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Clevelands Mike Adams (Nr. 20) stoppt Buffalos Running Back Marshawn Lynch © getty

Die Buffalo Bills verlieren gegen Cleveland das vierte Spiel in Serie und geraten im Kampf um die Playoffs immer mehr in Not.

Von Martin Hoffmann

München - Triumph und Niedergang liegen in der NFL oft dicht beieinander. Die Buffalo Bills sind in der Hinsicht das beste negative Beispiel.

Mit einer Serie von vier Siegen in die Saison gestartet ist von dem anfänglichen Schwung mittlerweile nichts mehr übrig geblieben.

Ein 27:29 im Monday Night Game gegen die Cleveland Browns bedeutete die vierte Niederlage in Serie.

Buffalo ist mittlerweile bei einer 5:5-Bilanz, die Playoffs geraten mehr und mehr außer Reichweite.

Edwards mit Total-Blackout

Sinnbild für Buffalos Absturz ist Quarterback Trent Edwards, der seit Wochen neben sich steht.

Gegen Cleveland hatte er im ersten Viertel einen Blackout und leistete sich drei Interceptions bei seinen ersten sechs Passversuchen.

Bei denen blieb es zwar, trotzdem haderte Edwards hinterher heftig mit sich selbst: "Es ist frustrierend. Ich habe keine wirklich guten Antworten, ich bin einfach enttäuscht von mir und meiner Leistung."

Zur Pause noch verkürzt

Dabei hatte Edwards Glück, dass Cleveland im ersten Viertel nicht mehr aus seinen Patzern machte.

Mit einem 0:6-Rückstand durch zwei Field Goals von Phil Dawson kam Buffalo noch glimpflich davon.

Im zweiten Viertel erhöhte Josh Cribbs mit einem Zwei-Yard-Run auf 13:0, Buffalo verkürzte dann aber mit einem Touchdown-Pass von Edwards zu Marshawn Lynch und einem Field Goal von Rian Lindell zur Halbzeit auf 10:13.

McKelvin mit 98-Yards-Touchdown

Im dritten Viertel blieb der Abstand durch je ein weiteres Field Goal von Dawson und Lindell gewahrt, im Schlussdurchgang brachte Jerome Harrison Cleveland dann mit einem 72-Yard-Run wieder zehn Punkte nach vorn.

Postwendend aber trug Leodis McKelvin den Kickoff-Return für Buffalo aus 98 Yards in die Endzone.

Nach Dawsons viertem Field Goal schien es zweieinhalb Minuten vor Schluss, als würde Buffalo das Spiel noch umbiegen, als Edwards die Gastgeber mit einem Ein-Yard-Touchdown erstmals in Führung brachte.

Dawson wird zum Matchwinner

Doch 1:39 Minuten Minuten vor Schluss war es einmal mehr Dawson, der die Gewichte mit einem 56-Yard-Field-Goal wieder zu Gunsten seines Teams verschob.

Im Gegenzug hatte Lindell die Chance, das Blatt mit einem weiteren Field Goal nochmals zu wenden, er verfehlte jedoch aus 47 Yards sein Ziel.

Für Buffalo wird es im Kampf um die Playoff-Plätze nun richtig eng: Die Bills sind nun Letzter der AFC East, haben alle Spiele gegen ihre Divisionskonkurrenten verloren und im Kampf um die zwei Wildcards der AFC sind ihnen mittlerweile vier Teams voraus (Ergebnisse und Tabellen).

Cleveland wahrt die Minimalchance

Cleveland steht mit einer 4:6-Bilanz nicht besser da, hat nun aber zumindest die Minimalchance auf die Postseason am Leben erhalten.

Den ersten Sieg unter dem neuen Stamm-Quarterback Brady Quinn hatten die Browns dem treffsicheren Dawson und einer erheblichen Steigerung der Defensivleistung zu verdanken.

Hatte man bei der Heimpleite gegen Denver noch 564 Yards zugelassen, waren es diesmal lediglich 334.

"Wir hatten das satt"

Vor allem aber bewiesen die Browns diesmal Nervenstärke, als sie drauf und dran waren, zum dritten Mal in Folge eine Führung im Schlussviertel noch aus der Hand zu geben.

"Wir hatten das satt", bekannte Receiver Braylon Edwards hinterher: "Wir sind zusammengerückt, als wir es sollten und haben die Spielzüge gemacht, die nötig waren, um zu gewinnen."

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