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Tony Romo (l.) und Jason Witten (r.) spielen seit 2003 für die Dallas Cowboys © getty

Vor dem Spiel gegen New York sorgen Störfeuer im Teams der Cowboys für eine unruhige Vorbereitung. Dabei geht es um die Playoffs.

Von Maximilian von Harsdorf

München - Es brodelt in Dallas.

Ausgerechnet vor dem richtungsweisenden Spiel gegen den aktuelle Super-Bowl-Sieger aus New York gibt es viel Aufruhr bei den Cowboys.

Dallas muss noch um den Einzug in die Postseason kämpfen (DATENCENTER: Ergebnisse NFL ), doch nun dringen Informationen über Reibereien innerhalb der Mannschaft nach außen

Besonders in der Offensivreihe der Texaner scheint es Probleme zu geben.

Zoff in der Offensive

So gab es bereits Anfang der Woche verschiedene Treffen der Wide Receiver Terrell Owens, Roy Williams und Patrick Crayton mit dem Offensiv-Koordinator Jason Garrett.

Dabei ging es jedoch nicht nur um Taktik. Vielmehr beschwerte sich das Trio über ein Spieler-Duo aus den eigenen Reihen: Tony Romo und Jason Witten.

Der Vorwurf der drei: Quarterback Romo adressiere seine Pässe in Training und Spiel mit Vorliebe an Tight End Witten, während er die anderen Teamkollegen meist übergehe.

In der Tat hat Witten in dieser Saison die meisten Pässe, nämlich 64, gefangen (DATENCENTER: Die Ergebnisse der Cowboys ). Zu der bitteren 13:20-Niederlage der Cowboys gegen Pittsburgh trug auch ein abgefangener Ball von Romo auf Witten bei.

Angriff auf den Trainer

Noch dazu sorgte Cornerback Terence Newman in einer ESPN-Show für Aufsehen.

"Wenn Trainer Fehler machen, wird überhaupt nicht darüber gesprochen", erklärte der 30-Jährige.

"Sie versuchen einfach die Fehler zu verschleiern und die Schuld auf jemand anders zu schieben anstatt sie einfach einzugestehen."

Harter Tobak und ein offener Affront gegenüber Headcoach Wade Phillips.

Philipps will Ruhe

Der Trainer scheint die Brisanz der Situation erkannt zu haben. Vor dem vergangenen Training berief er eine halbstündige Teamsitzung ein.

Und die scheint Wirkung gezeigt zu haben. Zumindest nach außen zeigte sich der Verein danach einträchtig.

"Ich denke was mich betrifft wurde soweit alles geklärt und das was die Spieler angeht auch", so Philipps nach der Besprechung.

Auch "Romo-Mitankläger" Owens kam in der Sitzung zu Wort, danach fand auch er versöhnliche Worte in Richtung Mitspieler.

Er hatte nun auf einmal einen anderen Sündenbock ausgemacht: "Die Medien versuchen unsere Mannschaft auseinander zu dividieren, aber das wird ihnen nicht gelingen. Wir werden zusammenstehen."

Brüchiger Friede?

Abzuwarten bleibt, ob der Friede auch im Falle eines sportlichen Misserfolgs anhält. Die drei ausstehenden Partien gegen die bereits für die Postseason qualifizierten New Yorker, Baltimore und Philadelphia sind alles andere als einfach.

Bei einer Bilanz von momentan acht Siegen und fünf Niederlagen kann sich Dallas keine weiteren Pleiten leisten, wenn man die Hoffnungen auf die Playoffs am Leben halten will.

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