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Aaron Rodgers wurde 2005 von Green Bay in Runde eins gedraftet © getty

Green Bay zerlegt dank Quarterback Rodgers die Falcons in Atlanta. Pittsburgh siegt gegen Baltimore in der Schlussphase.

Von Björn Seitner

München - Die Pittsburgh Steelers und die Green Bay Packers haben die Conference Championships erreicht.

Die Packers zerlegten die Falcons in Atlanta im Divisional-Playoff-Spiel der NFC vor allem dank einer starken Leistung ihres Quarterbacks Aaron Rodgers mit 48:21 (28:14) und sorgten damit für den höchsten Playoff-Sieg ihrer Geschichte.

"Das war vielleicht meine beste Leistung. Es fühlt sich einfach so gut an", sagte ein überwältigter Rodgers nach der Partie.

Pittsburgh hat durch das 31:24 (7:21) gegen die Baltimore Ravens das Finale der AFC erreicht. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Drei Touchdown-Pässe

Mit insgesamt 366 geworfenen Yards und drei Touchdown-Pässen führte Rodgers sein Team fast im Alleingang zum Erfolg.

Selbst Packers-Idol Brett Favre, der von 1992 bis 2007 für Green Bay spielte, schaffte nie mehr Yards in einem Playoff-Spiel.

Dabei schien es fast unmöglich, dass die Packers das Conference-Finale erreichen, denn als Sechster der NFC muss die Truppe von Coach Mike McCarthy in jedem Playoff-Spiel auswärts ran. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

In der kommenden Partie, die über die Super-Bowl-Teilnahme entscheidet, muss Green Bay daher auch entweder zu den Chicago Bears oder den Seattle Seahawks (Chicago - Seattle: ab 19 Uhr LIVESCORES und LIVE auf SPORT1+).

Weems mit 102-Yard-Lauf

Zwar gingen die Falcons durch einen Touchdown von Michael Turner mit 7:0 in Führung. Jordy Nelson besorgte jedoch zu Beginn des zweiten Viertels den Ausgleich.

Den Kickoff nach Nelsons Touchdown schnappte sich Falcons-Wide-Receiver Eric Weems und lief über 102 Yards in die Endzone der Packers. Es war der längste Return in der Geschichte der NFL-Playoffs.

Das stachelte den dreimaligen Titelträger aus Wisconsin derarte an, dass auf den erneuten 7:14-Rückstand eine Demontage Atlantas folgte.

35 Punkte in Folge

Das "Pack" machte 35 Punkte in Folge.

Tramon Williams gelang dabei ein 70-Yard-Turnover-Return zum 28:14. Rodgers und John Kuhn erhöhten auf 42 Punkte.

Als Roddy White im Schlussviertel für Atlanta zum 21:42 verkürzte, war die Partie schon lange gelaufen.

"Augen im Hinterkopf"

"Ich hatte heute auch Augen im Hinterkopf", sagte Rodgers zu seiner herausragenden Leistung.

"Wenn man in den Playoffs ist, hat man immer die Möglichkeit alles zu gewinnen. Wenn das nicht passiert, ist es einfach nur frustrierend", beklagte sich Falcons-Quarterback Matt Ryan.

Pittsburgh Steelers - Baltimore Ravens 31:24

Spannender ging es im Spiel der Steelers mit den Ravens zu.

Die Partie entschied sich erst zwei Minuten vor Schluss, als Pittsburghs Quarterback Ben Roethlisberger ein 58-Yard-Pass auf Rookie Antonio Brown gelang.

Den entscheidenden Touchdown zum 31:24-Sieg machte Rashard Mendenhall aus zwei Yards. Roethlisberger verbuchte insgesamt 266 Yards.

Dritter Super Bowl in sechs Jahren?

Kurz vor seinem wichtigen Pass sagte Roethlisberger zu Bruce Arians, dem Offensiv-Koordinator der Steelers: "Wir schicken ihn. Ich schmeiße einfach so weit ich kann."

Nach Browns bisher wohl größtem Fang ist Pittsburgh nur noch einen Sieg von seiner dritten Super-Bowl-Teilnahme in sechs Jahren entfernt.

Im Finale der AFC geht es entweder gegen Sebastian Vollmers New England Patriots oder die New York Jets (Patriots - Jets: ab 22.30 Uhr LIVESCORES und LIVE auf SPORT1+).

"Es war erstaunlich"

"Er mag zwar nicht Brady oder einer von diesen Typen sein, aber als ich ihn in diesem Wirrwarr sah, wusste ich, dass wir eine Chance auf den Sieg haben", sagte Pittsburghs Wide Receiver Hines Ward über seinen Quarterback.

Auch von Coach Mike Tomlin gab es Lob für Roethlisberger: "Ben ist ein Wettkämpfer und ein Gewinner."

Brown kommentierte seine Leistung nur mit drei Worten: "Es war erstaunlich."

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