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Maurice Morris (r. mit Collins) wurde 2009 von den Detroit Lions getradet © dapd

Beim regelmäßigen Duell im "Motown" empfängt Detroit die Packers. Zwischen Baltimore und San Francisco steigt der "HarBowl".

Von Eric Böhm

München - Thanksgiving und die Detroit Lions gehören in den USA zusammen wie der Truthahn und die Füllung.

Seit 1934 richtet das Traditionsteam in "Motown" ein feiertägliches NFL-Spiel aus. Der regelmäßigste Gast sind dabei die Green Bay Packers.

Auch 1962 kamen die "Cheeseheads" mit einer 10:0-Bilanz nach Detroit und mussten sich dem NFC-North-Rivalen mit 14:26 geschlagen geben 484299(DIASHOW: Die Bilder des 11. Spieltags).

Zum Auftakt des diesjährigen "Erntedank-Tripleheaders" hat der amtierende Meister aber eine aktuellere Rechnung zu begleichen.

"Wir haben letztes Jahr alles falsch gemacht und das ist noch milde ausgedrückt", sagt Offensive Tackle Bryan Bulaga über die 3:7-Pleite der vergangenen Saison (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Horror-Bilanz für Detroit

Die Lions wollen am 12. Spieltag Green Bay (ab 18.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) aber nicht nur die perfekte Saison und die 16 Spiele andauernde Siegesserie vermiesen, sondern auch die eigene Horror-Bilanz aufpolieren.

In den vergangenen sieben Jahren setzte es am letzten Donnerstag im November Pleiten mit durchschnittlich fast 23 Punkten Unterschied.

2003 gelang der bis dato letzte Thanksgiving-Erfolg - ein 22:14 gegen die Packers. An Selbstbewusstsein mangelt es Detroit nicht, schließlich gehen sie erstmals seit 1999 als Playoff-Kandidat in die Saisonendphase.

"Die Situation ist heute völlig anders. Jetzt kommen die großen Packers. Es wird ein Mini-Super-Bowl. Wir sind bereit", tönt Abwehrspieler Corey Williams.

Packers mit Abwehrschwächen

Die Packers kommen mit ihrem fantastischen Angriff nach Detroit, leisten sich aber nach wie vor zu viele Schwächephasen in der Abwehr.

Tampa Bay schenkte ihnen bei der relativ knappen Niederlage zuletzt fast 450 Yards ein. Außerdem verletzte sich noch Running Back James Starks am Knie und droht auszufallen.

"Ich denke, das ist eine gute Lektion für uns. Es läuft nicht immer alles rund. Manchmal musst du dich durchbeißen", meint Packers-Coach Mike McCarthy.

"Sie sind gefährlich"

Detroits "Big Plays" könnten den Gästen zu schaffen machen. In Carolina holten die Gastgeber zuletzt einen 7:24-Rückstand auf.

Quarterback Matt Stafford warf dabei gleich fünf Touchdowns. Bereits zum dritten Mal drehten sie in der aktuellen Spielzeit einen solch großen Rückstand - das ist NFL-Rekord.

"Sie sind gefährlich. Thanksgiving, die Packers sind in der Stadt. Es wird wild", fasst Green Bays Guard Josh Sitton zusammen.

SPORT1 blickt auf die anderen Thanksgiving-Duelle in der NFL:

Baltimore Ravens - San Francisco 49ers

(ab 22.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+)

In Baltimore steht ein historisches Aufeinandertreffen auf dem Programm. Es wird schließlich der "HarBowl" ausgespielt.

Trainer-Neuling Jim Harbaugh bringt seine überraschend auftrumpfenden San Francisco 49ers (neun Siege - eine Niederlage) an die Ostküste und fordert die Ravens seines Bruders John Harbaugh (7-3) heraus.

"Es ist unfassbar. Wenn ich sagen würde, es ist kein besonderes Spiel, würde mir das keiner abnehmen. Es ist historisch", gibt John zu.

Erstes Trainer-Duell zweier Brüder

Ein Offensivspektakel wird das erste Head-Coach-Duell zweier Brüder in der NFL-Geschichte aber wohl nicht werden.

Schließlich setzen beide Teams auf eine knallharte Verteidigung. San Francisco hat bisher die wenigsten Punkte (14,5) zugelassen. Baltimore folgt mit 17,6 Zählern auf Rang drei.

Und eine weitere Gemeinsamkeit weisen die Brüder-Teams auf: Beide Mannschaften kommen nach zehn Spielen im Angriff auf durchschnittlich 25,6 Punkte pro Partie.

Die Gastgeber hoffen auf das Comeback ihres Star-Linebackers Ray Lewis, der zuletzt mit einer Fußverletzung pausieren musste.

Dallas Cowboys - Miami Dolphins

(ab 22.10 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+)

Im wunderschönen Cowboys-Stadium treffen zwei "Serientäter" aufeinander.

Sowohl die Dallas Cowboys (6-4) als auch die Miami Dolphins (3-7) wollen ihren vierten Sieg in Folge.

Für die Gastgeber geht es dabei auch um die Playoff-Hoffnungen, immerhin stehen sie gemeinsam mit den New York Giants an der Spitze der NFC East.

"Wir kümmern uns nicht um die Tabelle. Uns interessieren nur die Miami Dolphins. Das ist die Wahrheit", versichert Trainer Jason Garrett.

"Matt macht den Unterschied"

Mit dem überraschenden Auftauchen von Running Back DeMarco Murray hat der Angriff des Offensiv-Gurus an Balance und Gefährlichkeit gewonnen. Seit Ende Oktober erlief kein Running Back mehr Yards.

Die Dolphins haben dagegen nach sieben Pleiten mit dem neuen Quarterback Matt Moore die Erfolgsspur gefunden. Außerdem gelangen dem vergessenen College-Star Reggie Bush in den vergangenen beiden Partien drei Touchdowns.

"Matt macht den Unterschied. Er hat zuletzt fantastisch gespielt. Er wirft tolle Pässe und ist ein Anführer", lobt Bush.

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