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Tony Romo musste die letzten drei Spiele gegen St. Louis, Tampa und New York pausieren © getty

Tony Romo feiert eine gelungene Rückkehr nach seiner Verletzungspause. Er führt Dallas zu einem "Muss-Sieg" in Washington.

Von Rainer Nachtwey

München/Washington - An das Werfen mit nur vier Fingern hatte sich Tony Romo schon gewöhnt, nur das Abklatschen seiner Mitspieler mit links statt der rechten Hand bereitete dem Quarterback der Dallas Cowboys noch etwas Probleme.

Aber auch diese Prüfung meisterte der 29-Jährige, wenn auch mit etwas Glück.

Romo führte die Dallas Cowboys zu einem 14:10-Sieg beim ewigen Rivalen Washington Redskins und hätte sich beinahe seinen gebrochenen kleinen Finger an der Wurfhand erneut verletzt.

Startschwierigkeiten bei Romo

Als er noch rechtzeitig merkte, dass er beim Jubeln seine Hand wechseln musste, stieß er beim Senken der Hand gegen die Kamera eines Reporters.

"Da habe ich noch einmal Glück gehabt", konnte Romo über den Fauxpas lachen. Es war jedoch nicht der einzige des Abends.

Denn zu Beginn offenbarte der Quarterback noch Probleme beim Werfen. Zwei seiner Pässe wurden abgefangen, wobei er nur die Interception von DeAngelo Hall auf sein Konto ging. Der Pass auf Terrell Owens landete genau in den Armen des neuen Washingtoner Cornerbacks.

Bei der zweiten lag die Schuld bei T.O., der sich den Ball von Carlos Rogers aus den Händen schlagen ließ und Rocky McIntosh die erste Interception seiner Karriere ermöglichte.

Entwicklung eines Vierfingersystems

Je länger die Partie dauerte, desto sicherer wurde Romo und der Touchdown-Pass auf Bennett war nur die logische Konsequenz.

"Er hat unglaublich viel Energie und Mühen in die Entwicklung seiner neuen Wurftechnik gesteckt", verriet Cowboys-Besitzer Jerry Jones. "Er hat auf eine Art Vierfingersystem umgestellt, damit er den kleinen Finger vollkommen entlastet."

Insgesamt brachte Romo 19 seiner 27 Pässe an den Mann und kam auf einen Touchdown-Pass bei zwei Interceptions.

Gelungenes Comeback von Newman

Neben Romo kehrte auch Terence Newman in die Startaufstellung der Cowboys (Dallas' Spielplan) zurück. Und der Cornerback war ein Garant dafür, dass die sonst so wackelige Defensive mit nur zehn zugelassenen Punkten überzeugte.

Newman hielt Gegenspieler Santana Moss bei fünf Fängen über insgesamt 29 Yards. "Das war gleich eine richtige Herausforderung für ihn. Aber Terence ist jemand, der diese Herausforderungen braucht", lobte Coach Wade Phillips den Verteidiger.

Newman war es auch, der den letzten Angriff der Redskins zunichte machte, als er bei viertem Versuch und vier Yards zu überbrücken, den auf Moss geworfenen Pass zu Boden schlug.

"Ein Spiel, das wir gewinnen mussten"

Anschließend ließen die Cowboys angeführt von Marion Barber die Uhr herunter laufen. Der Running Back kam insgesamt auf 114 Yards und einen Touchdown. Barber hatte die Führung durch Mike Sellers - Zwei-Yard-Pass von Redskins-Quarterback Jason Campbell - ausgeglichen.

Durch den sechsten Saisonsieg zogen die Cowboys mit Washington gleich und wahrten damit die Chance auf die Playoffs (Ergebnisse und Tabellen) .

"Das war ein Spiel, in dem wir uns als Mannschaft beweisen mussten. Das war ein Spiel, das wir gewinnen mussten", wies Romo auf die Bedeutung der Begegnung hin. "Außerdem konnten wir zeigen, dass wir noch gut Football spielen können."

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