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Tom Brady gewann mit New England drei Mal den Super Bowl © getty

Mit einem klaren Sieg gegen Buffalo demonstriert Tom Brady erneut seine Extraklasse. Bei den 49ers muss der Trainer gehen.

Von Barnabas Szöcs

München - Gegen Tom Brady, den Quarterback der New England Patriots scheint derzeit einfach kein Kraut gewachsen.

Seit mehr als zwei Monaten hat der Superstar keine Interception zugelassen und damit seine Mannschaft zu einem kaum besiegbaren Gegner in der NFL gemacht.

Das mussten auch die Buffalo Bills beim deutlichen 34:3 (7:3, 17:0; 7:0; 3:0)-Auswärtssieg der Patriots schmerzhaft feststellen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Brady schrieb sich hierbei in die Geschichtsbücher ein: Mit 319 Pässen in Folge ohne Interception verdrängte der Ehemann von Topmodel Giselle Bündchen Bernie Kosar auf Rang zwei, der in der Saison 1990/91 auf 308 Pässe hintereinander kam.

Ein Stück Geschichte

Nur im ersten Viertel waren den Bills um Quarterback Ryan Fitzpatrick Punkte vergönnt, doch dann legte der dreimalige Super-Bowl-Champ Brady los und warf zwei seiner drei Touchdown-Pässe im zweiten Viertel (24:3).

"Ich bin einfach nur froh, dass ich keine Interceptions werfe", so Brady.

Sein Trainer Bill Belichick war während der Partie so gebannt von seinem Quarterback, dass er die Bestmarke Bradys überhaupt nicht realisierte: "Das mit dem Rekord habe ich gar nicht mitbekommen. Das ist toll, er hat es sich verdient."

Danny Woodhead mit einem 29-Yard-Lauf, Rob Gronkowski mit zwei Acht-Yard-Fängen und Alge Crumpler nach einem 4-Yard-Pass von Brady erzielten die Touchdowns für New England.

Nur das Wetter bezwingt die Patriots

Jubeln durften die Patriots nach ihrem 13. Sieg aus 15 Spielen über den Gewinn der gesamten AFC und dem gesicherten Heimrecht bis ins Championship Game.

"Dieses Gefühl ist immer toll. Von Siegen können wir einfach nicht genug bekommen", meinte Brady, der 15 seiner 27 Pässe erfolgreich an den Mann brachte.

Am Boden zerstört hingegen war Buffalos Quarterback Ryan Fitzpatrick, der im Gegensatz zu Brady gleich drei Interceptions verursachte: "Ich habe meinem Team das Spiel zerstört. Solche Fehler dürfen gegen eine offensivstarke Mannschaft wie New England nicht passieren."

Der einzige Sieger über New England war an diesem Tag Mutter Natur. Wegen schlechter Wetterbedingungen konnten die Patriots nicht die Heimreise antreten und mussten eine Nacht in Rochester übernachten.

Dagegen konnte sogar Tom Brady nichts ausrichten.

Chicago Bears - New York Jets 38:34

Der Frust über die 34:38 (0:10, 24:7, 7:21, 3:0)-Niederlage der New York Jets bei den Chicago Bears währte beim Team von Headcoach Rex Ryan nicht lange.

Erst in der Umkleide erfuhren die geschlagenen Jets-Akteure von der 17:20-Niederlage der Jacksonville Jaguars gegen die Washington Redskins in Overtime, die ihnen die zweite Playoff-Teilnahme nacheinander bescherte.

Der Jubel war entsprechend groß: "Ganz nebenbei, ich glaube wir stehen in den Playoffs", sagte ein erleichterter Rex Ryan trotz der fünften Niederlage im 15. Spiel: "So hatte ich mir das zwar nicht vorgestellt, aber ich werde damit leben können".

Die letzten beiden Field Goals der Redskins beschrieb Ryan als ein Gefühl "wie Weihnachten".

Bears-Quarterback Jay Cutler warf drei erfolgreiche Touchdown-Pässe und lief einmal selber in die Endzone. Besonders ansehnlich war sein 40-Yards-Pass auf Wide Receiver Johnny Knox, der seinen Bewacher in der Endzone geschickt abschüttelte und so für den 24:24-Ausgleich sorgte.

Sechs Minuten vor Ende des dritten Viertels fand Cutler erneut Knox zum vorentscheidenden 38:31. Im letzten Viertel gelang den Gästen nur noch ein Field Goal durch Nick Folk.

Ein ehrliches Bekenntnis gab es von Rex Ryan, der mit einer Fußfetisch-Affäre kürzlich in die Schlagzeilen geriet und sich in Schweigen hüllte, diesmal schon: "Ich bin ein riesiger Redskins-Fan, das können mir alle glauben."

St. Louis Rams - San Francisco 49ers 25:17

Eine Trainerentlassung gab es bei den San Francisco 49ers.

Nach der 17:25-Niederlage bei den St. Louis Rams musste Coach Mike Singletary den Verein verlassen. Durch die Pleite gegen die Rams verpassten die 49ers zum achten Mal in Folge die Teilnahme an den Playoffs.

"Es tut mit leid, dass ich den Fans nicht größere Erfolge bescheren konnte", ließ Singletary nach seiner Entlassung verlautbaren. Gegen die Arizona Cardinals wird der bisherige Defensive-Coach Jim Tomsula das Team betreuen.

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