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Drew Brees (M.) wurde bereits viermal in den Pro Bowl gewählt © getty

Drew Brees führt New Orleans mit fünf Touchdowns im Monday Night Game zum Triumph. New York verliert noch einen Stammspieler.

Von Eric Böhm

München/New Orleans - Die New Orleans Saints haben ihre Offensivstärke einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt (Die NFL-Saison LIVE im TV auf SPORT1+).

Gegen die New York Giants gelang im Monday Night Game des 12. Spieltages mit dem auch in der Höhe verdienten 49:24 (0:0, 21:3, 14:7, 14:14) der fünfte Sieg im fünften Heimspiel.

Quarterback Drew Brees zeigte mit Pässen für 363 Yards und vier Touchdowns eine fantastische Leistung. Außerdem lief er noch einmal in die Endzone.

"Wir sind natürlich enttäuscht über unsere Leistung. Sie haben uns vorgeführt. Es war wie eine Lawine", stöhnte New Yorks Safety Kenny Philips.

Saints nehmen Fahrt auf

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase setzten sich die Saints mit zwei Touchdowns in knapp zwei Minuten unmittelbar vor der Pause entscheidend ab.

In der zweiten Hälfte lief die Angriffs-Maschinerie der Saints dann auf Hochtouren und konterte jeden Comeback-Versuch der "G-Men".

"Wir wussten, dass es eine schwere Aufgabe gegen einen angeschlagenen Gegner werden würde. Aber die Jungs waren heiß und haben unseren Plan umgesetzt", freute sich Coach Sean Payton.

Viel Zeit für Brees

Brees fand mit chirurgischer Präzision immer wieder die Schwachstellen der Gäste-Verteidigung. Insgesamt gelangen fünf lange Touchdown-Drives über 78 Yards oder mehr.

Die gefürchteten Abwehrspieler der Giants konnten "Breesus" nie unter Druck setzen, und der eigene Angriff produzierte zu viele Fehler 487376(DIASHOW: Der 12. Spieltag).

"Ich kann das gesamte Team nicht genug loben. Coaches, Angriff, Abwehr - es war ein in jeder Hinsicht großartiger Sieg", jubelte der ehemalige Super-Bowl-MVP.

Lauf und Pass harmonieren

Tight End Jimmy Graham und Receiver Lance Moore punkteten jeweils zweimal. Der ehemalige Basketball-Spieler Graham (84 Yards) führt nun die interne Rangliste mit acht Touchdowns an.

Außerdem sorgte das Running-Back-Trio Mark Ingram, Pierre Thomas - beide erzielten je einen Touchdown - sowie Darren Sproles insgesamt für fast 200 Yards.

"Wir hatten heute die richtige Balance. Lauf und Pass haben sich hervorragend ergänzt. So sind wir schwer zu schlagen", analysierte Payton.

Geht den Giants die Puste aus?

Die Saints (acht Siege - drei Niederlagen) bleiben damit an der Spitze der NFC South (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

New York (6-5) liegt nach der dritten Niederlage in Folge hinter den Dallas Cowboys (7-4) auf Rang zwei der NFC East.

Ähnlich wie in den vergangenen beiden Jahren droht den Gästen der nächste Einbruch und das erneute Verpassen der Playoff-Plätze.

"Es ist hart, wenn dir so der Hintern versohlt wird. Wir haben alles versucht, es lief aber nichts zusammen", meinte Defensive End Justin Tuck.

Stammspieler fällt aus

Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Tucks Kollege Osi Umenyiora (Knöchel). Receiver Hakeem Nicks erlitt nach einem harten Hit von Saints-Rookie Isa Abdul-Quddus eine Rippenprellung.

New Yorks Spielmacher Eli Manning warf in seiner Heimatstadt zwar für 406 Yards Raumgewinn, leistete sich aber auch eine Interception, die New Orleans wenig später in einen Touchdown ummünzte.

Coughlin kritisiert

Cheftrainer Tom Coughlin sah den Grund für die Pleite dennoch in der eigenen Defensive.

"Wir konnten sie nicht stoppen. Muss ich noch mehr sagen? Wenn wir nicht zum Spielmacher durchkommen, stecken wir in Schwierigkeiten", fasste der 65-Jährige zusammen.

Nächste Pleite droht

Leichter wird es für die Giants nicht, die Talfahrt zu stoppen. Am nächsten Spieltag kommen die ungeschlagenen Green Bay Packers in den "Big Apple".

Die Saints gehen dagegen mit viel Selbstvertrauen in das letzte Saisondrittel der NFL.

"Wir haben eine gute Basis, können uns aber auch noch steigern. Am Sonntag kommt Detroit hierher. Dann müssen wir an diese Leistung anknüpfen", sagte Brees.

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