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LeSean McCoy wurde 2009 von den Eagles in der zweiten Draftrunde ausgewählt © getty

Philadelphia verspielt im Monday Night Game am Ende erneut eine Führung und muss zittern. Die Bears bleiben Vicks Angstgegner.

Von Eric Böhm

München/Philadelphia - Die Philadelphia Eagles haben einen weiteren Rückschlag erlitten (Die NFL-Saison LIVE im TV auf SPORT1+).

Im Monday Night Game des 9. Spieltages unterlag die Truppe um Superstar Michael Vick den Chicago Bears mit 24:30 (0:7, 10:10, 14:3, 0:10) und kassierte im achten Spiel bereits die fünfte Niederlage.

Bereits zum vierten Mal in dieser Saison verspielte das als Topfavorit in die NFL-Saison gestartete "Dream Team" im Schlussabschnitt eine Führung.

"Wir müssen uns verbessern, hart arbeiten und aus den Fehlern lernen. Alles andere können wir nicht beeinflussen", sagte der enttäuschte Coach Andy Reid. 479244(DIASHOW: Die Bilder des 9. Spieltages).

Bears behalten Vick im Griff

Dabei hatten die Gastgeber einen frühen 0:10-Rückstand Mitte des dritten Viertels dank Touchdowns der Running Backs LeSean McCoy (insgesamt 71 Yards) und Ronnie Brown in eine 24:17-Führung umgewandelt.

McCoy erreichte bereits in der achten Partie hintereinander die Endzone und stellte damit den Klubrekord ein.

Auch Vick (insgesamt 247 Yards, eine Interception) fand nach der Pause besser ins Spiel (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Dem Quarterback - als Starter auch im vierten Spiel gegen die Bears ohne Sieg - und seiner hochkarätigen Offensive gelang es zum wiederholten Male nicht, den Sack zuzumachen.

Cutler behält die Nerven

Die Bears ließen sich von zwei Ballverlusten des ansonsten starken Läufers Matt Forte (133 Yards) nicht unterkriegen.

Spielmacher Jay Cutler - seine Pässe brachten 208 Yards Raumgewinn sowie zwei Touchdowns - führte sein Team immer wieder präzise über das Feld.

"Wir haben uns durch die Fumbles nicht aus dem Konzept bringen lassen. Die Abwehr hat uns fantastisch im Spiel gehalten. Dann lief es richtig gut", analysierte Cutler im Anschluss bei "ESPN".

Bennetts Rückkehr beflügelt

Die Rückkehr seines Lieblingsreceivers Earl Bennett - beide spielten bereits am College zusammen - beflügelte den oftmals kritisierten 28-Jährigen.

Bennett, der zuletzt wegen einer Prellung des Brustbeins pausieren musste, fing fünf Bälle für 95 Yards.

Mit einem wunderbaren Touchdown brachte das Duo die Bears zu Beginn des letzten Viertels auch auf die Siegerstraße.

"Er ist ein großartiger Receiver. Für mich war es wichtig, dass er wieder dabei war", bestätigte Cutler.

Maclin fehlt ein Yard

Nach dem dritten Field Goal von Robbie Gould hatte "Philly" aber noch eine Chance, ein Comeback zu starten.

Doch Receiver Jeremy Maclin wurde knapp zwei Minuten vor Schluss bei einem vierten Versuch ein Yard vor der First-Down-Markierung in Chicagos Hälfte gestoppt.

"Mein Pass war nicht optimal. Ich hätte das Team zum Sieg führen müssen. Das ist enttäuschend", meinte Vick selbstkritisch.

Schwache Special Teams

Dazu kamen bei Philadelphia auch noch ungewohnte Schwächen in den Special Teams. Punter Chas Henry verfehlte bei einem Fake Punt im vierten Abschnitt seinen völlig freien Mannschaftskollegen Jon Dorenbos.

Außerdem verlor DeSean Jackson kurz vor der Halbzeit bei einem Punt Return den Ball und ermöglichte den Bears einen Touchdown.

"Alle haben nur von Maclin und Jackson geredet. Wir wollten die Kritiker verstummen lassen und zeigen, dass wir mithalten können", freute sich Bennett.

Chicago wieder im Rennen

Chicago (fünf Siege - drei Niederlagen) darf somit als Dritter in der NFC North wieder von den Playoffs träumen. Die Verletzung von Receiver Devin Hester (Knöchel) trübte allerdings die Freude.

Für die Eagles wird es nun ganz schwer, in der NFC East liegen sie bereits deutlich hinter den New York Giants (6-2).

"Wir haben uns dieses Loch selbst gegraben, jetzt müssen wir uns schnellstens daraus befreien. Einfacher wird unsere Aufgabe nicht", beschönigte Vick nicht.

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