vergrößernverkleinern
Aaron Rodgers (l.) wurde 2009 erstmals in den Pro Bowl gewählt © getty

Der Meister zerpflückt im Monday Night Game die chancenlosen Vikings und wahrt als einziges Team die weiße Weste. "A-Rod" glänzt.

Von Eric Böhm

München/Green Bay - Die Green Bay Packers haben ihre weiße Weste erneut eindrucksvoll verteidigt (Die NFL-Saison LIVE im TV auf SPORT1+).

Im Monday Night Game des 10.Spieltages schickte der Meister die chancenlosen Minnesota Vikings mit 45:7 (14:0, 3:0, 14:7, 14:0) wieder auf die Heimreise und feierten den 15. Erfolg in Serie.

Quarterback Aaron Rodgers war mit 250 Yards sowie vier Touchdowns wieder einmal der überragende Akteur. Er brachte 23 seiner 30 Pässe an den Mann.

"Wir freuen uns über den Sieg. Unser Ziel ist, jedes Jahr die Division zu gewinnen, aber wir wollen zum Playoff-Beginn unsere Topform erreichen", blickte "A-Rod" bei "ESPN" schon voraus.

Abwehr stark verbessert

Nach dem neunten Sieg bleibt der Meister das einzig ungeschlagene NFL-Team und zeigte gegen einen überforderten Gegner auch endlich in der Abwehr seine Klasse.

"Wir fühlten uns schon bei der Ehre gepackt. Wir brauchten so ein Spiel, bisher haben wir defensiv ziemlich kopflos agiert", sagte Cornerback Charles Woodson.

Minnesotas Rookie-Spielmacher Christian Ponder (190 Yards, eine Interception) bekam diese Motivation zu spüren und wurde dreimal gesackt 481196(DIASHOW: Die Bilder des 10. Spieltages).

Peterson fast wirkungslos

Den einzigen Touchdown der Gäste erzielte Superstar Adrian Peterson, der ansonsten mit nur 51 Yards sehr unauffällig blieb.

"Unsere Leistung heute war sehr enttäuschend. Wir hatten uns das ganz anders vorgestellt", beschönigte Vikings-Trainer Leslie Frazier nichts.

Cobb stellt die Weichen

Bereits nach nicht einmal eineinhalb Minuten wurde durch Randall Cobbs 80-Yard-Punt-Return-Touchdown deutlich, dass die Gäste nicht den Hauch einer Chance haben würden.

"Ich glaube, das Rampenlicht liegt mir. Es bringt mir zusätzliche Motivation", erklärte der Neuling.

Bereits im Saisoneröffnungsspiel gegen New Orleans hatte der ehemalige College-Quarterback einen Kickoff 108 Yards zurück in die Endzone getragen.

Superlative häufen sich

Den Rest erledigte wie gewohnt Rodgers mit chirurgischer Präzision. Insgesamt zehn Spieler fingen einen Pass des amtierenden Super-Bowl-MVP.

Der Spielmacher ist erst der dritte Quarterback der NFL-Geschichte, dem in sieben der ersten neun Saisonspiele drei Touchdowns oder mehr gelangen - nur Tom Brady und Kurt Warner schafften dies ebenfalls.

"Die Statistiken sind mir egal. Ich weiß nur, er hat uns zerlegt", zollte ihm Minnesotas Defensive End Jared Allen Respekt.

Rodgers bleibt cool

Den nun zu erwartende Hype um eine mögliche perfekte Saison - das gelang bisher nur den Miami Dolphins im Jahr 1972 - nimmt der Superstar gelassen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Der Druck wird jetzt von außerhalb unserer Kabine zunehmen. Wir haben aber eine gute Teamchemie, da hebt keiner ab", ist sich Rodgers sicher.

Auch der Backup darf jubeln

Als herausragende Anspielstation unter den zahlreichen talentierten Passfängern erwies sich diesmal Receiver Jordy Nelson, der in der zweiten Hälfte zwei Touchdowns verbuchte.

Selbst Ersatzspielmacher Matt Flynn durfte im Schlussabschnitt noch in die Endzone laufen.

"Es ist unser bestes Saisonspiel, weil es der deutlichste Sieg ist. Am Ende des Tages dreht sich alles um die Punkte", so Green Bays zufriedener Coach Mike McCarthy.

Vikings können für 2012 planen

Ein Ballverlust, unnötige Strafen und ein verschossenes Field Goal unterstreichen die schwache Vorstellung der Vikings, aber selbst ein fehlerfreier Auftritt hätte an diesem Abend nicht zum Erfolg gereicht.

Green Bay ist einfach das deutlich talentiertere Team. Minnesota (zwei Siege - sieben Niederlagen) kann somit schon für die nächste Saison planen.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel