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Peyton Manning gewann mit Indianapolis 2007 den Super Bowl © getty

Beim knappen Sieg der Colts setzt Quarterback Peyton Manning mehrere Rekordmarken und zieht mit einer Legende gleich.

Von Barnabas Szöcs

München - Peyton Manning schreibt NFL-Geschichte und steht nun auf einer Stufe mit dem legendären Dolphins-Quarterback Dan Marino.

Beim 30:28 (0:7, 7:14, 7:3, 14:6)-Erfolg der Indianapolis Colts bei den Tennessee Titans gelang dem viermaligen MVP zum Auftakt des 14. Spieltages seine 63. Partie mit mehr als 300 geworfenen Yards. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Der 34-jährige Quarterback egalisierte den Rekord Marinos und liegt damit ein Spiel vor Vikings-Quarterback Brett Favre (62), den momentan eine schwere Schulterverletzung behindert.

Damit nicht genug: Mit seinem ersten von zwei Touchdown-Pässen auf Wide Reciever Pierre Garcon verbesserte Manning seinen eigenen NFL-Rekord, da er zum 13. Mal in Folge in einer Saison 25 Touchdowns erzielte.

Manning vor Favre und Marino

Manning verwies Brett Favre (elf Saisons in Folge) und die 1999 zurückgetretene Dolphins-Legende Marino (sieben) auf die Plätze zwei und drei.

Neben all den erzielten Rekorden feierte Manning mit seinen Colts den siebten Sieg der Saison und das Ende einer Negativserie mit drei Niederlagen in Serie.

Lob für den Rekordmann gab es von Colts-Coach Jim Caldwell: "Peyton ist einfach Peyton. Ich bin sicher, dass er mit seiner heutigen Leistung zufrieden ist. Wir sind es jedenfalls."

In der AFC South liegt Indianapolis weiterhin hinter den Jacksonville Jaguars auf Tabellenplatz zwei und hält seine Playoff-Ambitionen weiter am Leben.

25 von 35 Pässen kommen an

"Niemand verliert gerne drei Spiele hintereinander", sagte Manning, "das ist etwas Neues für uns. Jemand fragte mich, ob wir in einer Krise stecken würden. Ich antwortete, dass wir die letzten achteinhalb Jahre einen Höhenflug hatten".

Zum Höhenflug setzte Manning auch gegen die Titans an, brachte 25 seiner 35 Pässe an den Mann und warf insgesamt 319 Yards gegen eine Tennessee-Defense, die seit 14 Vierteln keinen einzigen Pass erfolgreich abfangen konnten.

Zwei Minuten vor Ende des zweiten Viertels hatte Manning bereits seine beiden Touchdown-Pässe auf Garcon vollführt, was - den ersten erfolgreichen Endzonen-Sprint des Tages von Javarris James eingeschlossen - die 21:0-Führung für die Colts bedeutete. 323313(DIASHOW: Der 14. NFL-Spieltag)

49 Sekunden vor Schluss der ersten Hälfte verkürzte Tennessees Running Back Chris Johnson auf 7:21.

Stevens verkürzt auf sieben Punkte

Die Aufholjagd der Titans setzte sich auch nach der Pause fort. Quarterback Kerry Collins warf den ersten seiner insgesamt drei Touchdown-Pässe zu Craig Stevens, was den Vorsprung der Colts auf nur noch sieben Punkte (21:14) schmelzen ließ.

In der zweiten Hälfte der Begegnung blieb Indianapolis ein Touchdown zwar verwehrt, doch drei Field Goals in den letzten beiden Vierteln von Placekicker Adam Vinatieri genügten den Gästen zum Sieg.

Selbst zwei weitere Touchdowns durch Bo Scaife nach Pässen von Collins konnten die achte Saisonpleite der Titans nicht mehr verhindern.

"Es ist immer dasselbe gegen die Colts", ärgerte sich Titans-Spieler Chris Hope. "Sobald wir herausfinden, wie wir gegen sie spielen müssen, ist es bereits zu spät."

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