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Brett Keisel (l.) spielt seit 2002 für die Pittsburgh Steelers © getty

Die Steelers stehen zum dritten Mal in sechs Jahren im Super Bowl. "Big Ben" beweist Nervenstärke. New York wacht zu spät auf.

Von Eric Böhm

München/Pittsburgh - Die Pittsburgh Steelers haben zum dritten Mal in den letzten sechs Jahren den Super Bowl erreicht.

Vor heimischer Kulisse wurden im AFC-Finale die New York Jets mit 24:19 (7:0, 17:3, 0:7, 0:9) bezwungen.

Die persönliche Achterbahnfahrt des Ben Roethlisberger führt also in den Super Bowl XLV gegen die Green Bay Packers, die mit 21:14 in Chicago gewannen. (DATENCENTER: Die Conference Championships)

Pittsburghs Spielmacher war in den ersten vier Spielen der Saison gesperrt, kam dann in ein Team voller Fragezeichen zurück und steht nun kurz davor endgültig in die Phalanx der erfolgreichsten NFL-Quarterbacks aller Zeiten einzubrechen. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Steelers zunächst dominant

Dabei war auch die Partie gegen die Jets für Roethlisberger ein echtes Wechselbad der Gefühle.

Die Steelers begannen das Spiel dominant und gingen nach einer neunminütigen Angriffserie durch einen Touchdown von Rashard Mendenhall in Führung. Der Running back lieferte mit insgesamt 121 Yards eine starke Vorstellung.

Dann baute "Big Ben" die Führung mit einem Touchdown im zweiten Viertel höchstpersönlich aus, und wenig später trug William Gay einen Fumble von New Yorks Quarterback Mark Sanchez in die Endzone zurück.

Damit schien das Spiel beim Stand von 24:0 vorzeitig entschieden zu sein.

"Machen unseren Job"

Doch nach der Pause lief bei Roethlisberger und seiner Offensive überhaupt nichts mehr zusammen.

Im gesamten Spiel gelangen dem Spielmacher lediglich zehn vollständige Pässe, zwei seiner Würfe wurden abgefangen und er musste eine Safety hinnehmen.

"Unsere Spiele sind selten schön anzuschauen, aber wir machen gemeinsam unseren Job", meinte Roethlisberger.

Nachdem die Jets auf 19:24 verkürzt hatten, bewies er mit zwei erfolgreichen Pässen allerdings erneut seine Nervenstärke, und die Steelers konnten die Uhr herunterspielen.

Jets-Comeback zu spät

Die New Yorker waren nach einer lethargischen ersten Hälfte erst mit dem Field Goal durch Nick Folk aufgewacht.

Auch Sanchez (insgesamt 233 Yards Raumgewinn) zeigte mit einem Touchdown-Pass über 45 Yards auf den ehemaligen Steeler Santonio Holmes plötzlich wieder seine Playoff-Form.

Doch der Touchdown von Receiver Jericho Cotchery drei Minuten vor Schluss kam zu spät.

"Wir haben eben nur eine gute Hälfte gespielt. Gegen so ein starkes Team reicht das nicht aus", sagte New Yorks Trainer Rex Ryan im Anschluss in einem TV-Interview.

Ryan mit Kampfansage

Seit ihrem Super-Bowl-Triumph 1969 mit dem legendären Quarterback Joe Namath scheiterten die Jets zum vierten Mal im Championship Game der AFC.

Der Coach richtete den Blick allerdings schon wieder nach vorn.

"Wir müssen uns nicht entschuldigen. Wir werden wieder kommen. Ihr werdet schon sehen", gab Ryan schon die Marschroute für die nächste Saison aus.

Polamalu blickt voraus

Die Steelers haben dagegen ihre Mission noch nicht beendet. Der Rekordchampion will in Dallas schließlich den siebten Super-Bowl-Triumph feiern.

"Wir haben in dieser Saison viel mehr Hindernisse aus dem Weg geräumt, als in früheren Jahren. Eins steht aber noch aus", meinte Safety Troy Polamalu.

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