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Bears-Quarterback Jay Cutler (v). spielt seit 2009 bei Chicago © getty

Dank einer fulminanten Anfangsphase erreicht Chicago gegen Seattle das NFC-Finale. Dort wartet ausgerechnet ihr Erzfeind.

Von Barnabas Szöcs

München/Chicago - Die älteste Rivalität im Football erreicht mit dem NFC-Finale einen neuen Höhepunkt.

Dank einer fulminanten ersten Hälfte und ihrem überragenden Quarterback Jay Cutler besiegte Chicago mit 35:24 (14:0, 7:0, 7:3, 7:21) die Seattle Seahawks und trifft nun vor eigenem Publikum am Sonntag auf die Green Bay Packers, ihren Erzfeind (DATENCENTER: Alle Ergebnisse).

Es ist bereits die 182. Auflage dieses Spiels der beiden Kontrahenten aus dem Nordosten der USA, doch noch nie fand es in einem NFC-Finale statt.

Der Sieg der Gastgeber über die Seahawks, der das brisante Duell überhaupt erst möglich macht, war die Koproduktion aus einer starker Defense sowie dem überragenden Bears-Spielmacher Cutler, der insgesamt zwei erfolgreiche Touchdown-Pässe warf und dazu noch zwei eigene Läufe in die Endzone vollführte.

Cutler warnt vor Green Bay

"Es kann gar nicht besser werden", schwärmte Bears-Coach Lovie Smith nach dem Sieg und vor dem Aufeinandertreffen mit den Packers: "Jetzt kommt es auf unserem Rasen zum Entscheidung."

Auch Matchwinner Jay Cutler freute sich bereits auf den kommenden Gegner, warnte aber zugleich: "Beide Teams kennen sich sehr gut, es wird keine Überraschungen geben. Aber wir werden alle Hände voll zu tun haben."

Cutler eröffnete den Touchdown-Reigen des Divisional Playoffs nach knapp drei Minuten mit einem erfolgreichen 58-Yards-Pass auf Greg Olsen, der danach locker in die Endzone trabte (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News).

Mare gelingen die ersten Punkte für Seattle

Nach einem weiteren Touchdown durch Chester Taylor (14:0) war es dann Cutler höchstpersönlich, der im zweiten Viertel mit dem Ei in die Endzone lief und den 21:0-Pausenstand erzielte .

In der zweiten Hälfte erhöhten die Gastgeber aus Illinois - wieder durch Quarterback Cutler - sogar auf 28:0, ehe den Seahawks die ersten Punkte durch ein Field Goal von Olindo Mare gelangen (28:3).

Seinen zweiten erfolgreichen Touchdown-Pass zum 35:10 bejubelte Cutler 4:40 Minuten vor Ende der Partie, als sein Wurf nach 39 Yards Kellen Davis fand.

Seattles Schlussspurt kommt zu spät

Die letzten beiden Touchdowns der Gäste kamen zu spät.

Seattles Quarterback Matt Hasselback gelangen wie seinem Pendant Cutler insgesamt zwei Touchdown-Pässe.

Einen Rekord holte sich "Super-Jay" vor dem Duell gegen die "Cheeseheads" auch noch: Er ist erst der zweite Quarterback der NFL-Geschichte, dem in einem Playoff-Spiel zwei Touchdown-Pässe sowie zwei eigene Runs in die Endzone gelangen.

Vor ihm gelang dieses Kunststück nur Otto Graham. Der legendäre Spielmacher der Cleveland Browns schaffte dies 1954 und 1955.

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