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Eli Manning (r.) wurde 2004 an erster Stelle von den New York Giants gedraftet © getty

Die New York Giants beenden die Heimserie von New England in letzter Sekunde. Manning setzt den Todesstoß. Rodgers triumphiert.

Von Hardy Heuer

München - Dramatischer hätte das Ende der Heim-Siegesserie für die die New England Patriots kaum verlaufen können.

Seit dem 30. November 2008 hatten die Patriots 20 Heimspiele in Folge gewonnen.

Doch am 9. Spieltag setzte es für Sebastian Vollmers Patriots eine Last-Minute-Heimpleite gegen die New York Giants.

Giants-Quarterback Eli Manning (2 Touchdowns, 1 Interception) besorgte 15 Sekunden vor Schluss mit einem Pass auf Jake Ballard den entscheidenden Touchdown für die Giants, die mit 24:20 (0:0) den Sieg aus New England entführten.

"Ich wusste, dass wir gewinnen"

"Ich liebe diese Situationen, wenn die Gelegenheit da ist, das Spiel zu gewinnen", sagte Manning hinterher stolz zu seinem für die Patriots "tödlichen Pass".

Die bittere Niederlage weckte Erinnerungen an das Super-Bowl-Finale 2008, das die Giants ebenfalls erst in den Schlusssekunden für sich entscheiden konnten (17:14).

1:36 Minute vor dem Ende führten die Patriots nach einem Touchdown-Pass von Tom Brady auf Rob Gronkowski noch mit 20:17. Doch dann schlug Manning eiskalt zurück.

"Ich wusste, dass wir gewinnen", erklärte der Giants-Quarterback selbstsicher. Brady erwischte mit zwei Touchdowns und zwei Interceptions nicht seinen besten Tag.

Die Patriots (5-3) führen trotz der Pleite zusammen mit den New York Jets und den Buffalo Bills die AFC East an. Die Giants (6-2) sind souveräner Tabellenführer in der NFC East.

San Diego Chargers - Green Bay Packers 38:45 (17:28)

Aaron Rodgers feierte eine gelungene Rückkehr. Der Quarterback der Packers hat Green Bay bei den San Diego Chargers zu einem 45:38 (28:17)-Auswärtssieg geführt. In seiner Heimat Kalifornien legte der Super-Bowl-Champion der vergangenen Saison einen überragenden Auftritt hin.

"Die Zuschauer waren unglaublich. Ich muss unseren Fans einen großen Respekt aussprechen, für die Reise, die sie hingelegt haben ", meinte Rodgers.

Mit vier Touchdowns hatte er großen Anteil am achten Saisonsieg der Packers, die ungeschlagen die NFC North souverän anführen.

"Er ist ein sehr spezieller Spieler", betonte Teamkollege Greg Jennings, der mit seinem Touchdown 10:27 Minuten vor Spielende für die Entscheidung sorgte, seinen Quarterback.

Rivers patzt

In San Diego profitierte Green Bay aber auch vom erneut patzenden Chargers-Quarterback Philip Rivers.

Mit vier Touchdowns hielt Rivers zwar gut dagegen, leistete sich aber bereits im ersten Viertel zwei folgenschwere Ballverluste.

4:30 vor Viertelende fing Packers-Safety Charlie Peprah den Ball ab und legte einen 40-Yard Interception-Return hin. Zweieinhalb Minuten später schnappte sich Cornerback Tramon Williams einen Rivers-Pass und machte es Peprah gleich.

Für Rodgers geht die Rekordjagd indes weiter. Der 10:0-Klubrekord von 1962 rückt immer näher, in der NFL führt Rodgers mit 24 Touchdowns die Rangliste an.

Rivers sieht "schwere Zeit"

Die Chargers stecken dagegen in einer Krise. Die letzten drei Spiele gingen allesamt verloren (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Wir gehen im Moment durch eine schwere Zeit", meinte Rivers, der die Giveaways-Rangliste mit 14 Interceptions und 17 Turnovers anführt.

Gegen die Packers leistete sich der 29-jährige Quarterback erstmals in seiner Karriere drei Interceptions in einer Partie. Nach dem schlimmen Patzer im Monday Night Game (Bericht) der nächste Rückschlag für Rivers 479244(DIASHOW: Die Bilder des 9. Spieltages).

Pittsburgh Steelers - Baltimore Ravens 20:23 (6:9)

Den Pittsburgh Steelers ist die Revanche gegen die Baltimore Ravens nicht geglückt.

Mit einem 20:23 (6:9) mussten die Steelers nach der demütigenden 7:35-Schmach aus dem ersten Saisonspiel in Baltimore die nächste Niederlage gegen die Ravens einstecken.

Acht Sekunden vor Spielende fand Ravens-Quarterback Joe Flacco Wide Receiver Torrey Smith, der mit einem 26-Yard Touchdown den Last-Minute-Sieg sicherte.

"Wir haben den Sweep gegen sie geschafft, lassen uns aber nicht täuschen. Wir werden sie im Januar wiedersehen", sagte Baltimore-Linebacker Terrell Suggs.

Die weiteren Partien des 9. Spieltags in der Übersicht:

Kansas City Chiefs - Miami Dolphins 3:31 (3:14)

New Orleans Saints - Tampa Bay Buccaneers 27:16 (17:3)

Indianapolis Colts - Atlanta Falcons 7:31 (7:21)

Houston Texans - Cleveland Browns 30:12 (24:3)

Buffalo Bills - New York Jets 11:27 (0:3)

Washington Redskins - San Francisco 49ers 11:19 (3:13)

Dallas Cowboys - Seattle Seahawks 23:13(6:6)

Tennessee Titans - Cincinnati Bengals 17:24 (17:7)

Oakland Raiders - Denver Broncos 24:38 (17:7)

Arizona Cardinals ? St. Louis Rams 19:13 (3:9)

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