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New Yorks LaDainian Tomlinson (r.) hat in der NFL bisher 143 Touchdowns erlaufen © getty

Das Monday Night Game zwischen Patriots und Jets ist mehr als nur ein Spiel. Besonders einer heizt die Rivalität munter an.

Von Eric Böhm

München/Foxboro - Auf dieses Monday Night Game hat die gesamte NFL-Fangemeinde gewartet.

Wenn die New England Patriots um Sebastian Vollmer zum Abschluss des 13. Spieltages im heimischen Gillette Stadium die New York Jets empfangen (ab 2.35 Uhr LIVE auf SPORT1+), geht es um weitaus mehr als den Heimvorteil in den Playoffs. 321516(DIASHOW: Der 13. NFL-Spieltag)

Spätestens seit Rex Ryan den Trainerjob bei den New Yorkern übernommen hat, erreichte diese Rivalität eine ganz neue Qualität.

Die beiden Teams können sich schlicht und einfach nicht ausstehen. Dabei spielt sicher auch die traditionelle New-York-Boston-Feindschaft eine gewichtige Rolle.

Ryan spuckt große Töne

Der wortgewaltige Jets-Coach lässt in jedem Fall keine Gelegenheit aus den Patriots verbale Breitseiten zu versetzen, diese Woche bildete da keine Ausnahme.

"Wir haben die gleiche 9-2-Bilanz. Ich glaube die Patriots machen sich sorgen und das sollten sie auch", tönte Ryan.

Diese Provokationen sind natürlich auch eine Strategie, um den Gegner aus der Reserve zu locken und das eigene Team zu motivieren.

Vor dem ersten Aufeinandertreffen im September klappte dieser Kniff. Die Jets gewannen zu Hause mit 28:14, nachdem unter anderem New Englands Star-Quarterback Tom Brady gestanden hatte, die Jets zu "hassen".(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

"Nicht der Super Bowl"

Die Gastgeber haben ihre Lektion aber offenbar gelernt. Bill Belichick und sein Team äußern sich sehr respektvoll über den Gegner und versuchen die Bedeutung herunterzuspielen.

"Wir haben eine gute Gelegenheit, aber in diesem Spiel wird noch nichts entschieden", übt sich Belichick in Understatement.

Diese Haltung hat der Head Coach offenbar erfolgreich auf sein Team übertragen.

"Das ist nicht der Super Bowl. Es gibt auch danach noch wichtige Spiele", meint Brady, dessen Duell mit Jets-Quarterback Mark Sanchez im Mittelpunkt des Interesses steht.

Jets sind heiß

Über mangelnde Vorbereitungszeit kann sich jedenfalls keines der beiden Teams beklagen. Sowohl die Patriots als auch New York traten zuletzt an Thanksgiving an und gewannen souverän.

Jets-Receiver Brad Smith, der Matchwinner beim 26:10 gegen die Bengals, gab zu, dass der Erzrivale den Spielern schon im Kopf rumspuckte.

"Wir haben uns über den Sieg gefreut und doch schon an Montag gedacht", sagte Smith.

Brady attackieren

Wenn das Team aus dem "Big Apple" auch das zweite Duell mit New England für sich entscheiden will, müssen sie vor allem Tom Brady unter Druck setzen.

Gegen Cincinnati gelangen immerhin drei Sacks. Der Coach ist auf jeden Fall zuversichtlich.

"Sie sind sich ein gutes Heimteam, aber wir fühlen uns überall wohl. Es treffen die beiden besten Teams aufeinander und wir sind bereit", gab sich Ryan siegessicher.

Immerhin gewann seine Truppe alle fünf bisherigen Auswärtsspiele, die Patriots sind allerdings daheim noch ungeschlagen.

Eine Serie wird im Hass-Gipfel reißen. Es ist angerichtet.

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