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Michael Vick (l.) kommt in seiner bisherigen Karriere auf drei Pro-Bowl-Nominierungen © getty

Tom Brady gilt als Favorit auf den MVP-Titel. Michael Vick könnte dem Patriots-Quarterback die Trophäe noch streitig machen.

Von Olaf Mehlhose

München - Gegensätzlicher könnten sie nicht sein: Die beiden großen Favoriten auf den Gewinn des "Most Valuable Player"-Award haben außer der Position des Quarterbacks nicht viel gemeinsam.

Tom Brady, Quarterback der New Engand Patriots, brilliert auf dem Feld und mit milimetergenauen Päsen und erfüllt auch außerhalb des Platzes das Image des strahlenden Siegertypen.

Dazu passend: Seit 2009 ist Brady mit dem brasilianischen Modell Gisele Bündchen verheiratet.

Michael Vick dagegen saß schon eine Haftstrafe wegen illegaler Hundekämpfe ab, sorgte in dieser Saison aber vor allem durch seine außergewöhnlichen Leistungen auf dem Feld für Schlagzeilen.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Im Gegensatz zu Brady beschränkt sich Vick nicht darauf, seine Mitspieler einzusetzen, sondern schaltet sich aktiv in die Angriffe seines Teams mit ein.

Generell ist es eine eine Saison der Quarterbacks: In die Phalanx der Spielgestalter bricht einzig Running Back Maurice Jones-Drew von den Jacksonville Jaguars ein.

SPORT1 stellt die Favoriten auf die MVP-Trophäe vor.

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Tom Brady: Der Quarterback der New England Patriots ist der große Favorit auf die MVP-Trophäe. Mit einer Bilanz von 12:2 Siegen sind die Patriots das Maß aller Dinge in der AFC und einer der großen Favoriten auf den Super Bowl.

Brady verfügt über das höchste Passer Rating (109,9) aller NFL-Quarterbacks und ist auch bei den Touchdown-Pässen (31) - zusammen mit Drew Brees - Liga-Spitze.

Bei den Wurf-Yards liegt Brady mit 3561 Yards an sechster Stelle. Herauszuheben ist noch, dass dem 33-Jährigen während der Saison nur vier Interceptions unterliefen - in den letzten neun Partien keine einzige.

Dass die Patriots in den letzten beiden Spielen der Regular Season gegen die Buffalo Bills und die Miami Dolphins nicht gerade gegen die Elite der Liga antreten, spielt Brady zusätzlich in die Karten.

Auch das Saubermann-Image des dreimaligen Super-Bowl-Gewinners könnte gegenüber Konkurrenten wie Vick von Vorteil sein.

SPORT1-Prognose: Brady behält seine Gala-Form bis zum Saisonende und räumt seinen zweiten MVP-Titel ab.

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Michael Vick: Der Spielmacher der Philadelphia Eagles hat in dieser Saison eine erstaunliche Wandlung vollzogen. Vom verhassten Veranstalter von illegalen Hundkämpfen entwickelte sich der 30-Jährige zu einem ernsthaften MVP-Kandidaten.

Vick gab 20 Touchdown-Pässe und erlief acht Touchdowns selbst. Vick erreicht das dritthöchste Quarterback-Rating (103,6), beim Passing liegt er mit 2755 Yards allerdings nur an 19. Stelle.

Dafür nimmt er mit 613 Rushing Yards den Spitzenplatz unter den Quarterbacks ein, genauso wie bei den erlaufenen Touchdowns.

Allerdings wird Vick sicherlich einige Stimmen verlieren, da viele der Stimmberechtigten nicht für einen verurteilten Ex-Häftling stimmen werden. Auch dass Vick im Gegensatz zu seinen Konkurrenten weniger Partien absolviert hat, könnte sich negativ auswirken.

Dennoch: Führt Vick die Eagles zum Titel in der NFC East, gehört er zu den Top-Favoriten auf die MVP-Trophäe.

SPORT1-Prognose: Trotz einer grandiosen Saison reicht es für Vick hinter dem übermächtigen Brady nur zu Platz zwei.

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Philip Rivers: San Diegos Quarterback liefert in diesem Jahr die besten Werte seiner Karriere ab.

Mit 4141 Passing Yards ist der 29-Jährige hinter dem viermaligen MVP Peyton Manning der zweitbeste Passer der Liga - lange Zeit lag Rivers sogar auf Kurs, den Uralt Rekord von Dan Marino (5084 Yards) zu brechen. Bei den Touchdown-Pässen (29) wird Rivers nur von Brady und Brees überboten.

Mit sechs dreistelligen Passing-Ratings in den letzten sieben Spielen hat er großen Anteil daran, dass sich San Diego noch im Rennen um den Division-Titel befindet.

Sollten die Chargers in der AFC West triumphieren, hat Rivers beste Chancen, sich die Trophäe erstmals zu sichern.

SPORT1-Prognose: Als Auszeichnung für seine Klasse-Saison wird Rivers auf den dritten Platz gewählt.

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Maurice Jones-Drew: Der Running Back der Jacksonville Jaguars hat mit 1324 Rushing Yards und sieben Touchdowns (5 Rushing, 2 Receiving) großen Anteil am Erfolg der Truppe aus Südflorida.

Außerdem lieferte der 25-Jährige sieben Spiele mit mindestens 100 Yards Raumgewinn ab. Zusammen mit den Indianapolis Colts kämpfen die Jaguars derzeit um den Gewinn der AFC South.

Allerdings ist fraglich, ob sich Jacksonville nach der Niederlage in Indianapolis für die Postseason qualifiziert. Sollte dies misslingen, sind Jones-Drews Aussichten, MVP zu werden, eher gering.

SPORT1-Prognose: Für einen der ersten drei Plätze reicht es für Jones-Drew nicht.

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Drew Brees: Mit 4177 Passing Yards, 31 Touchdown-Pässen und einer Completion-Rate von 68,5 Prozent besitzt "Breesus" eindeutig MVP-Format.

Allerdings leistete sich der Quarterback der New Orleans Saints auch 19 Interceptions, mit einem Passing-Rating von 93,5 belegt er in der Liga nur den achten Platz unter den Spielmachern. Auch in der NFC South muss der Super-Bowl-Champion den Atlanta Falcons den Vortritt lassen.

SPORT1-Prognose: Trotz einer starken Saison besitzt Brees nur Außenseiter-Chancen

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