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Santonio Holmes (r.) fing nur drei Pässe für 21 Yards © getty

Erst in der Schlussminute drehen die Steelers das Spiel und ziehen in die Playoffs ein. Die Ravens hoffen auf eine Wildcard.

Von Jessica Pulter

München - Nur noch 3:36 Minuten standen auf der Anzeigentafel. Die Pittsburgh Steelers lagen 6:9 zurück.

Ein Field Goal hätte den Gästen bei den Baltimore Ravens gereicht, um die Verlängerung zu erzwingen, doch der Super-Bowl-Champion von 2005 wollte mehr.

Im Eiltempo brachte Quarterback Ben Roethlisberger den Football von der eigenen 8-Yard-Linie bis kurz vor die Endzone der Ravens, um dann mit einem 4-Yard-Pass auf Wide Receiver Santonio Holmes den einzigen Touchdown der Partie zu werfen.

Die Steelers gewannen mit 13:9 und sicherten sich damit den Titel in der AFC North.

Nur drei Fänge für Homes

"Wir machen die wichtigen Spielzüge halt dann, wenn es zählt", scherzte Matchwinner Holmes, der nur drei Mal den Ball fing.

"Wie die ersten drei Viertel gelaufen sind, interessiert später keinen mehr. Wichtig ist, wie man alle vier Viertel absolviert hat."

Dabei lief es für die Steelers auch vor dem Schlussabschnitt nicht schlecht.

Unterschiedliche Taktiken

Das Spiel hielt, was es versprach, denn in Baltimore trafen die beiden besten Abwehrreihen der NFL aufeinander.

Während die Gastgeber versuchten, die Steelers mit einer No-Huddle-Offense bereits im ersten Viertel zu irritieren, wechselte Pittsburgh regelmäßig zwischen Pass- und Laufspiel.

Doch keine der beiden Taktiken hatte Erfolg.(DATENCENTER: Ergebnisse NFL)

Nur ein Touchdown

Dafür zeichneten sich beide Abwehrreihen aus, die bis zur letzten Spielminute nur Field Goals zuließen.

Doch dann kam der Auftritt von Roethlisberger, der 7 von 11 Würfen im letzten Angriffsversuch an den Mann brachte und schließlich den Touchdown warf.

"Das ganze Spiel über haben sie keine vernünftige Angriffsserie gezeigt", gab Linebacker Ray Lewis zu verstehen. "Doch genau in diesem Drive haben sie es getan."

Blaue Flecken und Macken

"Das Spiel war typisch für das Duell Ravens gegen Steelers", erklärte Roethlisberger, der 246 Yards warf.

"Ich habe blaue Flecken und Macken davongetragen, ebenso wie ein paar meiner Kollegen. Es war das physisch harte Spiel mit wenig Punkten, das jeder erwartet hatte."

Freilos in Runde eins

Die Steelers (11:3) sicherten sich mit dem Erfolg nicht nur den Titel in ihrer Division und damit automatisch das Playoff-Ticket.

Für Pittsburgh heißt das auch: Freilos in der ersten Playoff-Runde.

Baltimore muss seine Hoffnungen auf die K.o.-Runde aber noch nicht begraben. Mit einer Bilanz von 9:5 sind die Ravens noch mitten im Rennen um eine der beiden Wildcards.

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