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Green Bays Quarterback Matt Flynn steht vor seiner Starting-Game-Premiere in der NFL © getty

Green Bay bangt vor der Partie beim Liga-Krösus um Rodgers. Manning trifft mit den Giants auf seinen persönlichen Albtraum.

Von Marcus Giebel

München - Nur einen Erfolg sind die Green Bay Packers derzeit vom letzten Playoff-Platz in der NFC entfernt.

Doch am 15. NFL-Spieltag wartet die denkbar höchste Hürde auf das Team von Mike McCarthy.

Der dreimalige Super-Bowl-Champion gastiert bei den New England Patriots (Mo., ab 2.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) - dem einzigen Team, das die Post Season schon erreicht hat. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Die Patriots sind in Topform, haben die vergangenen fünf Spiele gewonnen. Vor allem Tom Brady überragte zuletzt mit 19 Touchdownpässen bei keiner Interception in den vergangenen acht Partien.

Brady lobt seine Wide Receiver

Der Quarterback verteilt das Lob auf mehrere Schultern und adelt seine Wide Receiver: "Deion Branch und Wes Welker sind großartig. Sie bringen sich immer in die richtige Position. Ich bin froh, sie im Team zu haben."

Mit einem Erfolg - es wäre der 12. im 14. Spiel - würden sich die Pats den Titel in der AFC East sichern und zugleich vorzeitig den Sprung in die zweite Playoff-Runde schaffen.

Doch trotz 15 Heimsiegen in Folge in der Regular Season tritt Coach Bill Belichick auf die Euphoriebremse: "Rekorde sind genauso unwichtig wie das Ergebnis vom vergangenen Spieltag. Nach einem guten Spiel kann immer ein schlechtes folgen."

Packers: Flynn für Rodgers?

Darauf müssen die Packers hoffen, zumal der Einsatz von Quarterback Aaron Rodgers nach einer Gehirnerschütterung nicht sicher ist. Als Ersatz stünde Matt Flynn bereit - es wäre sein erstes Starting-Game in der NFL.

"Wir wissen, wie wichtig die Quarterback-Position ist. Aber zunächst muss er gesund sein. Dann werden wir die Entscheidung treffen", sagt Coach McCarthy über Rodgers' Aussichten.

Positiv stimmt ihn zumindest der Blick in die Vergangenheit. Die beiden letzten Gastspiele bei den Patriots gestaltete Green Bay siegreich - allerdings trat man zuletzt 2002 in New England an.

Giants wollen Revanche

In New York fällt wohl die Entscheidung über den Sieg in der NFC East, wenn die Giants auf die Philadelphia Eagles (So., ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) treffen.

Beide Teams haben neun Siege bei vier Niederlagen auf dem Konto und liegen an der Spitze der Division. Für die Gastgeber geht es auch darum, das 17:27 aus dem ersten Aufeinandertreffen der Saison vergessen zu machen.

Es war allerdings die einzige Partie, in der Eagles-Quarterback Michael Vick als Starter ohne Touchdownpass blieb.

Vick: "Dafür leben wir"

Auch deshalb sagt der 30-Jährige: "Uns ist die Bedeutung des Spiels bewusst. Es ist ein enorm wichtiges. Aber für so etwas leben wir."

Vick muss besonders auf der Hut sein, denn der Giants-Defense gelangen in dieser Saison schon 39 Sacks - Bestwert in der Liga.

Doch auch sein Pendant Eli Manning fürchtet seinen persönlichen Albtraum: Eagles-Cornerback Asante Samuel brockte ihm in den vergangenen vier Duellen vier Interceptions ein.

Samuel kehrt wohl zurück

"Er liest die Spielzüge und den Quarterback. Von seinem Team bekommt er die Freiheit und geht hohes Risiko", sagt Manning ehrfürchtig über Samuel, der nach einer Knieverletzung vor der Rückkehr steht.

Fraglich ist bei den Gästen Wide Receiver DeSean Jackson, der sich den Fuß verstaucht hat. Bei den Giants ist Wide Receiver Mario Manningham dagegen trotz einer Hüftblessur wohl dabei.

Steelers ohne Defense-Star

Die zuletzt zweimal sieglosen New York Jets können bei ihrem Gastspiel bei den Pittsburgh Steelers (So., ab 22.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) Geschichte schreiben.

In sieben Auftritten in Pittsburgh gab es noch keinen Sieg. Die Vorzeichen sind jedoch nicht schlecht.

Die Steelers müssen ohne Safety Troy Polamalu (Achillessehnenbeschwerden) auskommen. "Es gibt zurzeit niemanden, der so gut ist wie Polamalu", bedauert Coach Mike Tomlin den Ausfall des Defensiv-Stars.

Holmes heiß auf sein Ex-Team

Hoffnung besteht noch auf die Rückkehr von Tightend Heath Miller, der sich eine Gehirnerschütterung zugezogen hatte.

Besonders motiviert ist bei den Gästen Wide Receiver Santonio Holmes, der erstmals nach seinem Trade im April in Pittsburgh wieder vorspielt.

"Ich hatte hier vier schöne Jahre. Jetzt wird es endlich Zeit, ihnen zu zeigen, dass mein Trade ein Fehler war", verspricht der MVP des Super Bowl 2009 eine Galavorstellung.

Ryan hat Vertrauen in seinen Quarterback

Eine starke Leistung erwartet Coach Rex Ryan auch von seinem Quarterback Mark Sanchez, dem in dieser Saison schon zwölf Interceptions unterlaufen sind.

Unter Druck setzt Ryan seinen Ballverteiler aber nicht: "Mark wird immer unser Quarterback sein. Wir werden mit ihm auch durch schwächere Phasen gehen."

Die aktuelle Dürreperiode sollte aber möglichst schnell enden, damit die Jets die Playoffs nicht aus den Augen verlieren.

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