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Shane Vereen (o.) wurde im diesjährigen Draft in der zweiten Runde ausgewählt © getty

New England kommt im Monday Night Game gegen Serientäter Kansas City spät in die Gänge. Die "Red-Zone-Waffe" löst die Blockade.

Von Eric Böhm

München/Foxboro - Die New England Patriots haben sich im Monday Night Game des 11. Spieltages auch von einem schwachen Start nicht aus der Ruhe bringen lassen (Die NFL-Saison LIVE im TV auf SPORT1+).

Das Team des Offensive Tackle Sebastian Vollmer - der Deutsche lieferte eine gute Partie - gewann gegen die Kansas City Chiefs 34:3 (0:3, 10:0, 17:0, 7:0) und bleibt nach dem siebten Erfolg im zehnten Spiel Spitzenreiter der AFC East.

"Es ist ein wichtiger Heimsieg für uns, aber es liegt noch ein weiter Weg vor uns. Wir müssen deutlich besser spielen", war Quarterback Tom Brady nicht zufrieden

Patriots mit Anlaufproblemen

Tatsächlich war der Auftritt der Gastgeber über weite Strecken alles andere als ein NFL-Leckerbissen.

Die ersatzgeschwächten Gäste führten bis vier Minuten vor der Pause sogar mit 3:0, ehe die "Pats" im Angriff endlich ihren Rhythmus fanden (484299DIASHOW: Die Bilder des 11. Spieltags).

"Wir waren zu Beginn ganz schwach. Wenn du nicht werfen oder laufen kannst, wirst du keine Punkte erzielen. Das war enttäuschend", meinte Brady (234 Yards).

Gronkowski durchschlägt den Knoten

Doch sein 52-Yard-Touchdown auf Tight End Rob Gronkowski löste die Blockade. Es folgten insgesamt neun herausragende Minuten unmittelbar vor und nach der Halbzeit, die das Spiel entschieden.

Mit seinem zweiten Touchdown ermöglichte der auftrumpfende Gronkowski (96 Yards) das zwischenzeitliche 17:3 und bestätigte seinen Ruf als Spezialist in der "Red Zone".

Innerhalb der gegnerischen 20-Yard-Linie hat er seit 2010 schon 17 Mal die Endzone erreicht - das ist der Spitzenwert der Liga (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Die Coaches und Tom (Brady, Anm. der Red.) treiben mich jeden Tag an. Es macht einfach Spaß, hier zu spielen", erklärte der 22-Jährige.

Edelman lässt sportlich aufhorchen

Mit seiner Größe und Schnelligkeit bereit er jeder gegnerischen Abwehrreihe ein riesiges Matchup-Problem von der Position des Tight Ends.

"In der Red Zone ist er eine echte Waffe. Mit seiner Athletik hilft er uns ungemein", lobte Brady.

Der 72-Yard-Punt-Return von Julian Edelman gab den Chiefs nur eine Minute später den Rest.

Der Receiver schrieb damit endlich wieder sportliche Schlagzeilen, nachdem er an Halloween wegen sexueller Belästigung verhaftet worden war und auf seinen Prozess wartet (BERICHT: Edelman als Grapscher verhaftet).

Palko enttäuscht

Auf der anderen Seite konnte Kansas Citys Ersatz-Quarterback Tyler Palko in seinem Startdebüt den verletzten Matt Cassel (Hand-OP) nicht gleichwertig ersetzen und warf drei Interceptions.

Zwei davon landeten in den Armen von Kyle Arrington, der mit sieben abgefangenen Pässen die NFL anführt.

"Wir versuchen unsere Möglichkeiten zu nutzen. Ich halte immer den Ball im Blick. Ich würde nach einer Interception aber auch gerne einmal die Endzone erreichen", träumte der Cornerback von einem Touchdown.

Nächste Chiefs-Serie

Palko nahm derweil die Schuld selbstkritisch auf seine Kappe: "Drei Interceptions sind nicht zu entschuldigen. Das Spiel ist auch ohne solche Fehler schwer genug."

Die sehr biedere Truppe aus Missouri bleibt damit der Serientäter der Liga. Nach drei Schlappen zum Saisonstart folgten vier teils beeindruckende Erfolge. Jetzt setzte es schon wieder den dritten Dämpfer.

"Wir haben uns bis zur Pause gut geschlagen. Der Touchdown von Gronkowski hat uns aus dem Konzept gebracht", analysierte Safety Kendrick Lewis.

Cassel fällt bis Saisonende aus

Die Chiefs (vier Siege - sechs Niederlagen) müssen sich in der AFC West mit dem letzten Platz begnügen.

Am Rande des Spiels wurde bekannt, dass Cassel in dieser Saison nicht zurückkehren wird. Das macht bereits den siebten langzeitverletzten Stammspieler.

"Wir haben Pech, aber trotzdem machen wir oft zu viele Dinge, die dir in der NFL Niederlagen einbringen", ärgerte sich Lineback Tamba Hali.

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