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Michael Vick wird am 30. Januar zum viertel Mal am Pro Bowl teilnehmen © getty

Green Bay erreicht mit dem Sieg in Philadelphia die Divisional Playoffs. Der Eagles-Spielmacher macht den entscheidenden Fehler.

Von Barnabas Szoecs und Eric Böhm

München - Es hätte so schön werden können.

Der ehemalige Skandal-Quarterback schafft ein traumhaftes NFL-Comeback, führt sein neues Team in die Playoffs und trifft einen Schritt vor dem Super Bowl auf sein altes Team.

Nur die Green Bay Packers waren nicht informiert und erwiesen sich beim 21:16 (7:0, 7:3, 7:7, 0:6) bei den Philadelphia Eagles als Spielverderber. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Michael Vick muss also nach einer großartigen Saison mit dem Pro Bowl auf Hawaii vorliebnehmen. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Vick macht den Fehler

Dabei hätte Vick fast doch noch ein Hollywood-reifes Happy End geschafft.

Bei fünf Punkten Rückstand führte der Quarterback sein Team 30 Sekunden vor Schluss bis an die 30-Yard-Linie der Packers.

Anstatt die Uhr mit einem Spike anzuhalten und in Ruhe über den nächsten Spielzug zu sprechen, entschied sich Vick für das Risiko, und der Ball wurde in der Endzone der Packers von Tramon Williams abgefangen.

"Ich war etwas zu gierig. Ich habe nicht den Ball geworfen, den ich wollte, und er wurde abgefangen. Ich muss daraus lernen", meinte der Spielmacher einsichtig.

Akers' teure Fehlschüsse

Zuvor hatte die Verteidigung der Packers den agilen Vick relativ gut im Griff und gestattete ihm kaum Big Plays.

Die 14:3-Halbzeitführung war die logische Folge, denn das Laufspiel der Gastgeber war praktisch nicht existent.

Außerdem verpasste der sonst so zuverlässige Eagles-Kicker David Akers in jeder Hälfte ein kurzes Field Goal.

"Wir können alle zählen. Diese Punkte hätten uns geholfen", sagte Philadelphias Trainer Andy Reid.

Rodgers mit Rekord

Die Gäste aus Wisconsin ziehen derweil in die Divisional Playoffs ein und werden es dort mit den Atlanta Falcons zu tun bekommen.

Schlüssel zum Erfolg der Packers war neben der Verteidigung die Leistung von Aaron Rodgers.

Der Quarterback stellte mit seinen drei Touchdown-Pässen einen neuen NFL-Rekord auf. Denn noch nie zuvor erwarf ein Spielmacher in seinen ersten beiden Playoff-Partien sieben Touchdowns.

"Wir haben wirklich hart gekämpft. Die Verteidigung hat wieder ihre Klasse unter Beweis gestellt, und es hat gereicht", lobte Rodgers vor allem seine Mitspieler.

Kansas City Chiefs - Baltimore Ravens 7:30 (7:3, 0:7, 0:13, 0:7)

Die fünftbeste Verteidigung der NFL hat sich nur einen groben Fehler erlaubt.

Beim 30:7 (3:7, 7:0, 13:0, 7:0)-Erfolg der Baltimore Ravens in Kansas City war die Defensive der Gäste nur ein einziges Mal unaufmerksam - Chiefs-Running-Back Jamaal Charles nutzte seine Chance im ersten Viertel sofort und beendete seinen 41-Yards-Return zum 7:3 in der Endzone.

Es sollten die einzigen Punkte für den Champion der AFC West bleiben.

Denn die Abwehrreihe um Ray Lewis und Ed Reed spielte gegen die Playoff-unerfahrenen Chiefs ihre ganze Routine aus und zwang die Offense der Gastgeber zu insgesamt fünf entscheidenden Turnovers.

Flacco mit zwei Touchdown-Pässen

In der zweiten Hälfte des Spiels kamen die überforderten Angreifer aus Kansas City nur auf 25 Yards Raumgewinn.

Ravens-Quarterback Joe Flacco nahm nach Charles' Run das Heft in die Hand und warf im Laufe der Partie insgesamt zwei erfolgreiche Touchdown-Pässe.

19 Sekunden vor Ende des zweiten Viertels fand er in der Endzone Ray Rice zum 10:7, im dritten Viertel war es Anquan Boldin, der Flaccos Wurf zum 23:7 ergatterte.

McGahee setzt den Schlusspunkt

Davor gelangen Kicker Billy Cundiff insgesamt drei erfolgreiche Field Goals.

Den Schlusspunkt unter das Playoff-Aus der Chiefs setzte Running Back Willis McGahee mit einem 25-Yards-Run im Schlussviertel.

Mit der Niederlage trugen sich die Chiefs unrühmlich in die Geschichtsbücher ein: kein anderes Team verlor sieben Postseason-Spiele in Folge.

Ravens reisen nach Pittsburgh

Für die siegreichen Ravens geht es nun nach Pittsburgh, wo sie zum dritten Mal in dieser Saison auf die Steelers treffen werden.

In diesem Duell steht es aktuell 1 zu 1, wobei beide Teams auf fremden Boden gewinnen konnten ? wenigstens moralisch ein kleiner Vorteil für die Ravens.

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