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Carnell "Cadillac" Williams (M.) bestritt gegen die Saints erst sein zweites Saisonspiel © getty

Tampa und Carolina feiern am 13. Spieltag den neunten Sieg und liegen in der NFC South gleichauf an der Spitze. Dahinter lauert Atlanta.

Von Rainer Nachtwey

München - Die Chancen der New Orleans Saints auf einen Playoff-Platz sind gen Null gesunken.

Die Mannschaft aus dem "Big Easy" unterlag bei den Tampa Bay Buccaneers mit 20:23 und kassierte damit die sechste Saisonniederlage. (Spielplan Saints)

Mit einer Bilanz von 6:6 liegt der NFC-South-Champion von 2006 nach dem 13. Spieltag drei Siege hinter den Bucs, die die Tabelle nach dem neunten Saisonsieg gemeinsam mit den Carolina Panthers anführen.

Tampa Bay Buccaneers - New Orleans Saints

Quarterback Drew Brees spielte zuletzt trotz der schwachen Bilanz eine überragende Saison. Ausgerechnet im Divisionsduell bei den Tampa Bay Buccaneers erlebte der Quarterback in der entscheidenden Phase einen Einbruch.

Innerhalb der letzten zweieinhalb Minuten fing die Bucaneers-Verteidigung zwei Pässe des 29-Jährigen ab. Nach der ersten Interception ging Tampa mit 23:20 in Führung, die zweite bedeutete die Entscheidung. Denn anschließend ließen die "Freibeuter" die Uhr nur noch herunterlaufen.

"Wir haben auf unsere Chancen gewartet und wir haben sie bekommen", sagte Bucs-Cornerback Ronde Barber. "Wir haben eine der besten Secondarys der Liga. Ich denke diese Partie hat dies wieder bewiesen", sagte der Bruder des ehemaligen Giants-Running-Back Tiki Barber.

Tampas Verteidigung hielt den Quarterback bei unter 300 Yards Raumgewinn und brachte nur knapp über die Hälfte seiner Pässe an den Mann.

"Wir hatten die Möglichkeiten, haben aber nicht zugepackt", sagte Brees. "Wir müssen ihnen Respekt zollen, sie haben sich in der Verteidigung sehr gut auf uns eingestellt. Es schmerzt sehr, weil wir die Chancen hatten, das Spiel zu gewinnen."

Carolina Panthers - Green Bay Packers

Den Buccaneers auf den Fersen bleiben die Carolina Panthers. Die Mannschaft aus Charlotte setzte sich im Lambeau Field von Green Bay gegen die Packers mit 35:31 durch. (Ergebnisse und Tabellen)

Mit DeAngelo Williams hatten die Panthers den überragenden Spieler in ihren Reihen. Der Running Back erzielte vier Touchdowns, darunter den entscheidenden 90 Sekunden vor Schluss.

"DeAngelo hat sehr gut gespielt. Er war zur Stelle, als es auf ihn ankam. Vor allem, als Jonathan Stewart ausgefallen ist, hat er dessen Last auch noch getragen", sagte Trainer John Fox.

"Der Sieg bedeutet, dass wir jetzt eine Bilanz von 9:3 aufweisen. Wir werden uns deshalb keine T-Shirts drucken lassen", scherzte Wide Receiver Steve Smith, der auf 105 Yards bei vier Anspielen kam. "Viel wichtiger wird das kommende Spiel. Darauf müssen wir uns konzentrieren."

Denn am kommenden Spieltag wartet beim Monday Night Game das große Duell um Platz eins zwischen den Panthers und den bilanzgleichen Tampa Bay Buccaneers. (Spielplan Carolina)

San Diego Chargers - Atlanta Falcons

Aber auch die Atlanta Falcons sind weiter im Rennen um den Divisionssieg. Die Überraschungsmannschaft der Saison gewann bei den San Diego Chargers mit 22:16.

Rookie-Quarterback Matt Ryan warf zwei Touchdown-Pässe auf Justin Peelle und Harry Douglas. Zudem erlief Running Back Michael Turner in 31 Versuchen 120 Yards.

Mit nun acht Siegen bei vier Niederlagen wahren die Falcons die Chance auf ihre erste Playoff-Teilnahme in der Nach-Michael-Vick-Ära und der ersten seit der Saison 2004.

NFC North

Im Norden der National Football Conference geht es ähnlich eng zu. Die Minnesota Vikings und die Chicago Bears streiten sich dabei um die Tabellenführung.

Im direkten Duell eroberten die Vikings den Spitzenrang von den Bears. Mit 34:14 bezwangen die Gastgeber den Divisionsrivalen im heimischen Hubert H. Humphries Dome. Running Back Adrian Peterson war dabei der gefeierte Star. Der letztjährige "Rookie of the Year" erlief 131 Yards und einen Touchdown. Zudem hielt die Defense der Vikings Chicagos Angriff in Schach.

Eher geringere Chancen auf Platz eins hat der letztjährige Divisionssieger Green Bay nach der Niederlage gegen Carolina.

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