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Chris Henry von den Bengals fing zwei Pässe über 14 Yards und 11 Yards © getty

Die Steelers-Abwehr macht im Donnerstagabendspiel des 12.Spieltags ihrem Spitznamen wieder alle Ehre. Den Bengals fehlt Ocho Cinco.

Von Rainer Nachtwey

München/Pittsburgh - Die Abwehr der Pittsburgh Steelers hat ihrem Spitznamen "Steel Curtain" (eiserner Vorhang) wieder einmal alle Ehre gemacht.

Beim Donnerstagabendspiel des 12. Spieltags gewann die Mannschaft aus Pennsylvania im heimischen Heinz Field mit 27:10 und die Defensivreihe hielt die Gäste bei mageren 208 Yards und sechs First Downs.

Die erneute Glanzleistung der Steelers-Verteidigung kam ausgerechnet am Ehrentag von Defensive Coordinator Dick LeBeau. Der Co-Trainer wurde für 50 Jahre in der NFL geehrt.

Seine Karriere begann der 71-Jährige als Spieler bei den Detroit Lions, ehe er 1973 die Trainer-Laufbahn einschlug.

"Das ist eine große Ehre für ihn", sagte Linebacker LaMarr Woodley. "Wir wollten das Spiel unbedingt für ihn gewinnen."

Erster Touchdown seit acht Vierteln

Dabei begann die Partie für die Bengals recht gut. Bereits in der zweiten Angriffsserie ging Cincinnati nach 12 Spielzügen mit 7:0 in Führung. Quarterback Ryan Fitzpatrick, der erneut für den am Ellbogen verletzten Carson Palmer in der Startaufstellung stand, bediente Glenn Holt über zehn Yards in der Endzone.

Doch anschließend gelangen den Bengals nur noch drei First Downs. Und die Angriffsmaschinerie der Steelers kam ins Rollen.

Zu Beginn des zweiten Viertels glich Pittsburgh nach einem Pass von Ben Roethlisberger auf Tight End Heath Miller zum 7:7 aus.

Es war der erste Touchdown der Steelers seit dem 10. Spieltag gegen die Indianapolis Colts, als Mewelde Moore im zweiten Viertel Pittsburgh mit 17:7 in Führung brachte. (Spielplan der Steelers)

"Es war recht angenehm, endlich wieder einmal mit einem Touchdown zu punkten", freute sich "Big Ben".

Baseball im Schnne

Kurz vor der Pause legten die Steelers mit einem Field Goal von Jeff Reed aus 37 Yards nach. Die Bengals mussten bis Mitte des letzten Spielabschnitts warten, bis sie sich wieder auf dem Scoreboard verewigen konnten. Kicker Shayne Graham, der letzte Woche noch das Sieg bringende Field Goal gegen Philadelphia vergeben hatte, verwandelte aus 26 Yards Entfernung. (Ergebnisse und Tabellen)

Da führten die Steelers nach einem weiteren Field Goal von Reed und einem Touchdown-Lauf von Gary Russell über zwei Yards bereits mit 20:7.

2:15 Minuten vor Ende der Partie setzte Roethlisberger mit einem Lauf in die Endzone über acht Yards den Schlusspunkt zum 27:10.

"Es waren keine einfachen Bedingungen", analysierte der Quarterback die Wetterverhältnisse. "Es hat geschneit und der Wind kam von der Seite. Deshalb hat es die Bälle seitlich verzogen", führte er aus und driftete dabei ins Baseball-Jargon ab. "Es waren richtige Slider."

Steelers auf Playoff-Kurs

Durch den Sieg festigten die Steelers die Spitzenposition in der AFC North. Mit acht Siegen bei drei Niederlagen führen sie die Division vor den Baltimore Ravens (6:4) an, die am Sonntagabend die Philadelphia Eagles empfangen.

Für die Bengals, die auf Wide Receiver Chad Ocho Cinco verzichteten, ist die Saison nach der neunten Niederlage bei nur einem Sieg und einem Unentschieden bereits abgehakt.

Houshmandzadeh vermisst Ocho Cinco

Ocho Cinco, der bis Saisonbeginn noch Johnson hieß, wurde von Coach Marvin Lewis aus dem Kader gestrichen, weil er die Teamregeln verletzt hatte.

Was Ocho Cinco genau verbrochen hatte, wollte Coach Lewis nicht preisgeben. Die Entscheidung, den Star-Receiver vorübergehend zu suspendieren, kam nicht bei allen Beteiligten gut an.

"Sie haben das getan, was sie für das Beste halten. Da interessiert es nicht, ob ich dafür oder dagegen bin?, sagte Receiver-Kollege T.J. Houshmandzadeh. "Lewis ist der Head Coach und Mike Brown gehört das Team und sie werden das tun, was sie wollen. Ich bin mir sicher, dass er eine große Hilfe gewesen wäre, aber wir haben zuvor auch mit Chad acht Spiele verloren." (Spielplan der Bengals)

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