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Heiß begehrter Snack bei den Super-Bowl-Zuschauern: Pizza © imago

Tickets sind teurer als Häuser, Herzkranke leben gefährlich: SPORT1 hat die verrücktesten Fakten zum Super Bowl.

Von Marcus Giebel und Eric Böhm

München/Dallas - Eine Milliarde Hühnerflügel, neun Millionen Stück Pizza, 120 Millionen Liter Bier:

Die USA rüsten sich für den 45. Super-Bowl-Sonntag (Mo., ab 0 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+ - Highlights Mo., ab 16.30 Uhr im TV auf SPORT1).

Wenn die Green Bay Packers und die Pittsburgh Steelers die Lombardi-Trophy erstmals im direkten Aufeinandertreffen unter sich ausmachen werden.

Es ist der Tag des Jahres - zumindest aus sportlicher Sicht. (DATENCENTER: Super Bowl XLV)

Entsprechend begehen die US-Amerikaner das NFL-Ereignis: Für die Zubereitung des Essens wenden sie insgesamt zehn Millionen Stunden auf.

Teilnehmerschnitt bei Partys: 17

Verhältnismäßig wenig Zeit geht dabei drauf für die 14.500 Tonnen Chips, die in Verbindung mit vier Millionen Kilogramm Avocado-Dip verputzt werden.

In die Millionen wird auch die Anzahl der Super-Bowl-Partys gehen. Und die findigen Amerikaner haben errechnet: Im Schnitt liegt die Teilnehmerzahl einer solchen häufig privaten Veranstaltung bei 17.

Gerade einmal jeder zwanzigste US-Bürger wird sich das Spiel allein anschauen. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Gesuchte Striperinnen: 10.000

Alles andere als allein ist man in der Region Dallas. Der erstmalige Gastgeber des größten aller Spiele in den USA beherbergt am Wochenende etwa 300.000 Fans.

Und die Texaner sind gerüstet, orderten einen ordentlichen Vorrat an alkoholischen Getränken und Popcorn.

Auch die Zahl der ortsansässigen Stripperinnen schnellt nach oben. Die Besitzer der Nachtklubs wollen bis zu 10.000 "Kurzzeitarbeiterinnen" einstellen.

Übernachtung in Dallas für: 1000 Dollar

Die Polizei ist besonders wachsam, tritt mit verstärktem Personal möglicher Zwangsprostitution entgegen. Dafür werden Plakate aufgestellt, auf denen das Konterfei ertappter Freier und die Unterschrift "Das könnten Sie sein" zu sehen ist.

Die Heimischen wissen ebenfalls zu profitieren: So verlangen Hausbesitzer durchschnittlich 1000 Dollar für eine Übernachtung - der Spitzenwert liegt bei 17.000 Dollar.

Der Großraum Dallas-Fort Worth rechnet mit Mehreinnahmen von 202 Millionen Dollar durch die Football-Fans. Das wäre ein neuer Rekordwert.

Höchster Ticketpreis: 645.000 Dollar

Im Durchschnitt wird der Besuch des Super Bowl 6000 Dollar kosten. Was auch mit den Ticket-Preisen für die 105.000 Sitzplätze in der größten überdachten Arena der Welt zusammenhängt.

Während die günstigste Preisklasse bei 2500 Dollar liegt, ist eine Luxus-Suite auf Höhe der Mittellinie für schlappe 645.000 Dollar zu haben. Zum Vergleich: Beim Super Bowl I gab es noch Tickets für sechs Dollar.

Auch die Preise für die Parkplätze am Cowboys Stadium haben sich gewaschen - bis zu 900 Dollar sind zu blechen, um das Fahrzeug in der Nähe zu wissen.

Zaunlänge um Stadion: 13 Kilometer

Gesichert wird die Arena wie nie zuvor: 13 Kilometer Zaun machen das Areal zu einem Hochsicherheitstrakt.

Im weiten Rund zieht wieder ein eiförmiger Lederball alle Blicke auf sich. Vom Spielgerät des Finals gibt es 216 Exemplare, auf denen die Logos des Super Bowl sowie beider Teams abgebildet sind.

TV-Zuschauer: 125 Millionen

125 Millionen Augenpaare weltweit werden jede Bewegung auf dem Rasen verfolgen - nie waren es mehr. Da lässt sich auch die Werbeindustrie nicht lumpen: Schon ein 30 Sekunden langer TV-Spot kostet drei Millionen Dollar.

Bei 45 Minuten und fünf Sekunden, die zur Präsentation der Produkte geplant sind, kommen so satte 270 Millionen Dollar zusammen.

Da erscheint der vom US-Einzelhandelsverband "NRF" errechnete Sonderumsatz von 10,1 Millionen Euro für Nahrungsmittel, Getränke, Elektronik und Souvenirs rund um die Partie geradezu mickrig.

Prämie für Sieger-Spieler: 83.000 Dollar

Letztlich sind doch alle Beteiligten Gewinner: Sei es aufgrund der unvergesslichen Erlebnisse oder im finanziellen Sinne.

Selbst beim Verliererteam bekommt jeder Spieler 42.000 Dollar, beim Sieger sind es - abgesehen vom Super-Bowl-Ring - 83.000.

Siegen ist gesünder

Gesünder ist ein Erfolg allemal - was nicht zuletzt eine Studie des US-Fachmagazins "Clinical Cardiology" unterstreicht.

So seien 1980 nach der Super-Bowl-Niederlage der Los Angeles Rams gegen die Steelers in Los Angeles 15 Prozent mehr Männer als gewöhnlich an Herzversagen gestorben. Bei den Frauen stieg die Quote sogar um 27 Prozent.

Vier Jahre später nach dem Triumph der Los Angeles Raiders gegen die Washington Redskins blieb die Sterberate bei den Männern stabil, nahm bei den Frauen ab.

Nachwirkungen am Montag

Welche Rolle Erfolg oder Misserfolg des Lieblingsteams bei der Krankenquote spielen, ist nicht überliefert. Verbrieft ist, dass sich am Tag nach dem Super Bowl immerhin sechs Prozent der Amerikaner krank melden.

Eine weitere Folge des heißesten Sporttages im Jahr: Der Verkauf von säurebindenden Mitteln - so genannte Antazida - steigt um 20 Prozent.

Denn auch der Kampf gegen das Sodbrennen gehört zum alljährlichen Wahnsinn rund um den Super Bowl.

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