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Chad Pennington warf im Hinspiel gegen die Jets zwei Touchdown-Pässe © getty

Miamis Quarterback Chad Pennington kann mit seinem Sieg gegen seine Ex-Mannschaft nicht nur den Playoff-Einzug sichern.

Von Jessica Pulter

München - Schadenfreude ist sprichwörtlich ja die größte Freude.

Das wird sich auch Quarterback Chad Pennington von den Miami Dolphins denken, erst Recht wenn er auf die derzeitige Tabelle blickt. Seine Mannschaft führt vor dem letzten Spieltag der NFL-Saison (So., ab 19 Uhr LIVESCORES) die AFC East an. Mit einem Sieg wäre den Dolphins Playoff-Qualifikation nicht mehr zu nehmen.

Doch die "Fins" würden dann nicht nur die K.o.-Runde erreichen, sondern der Spielmacher würde seine persönliche Genugtuung erfahren. Denn am letzten Spieltag treten die Pennington und die Dolphins ausgerechnet bei seinem Ex-Team, den New York Jets, an.

Zudem wäre mit einem Erfolg der Dolphins die Saison der Jets vorzeitig beendet.

Wechsel im August

Der 7. August 2008 war für Pennington und ganz Football-Amerika ein Tag, den beide nicht so schnell vergessen werden.

Denn an jenem Tag im August setzten ihm die Jets-Führung Quarterback Legende Brett Favre vor die Nase. Wenige Stunden später erhielt er seine Kündigung.

Die erfolgreiche Zeit war dabei längst vergessen. Acht Jahre lang hatte der Quarterback für die Jets gespielt, darunter eine überragende 2002er Saison, in der er 22 Touchdowns und mehr als 3.000 Yards warf.

Divisions-Titel vor Augen

Nun kann die damalige Abschiebung für den Quarterback nun doch noch ein positives Ende nehmen. Ein Erfolg am Sonntag würde den Titel in der Division und den Einzug in die Playoffs bedeuten.

Und das wäre eine große Überraschung, denn die Dolphins waren mit einer Bilanz von 1:15 im Vorjahr das schlechteste Team der Liga.

Jets brauchen Schützenhilfe

Die New Yorker (9:6) brauchen unbedingt den Sieg, und selbst dann ist die K.o.-Runde nicht in trockenen Tüchern. Denn ohne eine Niederlage der New England Patriots oder der Baltimore Ravens werden die Jets sich am Montag in den Urlaub begeben müssen.

Sollten die Jets und New England gewinnen, würden die Jets als Wild-Card-Team in die Playoffs einziehen, bei einer Niederlage der Patriots würden sie sogar die Division für sich entscheiden. (DATENCENTER: Spielplan der NFL)

"Es musste einfach so kommen"

Irgendwie hat Pennington bereits Mitte der Saison geahnt, dass dieses Spiel noch entscheidend sein wird.

"Meine Frau und ich haben darüber gesprochen, und wir waren uns einig, dass das letzte Spiel den Ausschlag geben wird. Es musste einfach so kommen. Es gab keine andere Möglichkeit", erklärte der Quarterback.

Formkurve spricht für Miami

Nach zuletzt drei Niederlagen aus vier Spielen zeigt die Formkurve der Jets eindeutig nach unten.

Die Dolphins haben dagegen acht der letzten neun Partien gewonnen, auch dank Pennington, der gleich in zwei Spielen jeweils drei Touchdowns geworfen hat.

Sollte Miami nun am Sonntag gewinnen, dürfte es einige Jets-Fans geben, die sich ihr "Eigengewächs" zurückwünschen. Pennington wird dagegen viel lieber bei den Dolphins bleiben, denn die spielen ja dann weiterhin um den Super Bowl.

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