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Kurt Warner war bei seinem Super-Bowl-Sieg der MVP des Spiels © getty

Ausgerechnet gegen sein Ex-Team zeigt Quarterback Kurt Warner eine ausgezeichnete Leistung und führt die Cardinals in die Playoffs.

Von Jessica Pulter

München - Was lange währt, wird endlich gut: Nach 33 Jahren haben die Arizona Cardinals erstmals wieder einen Divisionstitel gewonnen.

Mit einem deutlichen 34:10 gewannen die Cardinals gegen die St. Louis Rams, sicherten sich die Spitzenposition in der NFC West und damit das Ticket für die Playoffs.

Neben einem starken Quarterback Kurt Warner glänzte vor allem die Defensive der Gastgeber.

Warner mit 279 Yards

Fast acht Jahre ist es her, dass Warner mit den Rams den Superbowl gewann, doch für Wehmut blieb keine Zeit.

Mit 279 geworfenen Yards trug der Quarterback maßgeblich zum achten Saisonsieg bei.

Auch wenn es bereits das dritte Spiel in Folge war, in dem Warner nur einen Touchdown-Pass gab.

Frühe Führung

Doch das war gegen die Rams auch gar nicht nötig. Arizona ging bereits im ersten Viertel durch die Touchdowns von Running Back Tim Hightower und Wide Receiver Larry Fitzgerald mit 14:0 in Führung.

Fortan liefen die Rams einem Rückstand hinterher.

20:7 zur Halbzeit

So fanden die Cardinals auch gleich eine Antwort auf den einzigen Touchdown der Gäste im zweiten Viertel.

Kicker Neil Rackers sorgte für die komfortable 20:7-Führung zur Halbzeit.

Ein 99-Yard-Interception-Touchdown

Nach der Pause brachte dann die Defensive den Sieg nach Hause. Sie sorgte nicht nur dafür, dass den Rams nur noch ein Field Goal durch Kicker Josh Brown gelang.

Gleich zwei Mal gelang es der Cardinals-Verteidigung zu punkten.

Erst nahm Darnell Dockett einen Fumble auf und trug ihn in die gegnerische Endzone, dann gelang Dominique Rodgers-Cromartie eine Interception, die er über 99 Yards zum Touchdown mitnahm.

"Von so einer Dusche träumt jeder"

Auch wenn die Cardinals 33 Jahre auf einen weiteren Divisions-Titel warten mussten, wie man ihn zu feiern hatte, war dem Team durchaus bekannt.

Coach Ken Whisenhunt musste den Erfolg mit einer kalten Limonaden-Dusche bezahlen.

"Ich hatte mich schon auf dieses Bad gefreut, auch wenn es sehr kalt und nass war", scherzte Whisenhunt. "Doch von so einer Dusche träumt doch jeder Trainer."

Warner ein MVP-Kandidat

Extra-Lob gab es von Rams-Coach Jim Haslett für Routinier Warner: "Wenn er nicht der MVP der Liga ist, dann gehört er aber mindestens zu den Top Drei."

Für Warner schloss sich am Sonntagabend ein Kreis, auch wenn er gegen sein Ex-Team keinen Zorn hegt.

"Mein Gott hat einen tollen Humor", meinte der 37-Jährige. "Vielleicht war dieses entscheidende Spiel ein Teil davon."

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