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Michael Vick wurde 2007 wegen der Verwicklung in Hundekämpfe verurteilt © getty

Im zweiten Verfahren um seine Hundekampf-Affäre wird Ex-Football-Star Michael Vick nur zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Von Kristof Reitemeyer

München - Trotz seiner zweiten Verurteilung ist für Ex-Football-Star Michael Vick ein mögliches Comeback in die NFL in greifbare Nähe gerückt.

Nachdem er sich im zweiten Verfahren um seine Hundekampf-Affäre schuldig bekannt hatte, wurde er zu drei Jahren auf Bewährung verurteilt.

Dadurch kann der ehemals bestbezahlte Footballspieler nun für seine Rückkehr in die NFL planen.

Bereits 2007 wurde Michael Vick nach einer Hausdurchsuchung der Verwicklung in Hundekämpfen überführt. Der ehemalige Top-Spieler der Atlanta Falcons gestand vor Gericht, die illegalen Kämpfe finanziert und durchgeführt zu haben.

Nie wieder im Trikot der Falcons

Das Bezirksgericht von Richmond im US-Bundesstaat Virginia verurteilte ihn daraufhin zu einer zweijährigen Haftstrafe. Seit Dezember 2007 verbucht er diese in Leavenworth, Kansas.(Das Hundeleben des Michael Vick)

Seinem Geständnis folgte auch die sofortige Suspendierung aus der NFL. Allerdings hat der Quarterback nicht nur gegen den Verhaltenscodex der Liga, sondern vor allem gegen seinen laufenden Vertrag bei Atlanta verstoßen.

Der Besitzer der Falcons Arthur Blank stellte bereits klar, dass Vick nie wieder im Trikot der Mannschaft auflaufen würde. Zudem kündigten die Verantwortlichen Ansprüche auf Schadensersatz an.

Comeback im Sommer?

Trotzdem ist durch die zweite Verurteilung Vicks Comeback in den Profi-Sport wieder etwas näher gerückt. Unter Umständen könnte er bereits zur nächsten Saison wieder auflaufen.

Obwohl ihm als Höchststrafe bis zu zehn Jahre Haft drohten, muss er nicht länger im Gefängnis verweilen.

Bereits im Sommer 2009 könnte er wieder Football spielen, sollte er wegen guter Führung im Juli vorzeitig entlassen werden.

Zukunft weiter fraglich

Vor seiner Verurteilung stieg Michael Vick zu einem der besten Quaterbacks in der NFL auf. Mit den Atlanta Falcons schloss er 2004 einen Vertrag über 130 Millionen Dollar ab, was ihn nebenbei auch zum bestbezahlten Spieler der Liga machte.

Ob der dreimalige Pro-Bowler allerdings in Zukunft einen neuen Arbeitgeber finden wird, bleibt weiterhin fraglich.(Alles zur NFL)

Über ein mögliches neues Team stellte auch Carl Peterson, Besitzer der Kansas City Chiefs Überlegungen an: "Ich hoffe der Klub hat sich dann darauf eingestellt, den Hundeliebhabern gegenüber zu treten. Michael hat seine Strafe zwar verbüßt, aber es würde trotzdem eine Menge Probleme geben."

Familie hat Priorität

Auch wenn Michael Vick bereits 2009 auf freiem Fuß stehen könnte, ist noch nicht geklärt ob die Suspendierung seitens der NFL aufgehoben wird.

Experten rechnen damit, dass er bis mindestens 2010 gesperrt bleibt.

Zwar spekuliert die Sportwelt bereits über Vicks sportliche Zukunft, allerdings steht diese für den Familienvater erst einmal hinten an.

"Wir haben noch keine Anstrengungen hinsichtlich Michaels Rückkehr in die NFL unternommen. Wir konzentrieren uns nur darauf, ihn wieder mit seiner Familie zusammen zu bringen", berichtet sein Anwalt Billy Martin.

"Möchte mich entschuldigen"

Die relativ milde Strafe dürfte der Ex-Shootingstar seiner Einsicht und dem darauf folgenden Geständnis verdanken.

"Ich möchte mich beim Gericht, meiner Familie und all den Kids, die mich als Vorbild gesehen haben, entschuldigen", bat Vick bei der Verhandlung um Vergebung.

Seine Einsicht könnte ihm auch den Weg zurück in den Sport erleichtern.

Bedingungen von Tierschützern

Auf die Frage, wie Tierschützer auf sein Comeback in der NFL reagieren würden, sagte Dan Shannon, stellvertretender Direktor der Tierschutzgruppe PETA:

"Michael Vick muss sich gegen Hundekämpfe aussprechen. Er hat daran teilgenommen und einsehen müssen, dass es sein Leben, Ruhm und Respekt ruiniert hat." (Alle US-Sport-News)

Shannon erklärte weiter: "Wenn er das tut, ist das der einzige Weg, dass er jemals wieder zu einer geschätzten Persönlichkeit wird."

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