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LaDainian Tomlinson stellte 2006 mit 31 Touchdowns einen NFL-Rekord auf © getty

Die San Diego Chargers wahren mit einem lockeren Sieg über die überforderten Oakland Raiders ihre Chancen auf die Playoff.

Von Rainer Nachtwey

München/San Diego - Die San Diego Chargers haben das gemacht, was sie tun mussten: Gewinnen.

Mit 34:7 setzte sich die Truppe von Coach Norv Turner gegen die Oakland Raiders durch und wahrte damit ihre Chancen auf die fünfte Playoff-Teilnahme in Folge.

Mit einer Bilanz von fünf Erfolgen aus 13 Spielen liegen die "Bolts" zwei Siege hinter den Denver Broncos, die sie am letzten Spieltag zum direkten Duell im Qualcomm Stadium empfangen, allerdings weisen sie auch drei Niederlagen mehr auf als ihr Divisionskonkurrent (Spielplan Chargers).

"Das war ganz wichtig für uns", sagte Running Back LaDainian Tomlinson, der mit 91 Yards Raumgewinn und einem Lauf in die Endzone nach zuletzt enttäuschenden Leistungen überzeugte. "Aber wir dürfen nicht zu viel in diesen einen Sieg hineininterpretieren", führte der MVP von 2006 weiter aus.

Rivers und Jackson überzeugen

Neben "LT" zeigte auch Quarterback Philip Rivers eine ansprechende Leistung: 214 Yards Raumgewinn und drei Touchdown-Pässe waren seine Ausbeute. Allerdings brachte Rivers nur zehn seiner 22 Pässe an den Mann.

Hauptabnehmer seiner Anspiele war Vincent Jackson, der fünf Pässe für 148 Yards Raumgewinn fing, davon einen in der Endzone.

"Nach der enttäuschenden Leistung beim letzten Spiel wollten wir beweisen, dass das nicht wir waren", sagte Tomlinson nach der Schmach gegen Atlanta (Spielbericht). "Der kurze Abstand zwischen den beiden Spielen war sehr angenehm, dadurch konnten wir die Niederlage schnell bereinigen."

"LT" eröffnet Touchdown-Jagd

Und so legten die Chargers auch los. Bereits in der ersten Angriffsserie brachte Kicker Nate Kaeding San Diego mit einem Field Goal aus 20 Yards mit 3:0 in Führung.

Nach dem Fumble von Raiders-Quarterback JaMarcus Russell erhöhte "LT" mit seinem siebten Touchdown-Lauf der Saison noch im ersten Viertel auf 10:0.

In den zweiten 15 Minuten folgte eine wahre Punkteflut. Erst bediente Rivers Darren Sproles über acht Yards, keine vier Minuten später passte er über 40 Yards auf Jackson, der die restlichen 25 Yards zum Touchdown lief.

Lockeres Ausklingen in Hälfte zwei

Doch damit war die Punktejagd der Chargers im zweiten Viertel noch lange nicht beendet. Kaedings zweites Field Goal bedeutete 23 Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit eine 27:0-Führung.

Im Anschluss an Kaedings Punkte verkürzte Justin Miller durch einen 92-Yard-Kickoff-Return auf 7:27, es sollten aber die einzigen Punkte der Raiders bleiben, bei denen Andrew Walter den angeschlagenen Russell nach drei Turnovers in der zweiten Hälfte auf der Spielmacher-Position ersetzte.

Mit der souveränen Führung im Rücken ließen die Chargers die zweiten 30 Minuten ruhig ausklingen. Sproles sorgte mit einem Lauf über 23 Yards nach kurzem Pass von Rivers für den Endstand.

Raiders enttäuschen weiterhin

Für die Chargers war es der elfte Sieg in Serie über die Raiders, die zuletzt am 28. September 2003 mit 31:34 nach Verlängerung in Oakland verloren. Damals führte noch Drew Brees auf der Quarterback-Position Regie.

"Ich denke, es gibt immer Mannschaften, die einem besonders liegen, egal was sich dort alles verändert", sagte Tomlinson zur Dominanz über die Raiders.

Für Oakland war es im 13. Saisonspiel die zehnte Niederlage. Der Trainerwechsel von Lane Kiffin zu Tom Cable nach dem vierten Spieltag hat sich nicht ausgezahlt. Unter Cable war es die siebte Niederlage im neunten Spiel (Spielplan Raiders).

Mit insgesamt drei Siegen liegen sie abgeschlagen auf dem dritten Platz der AFC West (Ergebnisse und Tabellen).

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