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Tennessees Defensive End Jevon Kearse trägt die Bilanz seines Teams zur Schau © getty

Die Titans wehren vor dem Duell mit den Jets die Diskussion um eine Perfect Season ab, bei Dallas sorgt Terrell Owens für Unruhe.

Von Martin Hoffmann

München - Spätestens der dramatische Overtime-Sieg gegen die New England Patriots hat es bewiesen: Mit den New York Jets ist in diesem Jahr in den Playoffs zu rechnen.

Am heutigen Sonntag aber steht die Mannschaft um Quarterback-Ikone Brett Favre vor ihrem bisher größten Härtetest.

Sie müssen zu den Tennessee Titans, dem zurzeit besten Team der Liga, die ihre blitzsaubere Bilanz von 10:0 auf 11:0 aufbessern wollen.

Das Team aus Nashville kann mit einem Sieg den Playoff-Einzug frühzeitig perfekt machen (alle Spiele ab 19 Uhr LIVESCORES).

Unwohlsein beim Gedanken an die "Pats"

Bei einem Erfolg gegen die Jets hätten die Titans einen Wildcard-Spot in der Tasche - wobei das nebensächlich ist, denn dass Tennessee den Sieg in der AFC South noch verspielt glaubt kein Mensch.

Die Titans müssen sich nun langsam mit den Fragen nach einer Saison ohne Niederlage stellen, ein Thema bei dem ihnen merklich unwohl ist.

"Wir müssen dazu noch neun Spiele gewinnen. Wir haben grad mal die Hälfte geschafft und sind noch nicht mal in Sichtweite", bremst Titans-Guard Jake Scott die Euphorie ab.

Vielleicht wollen die Titans auch den Gedanken an das Schicksal der New England Patriots verdrängen. Die gewannen in der vergangenen Saison jedes Spiel - bis auf den Super Bowl.

Arizona Cardinals - New York Giants

Der ging bekanntlich an die New York Giants, die heute an den Ort ihres Triumphs zurückkehren.

Im University of Phoenix Stadium gastiert der Titelverteidiger bei den Arizona Cardinals.

Das Kuriose dabei: Obwohl Arizona mit einer 7:3-Bilanz um zwei Siege schwächer dasteht als der Gegner, können die Cardinals anders als New York den Playoff-Einzug schon perfekt machen.

Sie brauchen einen Sieg und eine Niederlage der San Francisco 49ers in Dallas, um den Triumph in der schwachen NFC West perfekt zu machen.

Leicht wird es nicht, zumal die Giants gerade beim Rushing einen Lauf haben: In den vergangenen drei Spielen haben sie jeweils mehr als 200 Yards beim Laufspiel zurückgelegt.

Dallas Cowboys - San Francisco 49ers

Für die Dallas Cowboys gab es zuletzt gute Nachrichten in Serie: Das Comeback von Quarterback Tony Romo, der wichtige Sieg gegen Washington und die Aufhebung der Suspendierung für Skandal-Cornerback Adam "Pacman" Jones.

Vor dem Duell gegen San Francisco sorgt aber ein anderes Enfant Terrible mal wieder für Unruhe.

Star-Receiver Terrell Owens, in dieser Saison bislang ungewohnt ruhig, hat in einem Interview geklagt, dass er nicht ausreichend in die Offensive seines Teams eingebunden wird.

"Das ist entmutigend und frustrierend", findet "T.O.", der der Ansicht ist: "Die Mannschaft kann den Titel nicht gewinnen, wenn ich nicht involviert bin."

Owens hat in den vergangenen vier Spielen nur einen Touchdown und nie mehr als 100 Yards geschafft. Die Schuld daran gibt er Offensivkoordinator Jason Garrett, dem sein System zu unflexibel ist.

Gegen die 49ers mit ihrer mageren 3:7-Bilanz gilt Dallas dennoch als klarer Favorit (Der Spieltag im Überblick).

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