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Tom Brady gab sein NFL-Debüt im Jahr 2000 für die New England Patriots © getty

Der Patriots-Quaterback führt New England zu einem lockeren Sieg gegen Chicago und in die Playoffs. Die Jets blamieren sich.

Von Björn Seitner

München - "New England mag in der Statistik das beste Team sein. Aber ich fühle, dass wir das beste Team sind - Punkt", sagte Chicago-Linebacker Brian Urlacher noch vor der Partie gegen die Patriots.

Sein Gefühl täuschte ihn allerdings, und zwar gewaltig.

Auf schneebedecktem Feld zerlegte New England die Bears geradezu - 36:7 (7:0, 26:0, 3:7, 0:0) stand es am Ende.

Einmal mehr war Patriots-Quarterback Tom Brady der überragende Akteur. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Der 33-Jährige stoppte mit 369 Yards und zwei Touchdown-Pässen die Bears-Siegesserie von zuletzt fünf Erfolgen hintereinander.

"Eigentlich kuschelt man sich an solchen Tagen vor dem Kamin zusammen und trinkt heiße Schokolade. Aber wir arbeiten am Sonntag und haben das wohl ganz gut gemacht", so der Ehemann von Topmodel Gisele Bündchen.

"Den Hintern versohlt"

Zum achten Mal in zehn Jahren steht New England damit in den NFL-Playoffs, da muss auch der Gegner Respekt zollen.

"Die Patriots sind das beste Team. Sie sind hierhergekommen, auf unser Feld, bei unserem Wetter und haben uns zerrissen", urteilte dann auch Urlacher nach der Partie.

Bears-Coach Lovie Smith sagte zur deutlichen Niederlage nur: "Manchmal bekommt man seinen Hintern versohlt und macht eben weiter."

Brady überragend

In Chicago pfiff der Wind, auf dem Spielfeld der Bears war nicht mehr viel Grün zu sehen. 323313(DIASHOW: Der 14. NFL-Spieltag)

Doch schon zur Halbzeit war für die Patriots mit einer kompfortablen 33:0-Führung alles in trockenen Tüchern. Bill Belichick 174. Sieg als Coach stand schon so gut wie fest.

27 von 40 Pässen brachte Brady insgesamt an den Mann. Kein einziger wurde von den Bears abgefangen, was ihm zum achten Mal in Folge in dieser Saison gelang.

Rekord für Branch

Vor allem Wide Receiver Deion Branch nahm Bradys Vorlagen dankend an und machte mit 151 Yards so viele wie noch nie zuvor.

Auch Wes Welker erlief mit acht gefangenen Pässen 115 Yards.

Mit 11 Siegen bei nur zwei Niederlagen könnten die Patriots schon im nächsten Spiel einen Liga-Höchstwert aufstellen.

New England führt mit Sebastian Vollmer die AFC East vor den New York Jets an, die überraschend gegen die Miami Dolphins mit 6:10 (0:10 3:0 0:0 3:0) verloren.

Bears weiter Erster

Doch auch nach dieser schmerzlichen Niederlage hat Chicago weiterhin alles in eigener Hand.

"Wir sind in dieses Spiel als Erster unserer Division gegangen und sind es immer noch. Ab jetzt müssen wir allerdings wieder aufpassen", resümierte Coach Smith.

Mit neun Siegen und vier Niederlagen sind die Bears in der NFC North vor den Green Bay Packers (8:5) immer noch Erster.

Blamage für die Jets

Eine Blamage war die Niederlage der New York Jets vor eigenem Publikum gegen die Miami Dolphins.

Miami überrannte die Jets im ersten Viertel mit 10:0. Davon erholte sich das Team von Coach Rex Ryan nicht mehr.

Und das ausgerechnet am sogenannten "Fan Appreciation Day", einem Tag zu Ehren der Jets-Anhänger.

Für die Dolphins war es der siebte Sieg im 13 Spiel.

"Müssen uns steigern"

"Es war schrecklich", resümierte Jets-Center Nick Mangold: "Es lief nicht so wie wir das wollten und wie wir es uns das vorgestellt hatten."

Es war die zweite Niederlage in Folge für die Jets, bei der das Team keinen einzigen Touchdown erzielte.

"Ich bin sehr beunruhigt. Man könnte meinen, unsere Defensive sei gut, aber wir müssen uns steigern", so Ryan.

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