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Jerry Jones (r.) ist der Besitzer der Dallas Cowboys © getty

Nach zähen Verhandlungen beschließen Besitzer und Spieler einen Tarifvertrag. Die Chefs kassieren mehr, die Neulinge weniger.

Von Dustin Werk

München - Aufatmen und Erleichterung bei den Football-Fans.

Die seit vier Monaten andauernden Verhandlungen um einen neuen Vertrag zwischen den Spielergewerkschaft und den Klubs sind beendet.

Spielervertreter aller 32 Teams der NFL haben am Montag einem neuen Tarifvertrag mit den Klubbesitzern zugestimmt und damit das drohende Saison-Aus abgewendet.

Bereits letzte Woche stimmten die Klub-Besitzer mit 31:0 für den neuen Vertrag ab. Einzig Al Davis von den Oakland Raiders enthielt sich.

Regelung zu Gunsten der Besitzer

Zehn Jahre wird die neue Vereinbarung gelten.

Die neue Regelung und Aufteilung der rund neun Milliarden Dollar aus TV-Geldern ändert sich zu Gunsten der Klub-Besitzer.

53 Prozent gehen an die Chefs, 47 Prozent an die Athleten. Unter dem alten Vertrag teilten sich die Besitzer und die Spieler die Einnahmen aus den Fernsehverträgen 50:50. Dies war auch der Hauptverhandlungspunkt.

Die Besitzer monierten, dass Football für sie nur noch ein Verlustgeschäft sei.

Zudem wurde die Gehaltsobergrenze für die Teams für die nächsten drei Jahre auf 120 Millionen Dollar beziffert.

Kürzung der Rookie-Gehälter

Vor allem die horrenden Gehälter der Liga-Neulinge werden mit dem neuen Deal eingekürzt.

Ohne überhaupt nur ein NFL-Spiel absolviert zu haben, kassierten die Top-Rookies Gehälter von bis zu 78 Millionen Dollar über sechs Jahre.

Nach den neuen Regelungen dürfen Verträge maximal über 34 Millionen Dollar und fünf Jahre abgeschlossen werden.

Trainingsgelände öffnen wieder

Bereits am Dienstag werden bei den meisten Teams die Trainingseinrichtungen wieder geöffnet.

Die Spieler dürfen wieder das Klub-Gelände betreten, sich von den Ärzten untersuchen und sich das Playbook für die neue Saison geben lassen.

Nur die New York Giants, New York Jets und die Baltimore Ravens hätten dadurch einen um ein paar Tage verspäteten Trainingsauftakt.

Chaos Offseason

Das größte Chaos aus dem Lockout resultiert zweifelsfrei aus der ausgefallenen Offseason.

Bisher durften die Klubs keine Vertragsverhandlungen mit ihren eigenen Spielern, Free Agents oder den gedrafteten Rookies führen.

Ein Verstoß gegen diese Auflage hätte Millionenstrafen nach sich gezogen.

Mit dem Ende des Lockouts, dürfte die Transferliste wohl kommenden Samstag öffnen.

Nur ein Spiel fällt aus

Einzig das Pre-Season-Spiel zwischen den St. Louis Rams und Chicago Bears am 8. August fällt dem Lockout zum Opfer.

Somit wird drei Tage später die Pre-Season mit der Partie der San Diego Chargers gegen die Seattle Seahawks beginnen.

Die Reguläre Saison ist nicht betroffen. Die wird traditionell vom Super-Bowl-Champion eröffnet.

Mit dem Spiel von Titelverteidiger Green Bay gegen New Orleans wird am 8. September die neue Saison beginnen und die vier Monate der leidigen Qualen der Fans endlich ein Ende haben.

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