Touchdown-Sprints.

Ohne einen einzigen Punkt aus dem dritten Viertel gingen die Eagles mit ihrem lädierten Quarterback in den letzten Spielabschnitt.

Großes Lob vom Gegner für Vick

Doch dann zeigte Michael Vick, was er wirklich drauf hat.

Zunächst gelang ihm mit einem eigenen Zwei-Yard-Lauf der ersehnte Touchdown zur 27:24-Führung für die Eagles.

Sein zweiter Touchdown-Pass des Tages auf Fullback Owen Schmitt sorgte für den 34:24-Erfolg Philadelphias. Für Vick war es erst das dritte Spiel seiner Karriere, in der er mehr als 300 Yards warf.

Der ausführliche Lob des gegnerischen Trainers war Vick sicher: "Dieser junge Mann spielt so gut wie kein anderer in der NFL", meinte Gary Kubiak. "Und ich mache diesen Sport bereits eine ganze Weile."

Durch den Sieg führen die Eagles nun die NFC East vor den New York Giants an. Für Houston war es die siebte Niederlage im zwölften Spiel.

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