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Tom Brady steht mit 252 Touchdowns auf Platz 13 der NFL-Historie © getty

Der Spielmacher der Pats zeigt gegen den Erzrivalen aus New York eine herausragende Leistung und nimmt Brett Favre einen Rekord ab.

Von Eric Böhm

München/Foxboro - Die New England Patriots haben ihre Antwort auf dem Feld gegeben.

Im Monday Night Game des 13. Spieltages gewann das Team um Sebastian Vollmer gegen die New York Jets hochverdient mit 45:3 (17:0, 7:3, 7:0, 14:0) und übernahm die alleinige Tabellenführung in der AFC East. 321516(DIASHOW: Der 13. NFL-Spieltag)

Der Sieg dürfte für die Patriots eine besondere Genugtuung gewesen sein, denn die ständigen Provokationen des New Yorker Head Coaches Rex Ryan werden jetzt erst einmal der Vergangenheit angehören.

Vor allem Tom Brady zeigte eine Glanzvorstellung und führte die hochgelobte Jets-Verteidigung regelrecht vor.

Brady überragt

Der Spielmacher ist bekannt dafür, dass er speziell in großen Spielen seine Topfrom findet, so auch diesmal.

Brady erzielte mit seinen Pässen über 300 Yards Raumgewinn und warf vier Touchdowns.

"Es hat wirklich Spaß gemacht", gab er sich nach dem Spiel gewohnt zurückhaltend.

Außerdem knackte der dreimalige Super-Bowl-Gewinner mit seinem 26. Heimsieg hintereinander Brett Favres NFL-Rekord.

Seitenhieb auf Ryan

Die Jets konnten Brady zu keinem Zeitpunkt unter Druck setzen und als Deion Branch kurz vor dem Ende des ersten Viertels den Touchdown zum 17:0 erzielte, war die Partie praktisch entschieden.

"Wir konnten es uns einfach nicht leisten zweimal gegen sie zu verlieren. Seit ich hier bin ist uns das auch nicht oft passiert", sagte Brady.

New England hatte seine Lehren aus dem ersten Aufeinandertreffen gezogen. Damals hatten sich Verantwortliche und Spieler auf die verbalen Scharmützel der New Yorker eingelassen und im neuen Meadowlands-Stadion 14:28 verloren.

"Unser Coach sagt immer: 'Wenn du gewinnst, sag wenig. Wenn du verlierst, sag noch weniger', daran halten wir uns", wollte sich der Pats-Quarterback einen Seitenhieb nicht verkneifen.

Woodhead überzeugt

Die beste Offensive der NFL bestand aber nicht nur aus Brady. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Der ehemalige Jets-Running-Back Danny Woodhead lieferte ein ausgezeichnetes Spiel und erfing über 100 Yards Raumgewinn.

Nach dessen Gala dürften die Jets es bereuen, den Running Back vor einigen Wochen entlassen zu haben.

Für seine starke Vorstellung machte Woodhead aber den Quarterback verantwortlich: "Er ist eben Tom Brady. Seine Leistungen sollten niemanden mehr überraschen."

Sanchez mit drei Interceptions

Wesentlich schwerer wiegt für die New Yorker aber diese deftige Schlappe beim Erzrivalen.

"Ich bin hierher gekommen, um Coach Belichick fertig zu machen, aber er hat mich fertiggemacht. Es gibt unzählige Dinge zu korrigieren", beschönigte Coach Rex Ryan nichts.

Die Jets hatten vor dieser Partie acht Auswärtsspiele in Folge gewonnen, aber waren von Anfang an unterlegen.

Das verschossene Field Goal von Nick Folk, der 12-Yard-Punt von Steve Weatherford oder die drei Interceptions von Spielmacher Mark Sanchez, die Liste der Fehlleistungen ist endlos.

"Das war beschämend"

Für den Head Coach und sein Team gilt es jetzt die Fehler zu analysieren und wieder auf die Beine zu kommen, denn ein Wild-Card-Platz muss jetzt das Ziel sein.

"Das war einfach nur beschämend, aber ich wäre sofort bereit wieder gegen sie anzutreten", gab sich Ryan gleich wieder kämpferisch.

Neue Provokationen sparte er sich allerdings, vielleicht der wichtigste Sieg der Patriots.

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