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Aaron Rodgers (M.) gewann letzte Saison mit den Green Bay Packers den Super Bowl © getty

Der Packers-Quarterback jagt gegen die Chargers weiter einen persönlichen und einen Klub-Rekord. Die Steelers wollen Revanche.

Von Björn Seitner

München - Während sich die Packers auf ihrem Erfolg ausruhen durften, stehen die Chargers unter Druck.

Als einziges Team ohne Niederlage konnte sich Green Bay an seinem spielfreien Wochenende zurücklehnen. San Diego verlor dagegen ein dramatisches Monday-Night-Game (Bericht) an Halloween bei den Kansas City Chiefs.

Am 9.Spieltag geht es nun für die Packers Richtung Kalifornien (So., ab 22.10 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) und für Aaron Rodgers in die Heimat.

"Ich genieße es immer nach Kalifornien zurück zu kehren. Es wird toll, in San Diego zu spielen und dort Freunde und Familie zu treffen", freut sich der derzeit beste Quarterback der Liga.

Rodgers in Rekord-Form

Dank Rodgers, der in Berkeley aufs College ging, hat Green Bay in der laufenden Saison alle sieben Spiele gewonnen und visiert weiter den 10:0-Klubrekord von 1962 an (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Er spielt momentan auf einem extrem hohen Level", schwärmt Packers-Coach Mike McCarthy: "Die Zahlen sprechen für sich."

Rodgers führt die Statistiken bei den vollständigen Pässen (71,5 Prozent), den Touchdowns (20) und dem Quarterback-Rating (125,7) an. Bei Letzterem ist er sogar drauf und dran, Peyton Mannings Saison-Rekord (121,1) von 2004 zu brechen.

"Müssen vorwärts kommen"

Auf der anderen Seite geht es für Chargers-Quarterback Philip Rivers darum, das schauderhafte Halloween-Spiel und den Fumble zu vergessen, der die Pleite gegen die Chiefs einläutete. 475743(DIASHOW: Die Bilder des 8. Spieltages)

Nach dem guten 3:1-Start in die Saison gilt es gegen Green Bay, die dritte Niederlage in Serie zu vermeiden.

"Wir müssen schleunigst wieder vorwärts kommen", stachelt Rivers sein Team und sich selbst an: "Nun kommt eine Mannschaft, die seit letztem Dezember kein Spiel mehr verloren hat. Die Vergangenheit müssen wir vergessen, das ändert nichts."

Vertrauen von Coach Turner

"Das ist bisher ganz offensichtlich nicht meine beste Serie", versucht Rivers die schwache Spielzeit zu erklären. In sieben Partien leistete er sich ganze elf Interceptions - Rodgers dagegen nur drei.

Coach Norv Turner schenkt ihm jedoch weiter das Vertrauen. Rivers sei einer der konkurrenzfähigsten Menschen, den er kenne.

"Manchmal versucht er es einfach zu sehr. Manchmal will er einen Spielzug machen, wo einfach keiner ist", so Turner.

Zu allem übel wird er gegen Green Bay wohl auch noch auf seine Running Backs Ryan Mathews und Curtis Brinkley sowie die Receiver Vincent Jackson und Malcolm Floyd verzichten müssen.

SPORT1 blickt auf zwei weitere Partien des 9. Spieltages der NFL:

Pittsburgh Steelers - Baltimore Ravens

Mit einer demütigenden 7:35-Schmach begann die Saison der Steelers in Baltimore - nun will Pittsburgh im AFC-North-Duell Revanche und den fünften Sieg in Folge (ab 2.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+).

"Das gefällt uns nicht, aber wir akzeptieren es und werden dementsprechend darauf reagieren", kündigte Steelers-Coach Mike Tomlin bereits trocken an.

Am vergangenen Wochenden bestätigte sein Team beim Sieg gegen die New England Patriots die bestechende Form. Vor allem die Defensive, die Patriots-Quarterback Tom Brady nur 213 Yards gewährte, überzeugte auf ganzer Linie.

Ravens mit bester Defensive der Liga

"Wir können so gut sein, wie wir wollen", spricht die Entschlossenheit aus Pittsburghs Ben Roethlisberger: "Wenn wir uns nicht selbst aufhalten, können wir ziemlich gefährlich werden."

Mit den Ravens wartet allerdings die beste Verteidigung der Liga auf den Steelers-Quarterback. "Sie haben sehr talentierte Leute überall in ihrer Defensive", weiß Tomlin über Baltimore zu berichten.

Nur eines müssen die Ravens abstellen: Die bisherigen 13 Turnover sind deutlich zu viel.

New England Patriots - New York Giants

Seinen größten Erfolg über Tom Brady und die New England Patriots feierte Eli Manning mit den New York Giants mit dem Super-Bowl-Sieg 2008.

In diesem Jahr konnten beide Quarterbacks ihre Teams zu bisher fünf Siegen bei zwei Niederlagen führen, und das Ranking ist ausgeglichen (Brady: 104,4, Manning: 102,1).

Nun wird es vor allem auch auf die Verteidigung ankommen (So., ab 22.15 Uhr) - und hier haben die Giants deutliche Vorteile.

New England plagt die schwache Verteidigung

Gut 500 Yards weniger hat das Team aus dem "Big Apple" in der laufenden Saison zugelassen.

Patriots-Right-Tackle Sebastian Vollmer blieb bei seiner Rückkehr nach langer Verletzungspause am vergangenen Wochenende und der 17:25-Pleite gegen die Steelers noch deutlich unter seinen Möglichkeiten.

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