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QB Tony Romo (r.) warf neben 252 Yards auch zwei Interceptions © getty

Beim wohl letzten Spiel im Texas Stadium kassiert Dallas eine bittere Niederlage. Die Texaner müssen nun um die Playoffs bangen.

Von Jessica Pulter

München - Knapp 64.000 Zuschauer sind am Samstagabend ins Texas Stadium nach Irving gekommen, um nicht nur das letzte Saisonheimspiel der Dallas Cowboys zu erleben.

Sondern auch, um sich von der Erfolgsstätte der Texaner zu verabschieden.

Denn das Team zieht in der kommenden Saison nach Arlington um.

Doch die Baltimore Ravens vermasselten den Cowboys den Abend und gewannen mit 33:24.

Playoffs in Gefahr

Nach 37 Jahren und fünf Super-Bowl-Siegen hat das Texas Stadium ausgedient.

Die Cowboys bekommen im nächsten Herbst ein neues, moderneres Stadion, bei dem es nicht ständig durchs Dach regnen soll.

Doch ausgerechnet beim wohl letzten Auftritt kassierten die Texaner eine bittere Niederlage, die zudem den Hoffnungen auf die Playoffs einen Dämpfer erteilte.

"Wir haben ihnen Tag verdorben"

"Das war kein Heimspiel für Dallas. Es war vielmehr eine Beerdigung", lästerte Baltimores Running Back Willis McGahee nach dem zehnten Saisonsieg seiner Mannschaft.

"Wir haben ihnen Tag verdorben. Für mich war es das beste Konzert aller Zeiten in Irving."

McGahee erlief in acht Versuchen 108 Yards, darunter ein 77-Yard-Touchdown-Run im Schlussviertel.

Führung für Dallas

Doch die Ravens durften sich auch bei den Cowboys bedanken, dass sie sich ihrerseits weiter Chancen auf die letzte Wildcard in der AFC haben.

Denn Dallas erwischte den besseren Start in die Partie. Knapp vier Minuten waren im ersten Viertel gespielt, als die Gastgeber durch den Touchdown von Tashard Choice mit 7:0 in Führung gingen.

Viele Fehler der Cowboys

Im Anschluss leisteten sich die Cowboys aber mehr und mehr Fehler. Erst ein Sack gegen Quarterback Tony Romo, dann warf der Spielmacher selbst zwei Interception und fumbelte einmal den Ball.

Die Ravens kamen durch die Gastgeschenke zu drei Field Goals durch Kicker Matt Stover hintereinander, ein 13-Yard-Touchdown-Pass von Quarterback Joe Flacco auf Derrick Mason sorgte für eine 16:7-Führung vor dem letzten Viertel.

Offener Schlagabtausch

Was dann folgte, war ein Schlagabtausch mit offenem Visier. 17 Zähler erzielten beide Teams jeweils im Schlussviertel.

Bis zur Schlussminute führte jede Angriffsserie zu Punkten.

Doch den Cowboys lief die Zeit davon, zu groß war der Rückstand auf die Ravens, so dass selbst ein Touchdown mit anschließender 2-Point-Conversion nicht mehr zum Sieg gereicht hätte.

Hoffen auf einen Ausrutscher

"Wir wollten Geschichte schreiben, wir wollten feiern", meinte Dallas' Wide Receiver Terrell Owens resigniert. "Das ist uns ganz offensichtlich nicht gelungen. Wir haben Geschichte geschrieben, aber nicht so, wie wir wollten."(DATENCENTER: Spielplan der NFL)

Die Cowboys (9:6) müssen nun auf einen Ausrutscher der Konkurrenz um die beiden Wildcard-Plätze in der NFC hoffen. Aus eigener Kraft können sie nicht mehr die K.o.-Runde erreichen.

Die Ravens (10:5) dagegen haben in der AFC vorgelegt. Teams wie Miami, New Engeland und die Jets (alle Spiele So., ab 19 Uhr LIVESCORES) müssen nun kontern.

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