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Aaron Rodgers wurde 2005 von den Green Bay Packers gedraftet © getty

Der Spielmacher führt Green Bay gegen Pittsburgh zum ersten Titel seit 14 Jahren. "Big Ben" und Co. leisten sich zu viele Fehler.

Von Eric Böhm

München/Dallas - Nach einer 14-jährigen Durststrecke haben die Green Bay Packers zum vierten Mal den Super Bowl gewonnen.

Quarterback Aaron Rodgers führte sein Team mit einer herausragenden Leistung zu einem 31:25 (14:0, 7:10, 0:7, 10:8) gegen die Pittsburgh Steelers. (ab 16.30 Uhr im TV auf SPORT1)

Rodgers sorgte mit seinen Pässen für 304 Yards Raumgewinn, warf drei Touchdowns und wurde folgerichtig zum MVP gekrönt.

"Ich hatte nie das Gefühl, dass ich etwas bewiesen muss. Das ganze Team, Fans und die Verantwortlichen standen immer hinter mir. Sie haben an mich geglaubt. Ich bin stolz ein Packer zu sein", sagte "A-Rod" im Anschluss. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Favre nur noch ein Schatten

Der 27-Jährige befreite sich mit dem Sieg im größten aller Spiele endgültig aus dem Schatten seines legendären Vorgängers Brett Favre.

Der hatte im gleichen Alter die Packers 1997 zu ihrem bis dato letzten Super-Bowl-Triumph geführt. (DATENCENTER: Super Bowl XLV)

"Ihr könnt jetzt mit den Favre-Bemerkungen aufhören. Aaron hat heute beweisen, dass er einer der besten, wenn nicht sogar der beste Spielmacher der Liga ist", schwärmte der routinierte Donald Driver.

Doppelschlag der Packers

Der Receiver (Fußverletzung) musste ebenso wie Kapitän Charles Woodson (Schlüsselbein) frühzeitig verletzungsbedingt passen, doch Green Bay ließ sich von diesen Rückschlägen nicht aus der Ruhe bringen.

"Unser Kapitän muss raus, dann fällt auch noch unser bester Receiver aus. Aber wir haben die ganze Saison hindurch Rückschläge weggesteckt", meinte Greg Jennings.

Green Bay war von Beginn an hellwach und ging im ersten Viertel mit einem Doppelschlag 14:0 in Führung.

Jordy Nelson überraschte bei einem kurzen dritten Versuch die Deckung der Steelers und erfing einen Touchdown. Nur wenig später warf Pittsburghs Spielmacher Ben Roethlisberger unter Druck einen viel zu kurzen Pass direkt auf Packers-Safety Nick Collins, der den Ball bis in die Endzone zurücktrug.

Nelson springt in die Bresche

Kurz vor der Pause schien die Partie sogar vorzeitig entschieden als Jennings den ersten seiner beiden Touchdowns zum zwischenzeitlichen 21:3 markierte.

Rodgers hatte mit der besten Verteidigung der NFL überhaupt keine Schwierigkeiten und fand mühelos seine Anspielstationen.

Gerade Nelson sprang mit neun Catches und 140 Yards hervorragend für Driver in die Bresche und war nicht zu kontrollieren.

"Ich hatte einige Möglichkeiten, aber ich kam einfach immer wieder ein paar Schritte zu spät", gab sich Steelers-Saftey Troy Polamalu selbstkritisch.

"Big Ben" enttäuscht

Auch Roethlisberger (insgesamt 263 Yards) erwischte in seinem dritten Super Bowl eine miserable erste Hälfte und warf gleich zwei Interceptions.

"Ich habe die Stadt Pittsburgh, mein Team und die Coaches enttäuscht. Das ist kein schönes Gefühl", sagte "Big Ben."

Im dritten Viertel wachten die Steelers endlich auf und verkürzen mit einem Touchdown von Rashard Mendenhall auf 17:21.

Der Running Back verlor allerdings während des nächsten Drives den Ball an Green Bays Linebacker Clay Matthews und ermöglichte Jennings seinen zweiten Touchdown.

"Wir sind die Champions"

Nach einem Touchdown von Mike Williams gelang den Packers zwar im Gegenzug ein Field Goal zum 31:25, doch Pittsburgh hatte zwei Minuten vor Schluss die Chance das Spiel mit einem Touchdown doch noch zu gewinnen.

Cornerback Tramon Williams wehrte allerdings bei einem vierten Versuch Roethlisbergers Pass ab und bescherte seinem Team den langersehnten Triumph.

"Wir haben heute wie Champions gespielt und jetzt sind wir auch die Champions", sagte Matthews.

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