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Linebacker Clay Matthews spielt seit 2009 bei den Green Bay Packers © dapd

Green Bay will gegen die Bucs einen 49 Jahre alten Rekord egalisieren. Philadelphia muss in New York auf Vick verzichten.

Von Björn Seitner

München - Die Rollen zwischen den Packers und den Bucs am 11. Spieltag sind klar verteilt (Die NFL-Saison LIVE im TV auf SPORT1+).

Green Bay ist die Mannschaft der Stunde, hat seit Dezember 2010 nicht mehr verloren und führt die NFC North souverän an. Tampa Bay ist im Süden nur Dritter und hofft schon seit drei Spielen auf den nächsten Sieg.

Nun wartet der derzeit beste Quarterback, Green Bays Aaron Rodgers, auf die viertschlechteste Defensive der Liga und die Fans nur auf eines: Die Egalisierung des 10:0-Rekords von 1962.

"Es ist unglaublich. Er wird besser und besser", schwärmt Packers-Wide-Reciever Donald Driver von Rodgers: "Er scheint jede Woche einen anderen Rekord zu brechen." (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Parallelen zum Jahr 1962

Den bisher besten Saisonstart der Franchise-Geschichte schaffte Green Bay im Jahr 1962.

Nach dem Gewinn des Super Bowl in der Spielzeit zuvor, stürmte das Team nach dem 10:0-Start und nur einer Niederlage in der regulären Saison zum nächsten Titel.

Dieses Jahr sieht es nicht anders aus: Der Titelverteidiger ist kaum zu stoppen, Rodgers vielleicht in der Form seines Lebens (484299DIASHOW: Die Bilder des 11. Spieltags).

Driver Rodgers zieht den Hut

Mit einem Quarterback-Rating von 130,7 hat er zudem weiterhin Payton Mannings NFL-Rekord von 2004 vor Augen (121,1).

"Man muss vor ihm den Hut ziehen. Wenn er dieses Jahr nicht MVP wird, stimmt etwas nicht", lobt Veteran Driver Rodgers weiter.

Was auf die Buccaneers zukommt, weiß Tampa Bays Center Jeff Faine ganz genau: "Das wird eine sehr, sehr große Herausforderung für uns."

Bucs in "unglücklicher Situation"

"Wir befinden uns momentan in einer unglücklichen Situation, aber diese Suppe müssen wir selber auslöffeln", so Faine weiter.

Während es für die Bucs am letzten Sonntag eine 9:37-Klatsche vor eigenem Publikum gegen die Houston Texans setzte, gewannen die Packers ihr Monday Night Game (Bericht) locker mit 45:7 gegen Minnesota.

Nur 266 Yards ließ das Team von Headcoach Mike McCarthy dabei zu und ist in der Offensive selbst mit durchschnittlich 35,6 Punkten pro Spiel auf Rekord-Kurs.

Bilanz spricht für Tampa Bay

Die einzige Statistik, die Tampa Bay Mut machen wird, ist die Bilanz der letzten Jahre.

Die Buccaneers haben zuletzt dreimal in Folge gegen Green Bay gewonnen, zuletzt mit 38:28 am 8. November 2009.

Und auch Josh Freeman glaubt an sich: "Auch wenn es sich komisch anhört, ich glaube, ich bin zur Zeit ein besserer Quarterback als letztes Jahr."

SPORT1 blickt auf zwei weitere Partien des 11. Spieltages der NFL:

New York Giants - Philadelphia Eagles

Die Eagles sind bereits kurz vor dem Knockout, nun fällt auch noch Star-Quarterback Michael Vick aus.

Bei der 17:21-Pleite am vergangenen Spieltag gegen Arizona brach sich der 31-Jährige zwei Rippen und musste unter der Woche mit dem Training aussetzen. Für einen Einsatz gegen New York reicht es nicht.

Mit drei Siegen bei sechs Niederlagen ist Philadelphia derzeit nur Dritter in der NFC East und hätte bei einer erneuten Pleite - am 3. Spieltag unterlag man den Giants bereits mit 16:29 - schon vier Siege Rückstand auf New York.

Größtes Problem der Eagles: Das Team verlor fünf seiner sechs Spiele trotz Führung im Schlussviertel.

Nächster Zwischenfall im Nachtlcub

DeSean Jackson wurde derweil von Trainer Andy Reid nach seiner Suspendierung aufgrund eines verpassten Meetings begnadigt.

Bei den Giants dagegen lenkt ein Zwischenfall um Victor Cruz vom NFL-Geschehen ab. Als der Wide-Receiver am Dienstag seinen 25. Geburtstag im "Juliet Supper Club" in Manhattan feierte, sollen Schüsse gefallen sein.

Ein ähnlicher Zwischenfall beschäftigte Giants-Coach Tom Coughlin 2008, als sich Plaxico Burress in einem Nachtclub selbst ins Bein schoss.

San Francisco 49ers - Arizona Cardinals

Während sich einige Fachleute noch wundern, was die 49ers an der Tabellenspitze der NFC West treiben, steuert San Francisco auf den achten Sieg in Serie zu.

Mit einem derzeitigen Verhältnis von 8:1 liegt das Team aus Kalifornien mit fünf Siegen Vorsprung vorn und ist in der Division schon fast durch.

"Langsam werden einige Leute verstehen, dass unser Team kein Witz ist", sagte San Franciscos Ricky Jean Francois: "Aber uns macht es nichts aus, ob uns die Liga ernst nimmt, oder nicht."

49ers lassen am wenigsten Punkte zu

Mit 15,3 gegnerischen Punkten im Schnitt stellen die 49ers die beste Abwehr der Liga.

Von Perfektion sei man dennoch ein Stück entfernt: "Wir arbeiten weiterhin sehr hart an vielen Dingen", erklärte Francois.

Gegen die Cardinals, die nach ihren Sieg gegen Vicks Eagles im Aufwind sind, muss das Team jedoch wieder eine starke Leistung zeigen.

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