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Einer von drei gefeuerten Trainern: New Yorks Eric Mangini © getty

Gleich drei Trainer müssen nach dem Ende der regulären Saison ihren Hut nehmen. Die Jets wildern nun offenbar beim Lokalrivalen.

Von Julian Meißner

München - In der NFL rollen nach dem letzten Spieltag die Köpfe.

In den New York Jets, den Detroit Lions und den Cleveland Browns haben gleich drei Teams ihre Trainer entlassen.

Bei den Jets muss Eric Mangini gehen, nachdem sein Team nach vier Pleiten zum Schluss die Playoffs verpasst hatte.

"Das ist hart", bekannte Wide Receiver Jerricho Cotchery: "Es fühlt sich für mich an, als hätten wir ihn fallen gelassen. Wir hätten einen besseren Job machen können."

Für den 37-jährigen Mangini war es seine erste Stelle als Head Coach.

Guter Start, schwaches Finish

Sein Team um Star-Quarterback Brett Favre war mit 8:3 Siegen eigentlich gut in die Saison gestartet.

Die vier Niederlagen gegen Denver, San Francisco, Seattle and Miami bei einem knappen Sieg über Buffalo aus den letzten fünf Spielen waren dann jedoch zu wenig für das Erreichen der Postseason.

Kein böses Blut

General Manager Mike Tannenbaum lobte Mangini dennoch: "Er hat drei Jahre lang einen guten Job für uns gemacht und uns geholfen, eine gute Basis zu legen. Darauf wollen wir aufbauen und dabei nun in eine andere Richtung gehen."

Mangini selbst erklärte: "Ich danke den Verantwortlichen dafür, dass ich drei Jahre lang Head Coach der New York Jets sein konnte. Ich bedaure, dass wir in diesem Jahr unsere Ziele nicht erreicht haben. Der Klub hat hervorragendes Personal, und ich wünsche den Jets nichts als Erfolg."

Ersatz vom Lokalrivalen?

Als Nachfolger werden unter anderem Bill Cowher und Steve Spagnuolo, Defensive Coordinator beim Lokalrivalen New York Giants, gehandelt.

"Die Suche beginnt heute", erklärte Tannenbaum.

Marinelli-Rauswurf keine Überraschung

Auch Rod Marinelli ist bei den Lions seinen Job los - kein Wunder bei einer komplett sieglosen Saison. "Du kannst mit dieser Bilanz nicht erwarten, deinen Job zu behalten", sagte Marinelli nach seiner Entlassung.

Als erstes Team in der NFL-Geschichte hatte Detroit kein einziges der 16 Spiele in der regulären Saison gewonnen.

"Ich würde nicht sagen, dass er ein schlechter Coach ist", sagte Quarterback Dan Orlovsky: "Er war einfach in einer wirklich schwierigen Situation."

Abgang im Duett

Cleveland hat nach einer 4:12-Saison nicht nur Trainer Romeo Crennel, sondern auch General Manager Phil Savage in die Wüste geschickt.

Dabei dürfte auch eine Rolle gespielt haben, dass Crennel der einzige Coach ist, der trotz acht Anläufen nie gegen den Erzrivalen aus Pittsburgh gewinnen konnte.

Absage von Cowher

Bei der Suche nach einem Nachfolger für Crennel haben sich die Browns schon die erste Absage eingehandelt: Der favorisierte ehemalige Steelers-Coach Bill Cowher erklärte, er sei an dem Job nicht interessiert.

Nach Angaben von Browns-Besitzer Randy Lerner will Cowher sich weiter seinem Familienleben widmen.

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