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B.J. Raji (m.) wurde im NFL-Draft 2009 von den Packers an neunter Stelle gedraftet © getty

Green Bay steht im Super Bowl. Ein Rookie macht den Sack zu. Chicagos Spielmacher wird ausgebuht und muss später verletzt passen.

Von Eric Böhm

München/Chicago - Die Green Bay Packers haben den Einzug in ihren fünften Super Bowl perfekt gemacht. (2. HALBFINALE: Steelers ringen Jets nieder)

Mit dem 21:14 (7:0, 7:0, 0:0, 7:14) bei den Chicago Bears gelang zudem der dritte Auswärtserfolg in den Playoffs hintereinander.

Die Packers werden es im Super Bowl XLV in Dallas mit den Pittsburgh Steelers zu tun bekommen, die gegen die New York Jets mit 24:19 die Oberhand behielten. (DATENCENTER: Die Conference Championships)

Schlüssel zum Erfolg war diesmal allerdings nicht der Angriff um Aaron Rodgers, sondern die beinharte Verteidigung.(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Packers-Verteidigung dominiert

Immer wieder zog Green Bay Passverteidiger nach vorne und ließ den Bears-Angriff um Jay Cutler überhaupt nicht zur Entfaltung kommen.

Außerdem erzielte Defensive Tackle B.J. sechs Minuten vor dem Ende nach einem abgefangenen Pass den Touchdown zum 21:7.

Rookie Sam Shields machte mit seiner zweiten Interception kurz vor Schluss den Sack zu.

"Uns ist die entscheidende Aktion gelungen. Wenn wir so verteidigen, sind wir schwer zu schlagen", sagte Linebacker Clay Matthews.

Schwarzer Tag für Super-Jay

Zu diesem Zeitpunkt war Cutler bereits zum Zuschauen verdammt.

Nach seiner starken Vorstellung gegen die Seattle Seahawks erwischte der Spielmacher diesmal einen miserablen Tag.

Ihm gelangen lediglich 80 Yards Raumgewinn, er wurde von den Fans gnadenlos ausgebuht und musste nach der Pause mit einer Knieverletzung sogar ausgetauscht werden.

"Er hat sich sein Knie verletzt. Ich weiß nicht genau wie es passiert ist, aber er konnte nicht weiterspielen. Alles klar?", reagierte Bears-Coach Lovie Smith ungewöhnlich gereizt auf die Nachfragen.

Cutler zu weich?

Die Schwere der Verletzung bleibt bis zu einer genauen Untersuchung unklar.

"In so einem Moment fühlst du dich sehr einsam. Du arbeitest dein ganzes Leben auf so eine Chance hin und musst dann zuschauen" sagte Cutler.

Der Quarterback spielte damit auf Beobachter und andere NFL-Spieler an, die via Twitter seine Härte in Frage gestellt hatten.

Bears mit drei Spielmachern

Danach versuchte es Coach Smith erst mit dem alten Haudegen Todd Collins, der sogar mit noch massiveren Schmährufen bedacht wurde als Cutler.

Da Collins zudem äußerst ineffektiv spielte, kam auch noch der dritte Quarterback Chicagos zum Einsatz.

Der junge Caleb Hanie sorgte im Schlussviertel zwar für zwei Touchdowns der Gastgeber, doch ihm unterliefen auch die beiden letztlich entscheidenden Fehlpässe.

Urlacher mit Seitenhieb

Auch Aaron Rodgers (244 Yards, zwei Interceptions) konnte nicht an seine starke Leistung aus dem Spiel gegen Atlanta anknüpfen.

Der Packers-Spielmacher führte sein Team mit einem Lauf-Touchdown und einer weiteren starken Angriffsserie immerhin zu einer 14:0-Halbzeitführung.

"Dafür werde ich nicht bezahlt"

Seine wichtigste Aktion gelang ihm jedoch nach einem Fehlpass auf Brian Urlacher. Der Verteidiger der Bears wähnte sich nach der Interception schon in der Endzone, doch Rodgers stoppte ihn.

"Dafür werde ich nicht bezahlt, aber es war eine meiner besseren Aktionen im Spiel", sagte Rodgers.

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