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Steve Slaton wurde im April in der zweiten Runde von den Houston Texans gedraftet © getty

Jacksonville hat nach der Pleite im Monday Night Game nur noch rechnerische Chancen auf die Playoffs. Die Texans feiern ihre Abwehr.

Von Rainer Nachtwey

München/Houston - Die Jacksonville Jaguars waren mit dem Ziel Divisionssieg in die Spielzeit gestartet. Vier Spieltage vor Ende der Saison findet sich die Mannschaft von Trainer Jack Del Rio am letzten Platz der AFC South wieder.

Im Monday Night Game des 13. Spieltags unterlag der Klub aus Florida dem Divisionskontrahenten Houston Texans deutlich mit 17:30. Die Texaner, die ihr erstes MNG seit ihrem siebenjährigem Bestehen absolvierten, setzten sich mit einer Bilanz von 5:7 vor die Jaguars. (Ergebnisse und Tabellen)

Das Team aus Florida ziert mit nur vier Siegen aus zwölf Spielen das Tabellenende und das angestrebte Ziel Playoffs ist nur noch rechnerisch möglich.

"Einfach unvorstellbar"

"Das ist einfach unvorstellbar. Wir hätten das vor der Saison niemals für möglich gehalten, dass wir so weit abstürzen", zeigte sich Running Back Fred Taylor enttäuscht.

Der 30-Jährige erzielte Jacksonvilles ersten Touchdown der Partie, 2:11 Minuten vor Schluss, als die Jaguars bereits aussichtslos mit 3:23 im Hintertreffen lagen.

Den anschließenden Onsidekick eroberten die Texans und Rookie Steve Slaton trug im nächsten Spielzug den Ball über 40 Yards zum 30:10 in die Endzone der Jaguars. David Garrards Touchdown-Pass auf Reggie Williams zum 17:30 45 Sekunden vor Schluss war nur noch Ergebniskosmetik.

Dämlicher Eindruck von festzementiertem Bein

Besonders der Quarterback, in der vergangenen Saison noch der Shooting-Star und daraufhin mit einem 60-Millionen-Dollar-Vertrag ausgestattet, hat in dieser Spielzeit enttäuscht. Gegen die Texans kam nun auch noch Pech dazu. (Jacksonvilles Spielplan)

Zweimal stiegen ihm einer seiner "Bodyguards" der Offensive Line auf den Fuß und er ging dadurch ohne gegnerisches Einwirken zu Boden.

"Ich weiß, dass mein Center alles dafür tut, um mich zu schützen, aber als er mir auf den Fuß gestiegen ist, konnte ich nichts machen", sagte der 30 Jahre alte Spielmacher. "Das Einzige, was hängen bleibt, ist der dämliche Eindruck von mir, wie ich am Boden liege als wäre mein Bein dort festzementiert."

Drei Sacks durch Williams

Dreimal ging Garrard allerdings aufgrund des Gegners zu Boden, dreimal hieß der Übeltäter Mario Williams.

Der Nummer-Eins-Pick von 2006 feierte gegen die Jaguars das zweite Drei-Sack-Spiel seiner Karriere. "Es war die perfekte Bühne für einen großen Auftritt", sagte der Defensive End. "Jeder hat uns das nicht zugetraut. Wir haben bewiesen, dass wir es können." (Houstons Spielplan)

Coach Gary Kubiak lobte nicht nur seinen Führungsspieler in höchsten Tönen: "Die gesamte Abwehr hat überragend gespielt."

Slaton mit großem Auftritt

Neben der Abwehr überzeugte auch Rookie Slaton. Der Running Back erzielte zwei Touchdowns, musste aber erst auf seinen Trainer einreden, ehe er die Möglichkeit erhielt.

"Ich habe ihm gesagt, dass er auf mich zählen kann und dass wir es vermehrt über das Laufspiel versuchen sollten", erzählte Slaton von seinem Gespräch mit Kubiak in der Halbzeitpause.

"Für ihn gibt es keine zu große Bühne", sagte Kubiak, der Slaton erst an das Scheinwerferlicht eines Monday Night Games gewöhnen wollte. "Wie er mit Lauf zu Lauf besser geworden ist, war schon sehr beeindruckend."

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