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Michael Vick spielte am College für die Virginia Tech Universität © getty

Green Bay erreicht mit dem Sieg in Philadelphia die Divisional Playoffs. Der Eagles-Spielmacher macht den entscheidenden Fehler.

Von Eric Böhm

München/Philadelphia - Es hätte so schön werden können.

Der ehemalige Skandal-Quarterback schafft ein traumhaftes NFL-Comeback, führt sein neues Team in die Playoffs und trifft einen Schritt vor dem Super Bowl auf sein altes Team.

Nur die Green Bay Packers waren nicht informiert und erwiesen sich beim 21:16 (7:0, 7:3, 7:7, 0:6) bei den Philadelphia Eagles als Spielverderber. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Michael Vick muss also nach einer großartigen Saison mit dem Pro Bowl auf Hawaii vorliebnehmen. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Vick macht den Fehler

Dabei hätte Vick fast doch noch ein Hollywood-reifes Happy End geschafft.

Bei fünf Punkten Rückstand führte der Quarterback sein Team 30 Sekunden vor Schluss bis an die 30-Yard-Linie der Packers.

Anstatt die Uhr mit einem Spike anzuhalten und in Ruhe über den nächsten Spielzug zu sprechen, entschied sich Vick für das Risiko, und der Ball wurde in der Endzone der Packers von Tramon Williams abgefangen.

"Ich war etwas zu gierig. Ich habe nicht den Ball geworfen, den ich wollte, und er wurde abgefangen. Ich muss daraus lernen", meinte der Spielmacher einsichtig.

Akers' teure Fehlschüsse

Zuvor hatte die Verteidigung der Packers den agilen Vick relativ gut im Griff und gestattete ihm kaum Big Plays.

Die 14:3-Halbzeitführung war die logische Folge, denn das Laufspiel der Gastgeber war praktisch nicht existent.

Außerdem verpasste der sonst so zuverlässige Eagles-Kicker David Akers in jeder Hälfte ein kurzes Field Goal.

"Wir können alle zählen. Diese Punkte hätten uns geholfen", sagte Philadelphias Trainer Andy Reid.

Rodgers mit Rekord

Die Gäste aus Wisconsin ziehen derweil in die Divisional Playoffs ein und werden es dort mit den Atlanta Falcons zu tun bekommen.

Schlüssel zum Erfolg der Packers war neben der Verteidigung die Leistung von Aaron Rodgers.

Der Quarterback stellte mit seinen drei Touchdown-Pässen einen neuen NFL-Rekord auf. Denn noch nie zuvor erwarf ein Spielmacher in seinen ersten beiden Playoff-Partien sieben Touchdowns.

"Wir haben wirklich hart gekämpft. Die Verteidigung hat wieder ihre Klasse unter Beweis gestellt, und es hat gereicht", lobte Rodgers vor allem seine Mitspieler.

Starks überzeugt

Ein wichtiger Faktor war auch die überraschende Ausgeglichenheit in Green Bays Offensive.

Denn der selten eingesetzte Running Back James Starks zauberte eine tolle Leistung auf den Rasen in Philadelphia. Dadurch konnten die Packers das Spielgeschehen kontrollieren.

Der Rookie von der Universität Buffalo erlief insgesamt 123 Yards und verhalf Green Bay zum ersten Playoff-Sieg in Philadelphia überhaupt.

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