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Eli Manning (r.) wurde zum wertvollsten Spieler des Super Bowls XLII gewählt © getty

New Yorks Quarterback will im Monday Night Game bei den Saints die Talfahrt stoppen. Die Gastgeber setzen auf ein Quartett.

Von Eric Böhm

München - Das Spitzenspiel der NFC steigt unter völlig verschiedenen Vorzeichen.

Während die New Orleans Saints im Monday Night Game des 12. Spieltages (ab 2.35 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) ihre weiße Heimweste verteidigen wollen, stolpern die New York Giants zum Gastspiel in den Süden.

Dabei ist es für Eli Manning ein ganz besonderer Auftritt. Der Quarterback stammt aus New Orleans, denn sein Vater Archie spielte einst für die Saints.

"Es ist schon ein komisches Gefühl, aber ich muss das ausblenden. Das Publikum ist sehr laut, da fällt es schwer, sich zu konzentrieren", erzählt Manning.

Giants brauchen einen Sieg

Entsprechend schwer wird die Aufgabe gegen das daheim noch ungeschlagene Topteam der NFC South.

Dabei bräuchten die Giants (6-4) nach zuletzt zwei Niederlagen dringend ein Erfolgserlebnis, um die Dallas Cowboys (7-4) nicht davonziehen zu lassen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Umso wichtiger wäre ein guter Start, das würde Selbstvertrauen bringen. Außerdem müssen wir ihre Big Plays verhindern", analysiert Manning.

Coughlin gegen die Historie

Die aktuelle Krise weckt Erinnerungen an die vergangenen beiden Jahre. Nach starkem Saisonbeginn verspielten die New Yorker jeweils noch die fast sichere Playoff-Teilnahme.

"Das beschäftigt uns nicht. Die Journalisten sprechen das gern an, aber jedes neue Jahr bringt ein neues Team mit sich", betont Head Coach Tom Coughlin.

Der Trend spricht eine andere Sprache. Der 65-Jährige ist seit 2004 im Amt und sein Team spielte jede Saison eine schwächere zweite Hälfte.

Bradshaw gibt Comeback

Immerhin könnte die Rückkehr von Running Back Ahmad Bradshaw einen Schub bringen. Er verpasste zuletzt drei Spiele wegen eines gebrochenen Knochens im Fuß.

Dafür fällt der linke Tackle Will Beatty (Augen-OP) aus. Da die Giants den zweitschwächsten Laufangriff der NFL haben, muss es wohl wieder Manning richten.

Mit 18 Touchdowns steht er ligaweit aktuell auf Rang sechs. Im Schlussviertel glänzt der Pro Bowler von 2009 jedoch mit dem besten Passer Rating 487376(DIASHOW: Der 12. Spieltag).

Zudem brennt Manning auf Revanche für seine erste Heimkehr. Vor zwei Jahren gingen die "G-Men" im Superdome 27:48 unter. Dem Bruder von Superstar Peyton gelangen keine 180 Yards.

Brees in Topform

Die Saints setzen dagegen auf ihren eigenen Super-Bowl-MVP. Drew Brees hat seine bisherigen drei Duelle mit den Giants gewonnen.

Der Spielmacher führt die Liga mit 3.326 Yards an. Die 23 Touchdown-Pässe bringen ihm Rang drei.

Das routinierte Team kommt zudem frisch aus der spielfreien Woche und brennt auf das Gipfeltreffen.

"Wir haben viele erfahrene Spieler, die wissen, wie sie sich vorbereiten müssen. Da mache ich mir keine Sorgen", sagt Brees.

Quarterback hat Respekt

Die aggressiven Defensive Ends und Linebacker der Gäste bereiten "Breesus" schon deutlich mehr Kopfschmerzen - mit 31 Sacks führen die Giants die NFL an.

"Sie haben in vorderster Front furchteinflößende Leute. Auf den Druck müssen wir vorbereitet sein", fordert Brees.

New Orleans setzt auf Quartett

Gute Running Backs sind da ein probates Mittel. New Orleans hat gleich mehrere ausgezeichnete Läufer, die auch wirkungsvolle Blocker sind, im Stall.

Rookie Mark Ingram, Chris Ivory, Darren Sproles und Pierre Thomas sind ein wirkungsvolles Quartett mit unterschiedlichen Stärken.

Gemeinsam erzielen sie ausgezeichnete 4,6 Yards pro Lauf. "Das ist eine komfortable Situation für uns. Diese Tiefe haben wir bewusst hergestellt", sieht sich Cheftrainer Sean Payton bestätigt.

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