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O.J. Simpson wurde in allen zwölf Punkten der Anklage schuldig gesprochen © getty

Bis zum Ende hat der frühere US-Footballstar seine Unschuld beteuert, doch nun muss O.J. Simpson muss hinter Gitter.

Las Vegas - Der frühere US-Footballstar O.J. Simpson ist zu einer Gefängnisstrafe von bis zu 33 Jahren verurteilt worden.

Der Ex-Schauspieler wurde in Las Vegas wegen Geiselnahme zu 15 Jahren, wegen Tragens einer tödlichen Waffe zu sechs und für den Anschlag auf ein Hotelzimmer für weitere zwölf Jahre verurteilt.

Das Gericht sprach dabei nicht die mögliche lebenslange Haftstrafe gegen den 61-Jährigen aus.

Simpson kann nach neun Jahren Haftentlassung beantragen.

Alter Fall hat keinen Einfluss

Bereits am 3. Oktober war Simpson, dessen umstrittener Freispruch im Prozess um den dubiosen Tod seiner Ex-Frau Nicole und deren Liebhaber vor 13 Jahren für Aufsehen gesorgt hatte, in allen zwölf Punkten der Anklage schuldig gesprochen und in Haft genommen worden.

Die Richterin Jackie Glass wies darauf hin, dass das Urteil nicht durch den alten Fall beeinflusst worden sei.

Simpson, der nach dem Jury-Votum mit einem Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens keinen Erfolg hatte, war im Vorjahr mit mehreren Komplizen in das Hotelzimmer zweier Fanartikel-Sammler eingedrungen.

"Ich wollte auch nichts stehlen"

Anschließend hatten der einstige Sportstar und seine Helfer unter Androhung von Waffengewalt die Herausgabe mehrerer Erinnerungsstücke erzwungen.

Der Mitangeklagte Clarence Stewart wurde zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt.

Simpson hatte bei den Ermittlern und vor Gericht vergeblich betont, dass die Gegenstände sein Eigentum seien und von den Überfallenen gestohlen wurden. "Ich wollte niemanden verletzen, ich wollte auch nichts stehlen", beteute Simpson Minuten nach dem Urteilsspruch erneut.

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