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Tom Brady wurde bereits fünfmal in den Pro Bowl berufen © getty

Die New England Patriots treffen im Divisional-Playoff auf die New York Jets. Muss ein deutscher Helfer von Tom Brady passen?

Von Eric Böhm

München - Der Lautsprecher hat offenbar nichts dazugelernt.

Vor dem Divisional-Playoff zwischen den New England Patriots und den New York Jets (So., ab 22.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) lässt Jets-Coach Rex Ryan wieder die verbalen Fetzen fliegen.

"Es geht hier um Bill Belichick gegen Rex Ryan. Darauf wird es letztendlich ankommen", nimmt Ryan nach Peyton Manning nun erneut den Coach der Pats ins Visier.

Dabei hatte diese Taktik schon im Dezember nicht allzu viel gebracht. Damals wurden die Jets mit einer 3:45 Abreibung zurück in den "Big Apple" geschickt. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Pats lassen Taten sprechen

In New England lassen sie eben lieber Taten sprechen. Das ist nicht zuletzt der Stil des Coaches.

Bill Belichick gibt ja ohnehin nur ungern öffentlich Statements ab und lässt sich auch diesmal nicht provozieren. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

"Rex macht mit seinem Team einen guten Job. Ich kümmere mich nur um meine Spieler", sagt Belichick.

Mit dieser Devise ist er auch in dieser Saison wieder sehr erfolgreich. New England schloss mit einer 14:2-Bilanz ab und ersparte sich so einen Einsatz am Wildcard-Wochenende.

Respekt vor den Jets

Vor allem Tom Brady präsentierte sich in der zweiten Hälfte in einer blendenden Verfassung und hat seit elf Spielen keine Interception mehr geworfen.

Die 335 Passversuche ohne einen abgefangenen Ball sind ein neuer NFL-Rekord.

Jetzt will er mit seinem "Brady-Bunch" zum vierten Mal den Super Bowl gewinnen und damit die beiden Legenden Joe Montana und Terry Bradshaw einholen.

"Sie haben gute Verteidiger. Es war schon beeindruckend, wie sie die Colts-Offense ausschalteten", zeigt Brady Respekt vor den Jets.

Vollmer unverzichtbar

Einen im wahrsten Sinne des Wortes gewichtigen Anteil an den starken Auftritten Bradys hat natürlich auch die Offensive Line um den einzigen deutschen NFL-Profi Sebastian Vollmer.

Der 143-Kilo-Koloss musste unter der Woche mit einer Schiebeinverletzung kürzer treten, ob er spielen kann, ist fraglich.

"Ich kann mich absolut auf Sebastian verlassen. Er macht einen großartigen Job, ist ein sehr reifer Spieler und wird immer besser", lobte ihn Brady vor der jüngsten Hiobsbotschaft.

Vollmer selbst ist kein Mann großer Worte und passt somit auch in dieser Hinsicht perfekt nach Boston.

"Wir haben noch nichts erreicht und denken nur von Spiel zu Spiel. Der Super Bowl spielt in unseren Köpfen noch keine Rolle", lässt sich der 26-Jährige nicht von dem Hype um die Patriots anstecken.

Sanchez braucht guten Tag

Wenn sie die zweite Überraschung innerhalb einer Woche schaffen wollen, müssen die Jets nicht nur defensiv ähnlich gut stehen wie in Indianapolis.

Die Offense muss höchstwahrscheinlich mehr Punkte machen als gegen die Colts (17), denn der explosive Angriff New Englands wird sich ganz anders präsentieren.

Mit Wes Welker, Deion Branch und Aaron Hernandez hat Brady sehr gefährliche Passfänger zur Verfügung. Die Jets sehen ihren jungen Spielmacher aber auf einem guten Weg.

"Du erwartest von jungen Spielern, dass sie sich verbessern. Ich glaube er hat sehr große Fortschritte gemacht", sagt Coach Ryan über Mark Sanchez, der in jedem Fall einen guten Tag erwischen muss, um New York ins AFC-Finale zu führen.

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