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Tom Brady (2.v.l.) wurde bereits zweimal zum MVP eines Super Bowls gewählt © getty

Der Quarterback führt New England zum Auswärtssieg. Die Playoffs finden wohl ohne Philadelphia statt. Tebow triumphiert wieder.

Von Eric Böhm

München/Philadelphia - Die New England Patriots haben 12. Spieltag einen weiteren beeindruckenden Sieg gefeiert (Die NFL-Saison LIVE im TV auf SPORT1+).

Bei den Philadelphia Eagles gewann das Team des deutschen Lineman Sebastian Vollmer mit 38:20 (7:10, 17:3, 7:0, 7:7) und fügte den Gastgebern bereits die siebte Niederlage im elften Spiel zu.

Quarterback Tom Brady brachte 24 seiner 34 Pässe für 361 Yards und drei Touchdowns an den Mann. Außerdem erlief der herausragende Akteur noch 28 Yards.

"So müssen wir immer spielen. Wir hatten eine tolle Balance im Angriff. Jeder hat seinen Teil zum Sieg beigetragen", stellte Brady die Mannschaftsleistung heraus

"Pats" bleiben Spitze

Damit dürften sich die Playoff-Hoffnungen der als Favorit in die Saison gestarteten Eagles erledigt haben. New England (8-3) verteidigte dagegen souverän die Spitze der AFC East.

Philadelphia hatte dem Angriff der "Pats" trotz einer schnellen 10:0-Führung nur wenig entgegenzusetzen. Coach Andy Reid musste sich laute Buh-Rufe gefallen lassen.

"So wie wir gespielt haben, kann ich die Leute verstehen. Es war ein schwacher Auftritt von uns", gab der 53-Jährige zu, der bereits seit 1999 in "Philly" arbeitet (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Verteidigung geht unter

Für ihn wird die Luft in der "Stadt der brüderlichen Liebe" nun immer dünner. Besonders die Entscheidung den ehemaligen Offensive-Line-Coach Juan Castillo zum Defensive Coordinator zu machen, war ein Fehlgriff.

Dessen mit den Superstars Nnamdi Asomugha, Jason Babin und Cullen Jenkins verstärkte Abwehr ließ sich von Brady völlig auseinandernehmen 487376(DIASHOW: Der 12. Spieltag).

Bereits zur Pause hatten die Gäste das Spiel gedreht. "Es liegt nicht an den Coaches. Wir haben es verbockt", übte Asomugha Selbstkritik.

Brady holt Favre ein

Der starke Receiver Wes Welker (115 Yards, zwei Touchdowns) und Tight End Rob Gronkowski machten die Demütigung in der zweiten Hälfte perfekt.

Für Gronkowski war es bereits der elfte Touchdown der Saison.

Brady gelang das achte Spiel seiner Karriere mit mindestens 350 Yards, drei Touchdowns und ohne Interception. Damit zog er mit Legende Brett Favre gleich.

"Tom hat ihnen keine Atempause gegeben. Er findet die freien Leute und setzt sie perfekt ein", lobte New Englands Cheftrainer Bill Belichick.

Young verteidgte Reid

Die Eagles konnten nur eines ihrer letzten neun Heimspiele gewinnen. Da half auch die ordentliche Leistung von Vince Young nicht.

Der Vertreter des verletzten Spielmachers Michael Vick (Rippenbruch) sorgte für 440 Yards Raumgewinn, leistete sich aber auch eine Interception.

"Coach Reid verantwortlich zu machen, ist unfair. Wir müssen gemeinsam weiter kämpfen", sagte Young.

SPORT1 blickt auf zwei weitere Partien des 12. Spieltages der NFL:

San Diego Chargers - Denver Broncos 13:16 n.V.

Die Erfolgsgeschichte des Tim Tebow weiter.

Der Quarterback feierte mit den Denver Broncos durch das 16:13 (0:3, 7:7, 3:3, 3:0, 3:0) nach Verlängerung bei den San Diego Chargers bereits den fünften Erfolg in den sechs Partien, die er als Starter bestreiten durfte.

Tebow (143 Yards, ein Touchdown) brachte zwar nur neun Pässe an, zeigte aber mit 67 erlaufenen Yards einmal mehr seine Stärke am Boden.

"Das ist ein besonderes Team. Wenn es nicht gut läuft, rücken wir enger zusammen. Das zeichnet uns aus", meinte der charismatische Fanliebling.

Chargers im freien Fall

Dabei hätte San Diegos Kicker Nick Novak die sechste Pleite seines Teams in Folge verhindern können, doch sein Field-Goal-Versuch in der Overtime ging rechts daneben.

29 Sekunden vor dem Ende machte es Denvers Matt Prater besser. Er hatte Denver (6-5) eineinhalb Minuten vor Schluss der regulären Spielzeit überhaupt erst in die Verlängerung gerettet.

Die Chargers (4-7) stehen durch ihre längste Negativserie seit 2001 auf dem letzten Platz der AFC West. Die Gäst bleiben Oakland (7-4) auf den Fersen.

Oakland Raiders - Chicago Bears 25:20

Die Oakland Raiders halten nach dem 25:20 (6:0, 6:7, 6:0, 7:13) gegen die Chicago Bears weiterhin Kurs auf die Playoffs.

Sebastian Janikowskis sechs Field Goals und ein später Touchdown von Running Back Michael Bush (69 Yards) stellten den Erfolg sicher

"Janikowski ist ein extrem wichtiger Faktor für uns. Es gibt wohl kaum einen besseren Kicker in der Liga", lobte Quarterback Carson Palmer (301 Yards).

Schwacher Cutler-Vertreter

Nach dem zweiten Touchdown des unterdurchschnittlichen Cutler-Ersatzes Caleb Hanie (254 Yards, drei Interceptions) kam zwei Minuten vor Ultimo noch einmal Spannung auf, doch der folgende Onside-Kick misslang Chicago.

Die Bears (7-4) bleiben trotz der ersten Niederlage nach fünf Siegen hintereinander im Playoff-Rennen der NFC. Die Kalifornier (7-4) sind weiterhin Tabellenführer der AFC West.

"Wir hätten das Spiel gewinnen müssen. Der Angriff hat genug Punkte gemacht, aber wir haben zu viele Big Plays abgegeben", ärgerte sich Chicagos Abwehrspieler Brian Urlacher.

Außerdem gewannen die Pittsburgh Steelers mit einer durchwachsenen Vorstellung 13:9 (0:3, 13:3, 0:0, 0:3) bei den Kansas City Chiefs.

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