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Keith Bulluck führte die Titans-Defensive gegen die Jets mit zehn Tackles an © getty

Die New York Jets beenden die Siegesserie der Tennessee Titans. Brett Favre stellt dabei wieder eine Bestmarke von Dan Marino ein.

Von Rainer Nachtwey

München/Tennessee - Brett Favre hat wieder einmal unter Beweis gestellt, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört.

Der Quarterback der New York Jets führte seine Offense am 12. Spieltag bei den Tennessee Titans zu 34 Punkten gegen die beste Abwehr der Liga und brachte den Gastgebern damit die erste Niederlage der Saison bei.

Mit 13:34 musste sich die bis dato einzig ungeschlagene Mannschaft den Gästen aus dem "Big Apple" beugen.

"Ich werde nicht sagen, dass wir jetzt das beste Team sind", blieb Favre zurückhaltend. "Alles was ich sage, ist, dass wir das beste Football-Team geschlagen haben. Darauf können wir stolz sein." (Spielplan der Titans)

Neuer Rekord für Favre

Für Favre, der 25 seiner 32 Pässe für 224 Yards an den Mann brachte, war der Triumph ein besonderer. Denn mit dem Erfolg im LP Field von Tennessee stellte er eine weitere NFL-Bestmarke ein. Der 39-Jährige egalisierte Dan Marinos Rekord von Siegen in 32 verschiedenen Stadien.

Aber nicht nur für ihren Quarterback, auch für die Jets war es etwas Außergewöhnliches. Erstmals seit vier Jahren konnte der New Yorker Klub fünf Spiele in Folge gewinnen. "Jetzt werden uns die Leute auf der Rechnung haben", sagte Linebacker Bryan Thomas.

Jets-Trainer Eric Mangini war mit seiner Mannschaft sehr zufrieden. "Es ist nicht leicht hier zu spielen. Es ist sehr laut, weil die Fans ihre Mannschaft wie verrückt anfeuern", sagte der 37 Jahre alte Coach über Tennessees Stadion, das zum 101. Mal in Serie ausverkauft war.

Abwehrreihen dominieren zu Beginn

Den Jets gelang es recht früh, den Geräuschpegel herunterzuschrauben. Bereits in der ersten eigenen Angriffsserie ging New York nach einem Pass von Favre auf Running Back Thomas Jones in Führung.

Anschließend dominierten die Abwehrreihen und es dauerte bis kurz vor der Hälfte, ehe sich die Angriffsformationen länger auf dem Spielfeld halten konnten. Jay Feely baute mit einem Field Goal aus 20 Yards die Führung auf 10:0 aus, Tennessees Kicker Rob Bironas verkürzte anschließend auf 3:10.

Washington mit der Entscheidung

Mit diesem Spiestand ging es in die Kabine. In der zweiten Halbzeit gelang es den Jets die Titans-Offense aus dem Spiel zu nehmen und ihren eigenen Angriff auf dem Spielfeld zu halten. Ein weiteres Field Goal von Feely und Touchdown-Pass von Favre auf Leveranues Coles brachten New York deutlich mit 20:3 in Führung.

Bironas' zweites Field Goal weckte noch ein Mal Hoffnung bei den Titans-Fans, aber Leon Washingtons anschließender Lauf über 61 Yards in die Endzone beendete den Traum von der Perfect Season. (Ergebnisse und Tabelle)

Von der Seitenlinie zugesehen

Kerry Collins einziger Touchdown-Pass des Abends auf Ahmad Hall kam viel zu spät. Vor allem, weil der sonst so hoch gelobten Titans-Defense gegen den Angriff um Favre kein Mittel einfiel, sie vom Spielfeld zu bekommen.

"Für mich hat es sich angefühlt, als hätte ich die ganze Zeit nur Brett Favre von der Seitenlinie zugesehen", sagte Fullback Hall. "Unsere Abwehr stand die ganze Zeit auf dem Platz und wir konnten sie kaum entlasten."

Nicht nur nach Halls Gefühl war dem so, auch die Zahlen belegten dies. Mehr 40 Minuten stand Tennessees Verteidigung auf dem Spielfeld.

Lösbare Aufgabe wartet

Allzu enttäuscht sind die Titans nach der ersten Niederlage der Saison dann doch nicht.

"Es war eine tolle Serie, aber jetzt ist sie vorbei", sagte Coach Jeff Fisher. "Jetzt können wir wieder eine neue starten, mit einem Sieg im nächsten Spiel."

Eine leichtere Aufgabe könnten die Titans dafür nicht finden. Am Donnerstagabend (ab 19 Uhr LIVESCORES) treten sie dann zum Thanksgiving Football im Ford Field von Detroit an. Die Lions warten auch nach dem zwölften Spieltag weiter auf den ersten Erfolg.

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