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Coach Tom Coughlin gewann mit den Giants Super Bowl XLII gegen New England © getty

New York schlägt die Cowboys und zieht vor dem Konkurrenten in die K.o.-Runde ein. Denver darf trotz peinlicher Pleite jubeln.

Von Eric Böhm

München - Die New York Giants haben sich am 17. Spieltag doch noch das Playoff-Ticket gesichert (Die NFL-Playoffs LIVE im TV auf SPORT1+).

Gegen den direkten Konkurrenten aus Dallas gelang ein 31:14 (7:0, 14:0, 0:7, 10:7) und damit die Meisterschaft in der NFC East 501704(DIASHOW: Die Bilder des 17. Spieltages).

Die Cowboys verpassten nach der vierten Pleite aus den letzten fünf Spielen im zweiten Jahr in Folge die K.o.-Runde, während New York erstmals seit 2008 wieder den Sprung schaffte.

"Ich wusste, wir würden bis zum Schluss kämpfen. Wir haben das Auf und Ab der Saison weggesteckt und ein tolles Finish geliefert", sagte Quarterback Eli Manning.

Cruz in großer Form

In der Tat hatten sich die Gastgeber vor vier Wochen fast schon aus dem Playoff-Rennen verabschiedet, ehe die Schwächen der Cowboys und drei eigene Siege das Blatt noch wendeten.

Die bärenstarke erste Hälfte gab letztlich den Ausschlag. Die "G-Men" gingen bereits früh durch einen 74-Yard-Touchdown von Manning (346 Yards) auf den überragenden Receiver Victor Cruz (178 Yards) in Führung.

"Er ist unglaublich explosiv. Er rennt einfach allen Gegnern davon. Ich weiß nicht, was ich noch über ihn sagen soll", lobte Guard Chris Snee.

Bradshaw baut Führung aus

Cruz ist die Entdeckung der Saison und stellte mit 1.358 Yards einen neuen Giants-Rekord auf.

Running Back Ahmad Bradshaw sorgte mit zwei Touchdowns im zweiten Spielabschnitt für den klaren 21:0-Halbzeitstand (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Manning trumpft am Ende auf

Doch Dallas gab sich noch nicht geschlagen und kämpfte verbissen um den Divisionstitel.

Nach der Pause kamen die Gäste nach zwei Touchdowns durch Laurent Robinson auf 14:21 heran, aber es reichte nicht mehr.

Denn Manning machte mit seinem achten Touchdown innerhalb der letzten vier Minuten einer Partie - seit 1970 gelangen keinem Quarterback in einer Saison mehr - alles klar.

"Wir haben diesen Sieg dringend gebraucht. Es ist der größte Moment seit langer Zeit", meinte Osi Umenyiora.

Romo ständig unter Druck

Der Defensive End feierte nach langer Verletzungspause ein glänzendes Comeback und bereitete dem Cowboys-Angriff immer wieder große Probleme.

Deren Spielmacher Tony Romo (289 Yards) wurde insgesamt sechsmal gesackt und leistete sich zwei Ballverluste.

"Es ist sehr schmerzhaft und eine verdammte Schande. Wir haben ein gutes Team, aber acht Siege reichen einfach nicht", polterte Eigentümer Jerry Jones.

Die Giants (neun Siege - sieben Niederlagen) empfangen nun am Wildcard-Wochenende die Atlanta Falcons.

SPORT1 blickt auf zwei weitere Partien des 17. Spieltages der NFL:

Denver Broncos - Kansas City Chiefs 3:7

Die Denver Broncos (8-8) erreichten trotz einer unterirdischen Vorstellung beim 3:7 (0:7, 0:0, 3:0, 0:0) gegen die Kansas City Chiefs erstmals nach sechs Jahren wieder die Playoffs.

Die 26:38 (7:7, 6:17, 6:7, 7:7)-Niederlage der Oakland Raiders bei den San Diego Chargers war dafür ausschlaggebend.

"Es ist ein bittersüßes Gefühl. Wir wären gern mit einem Sieg in die Playoffs gegangen, aber trotzdem haben wir eine tolle Saison gespielt und verdient die AFC West gewonnen", erklärte Tim Tebow.

Genugtuung für Orton

Der Quarterback, der nach dem 1:4-Start zur Nummer eins gemacht wurde, lieferte das zweite schwache Spiel in Folge ab.

Ihm gelangen ganze 76 Yards Raumgewinn und brachte lediglich sechs seiner 22 Pässe an den Mann. So reichte Kansas City der Touchdown von Dexter McClusker zum versöhnlichen Saisonabschluss.

Damit bekam Tebos Vorgänger Kyle Orton (180 Yards) im neuen Trikot seine späte Rache: "Ich kann das nicht leugnen, aber dennoch gratuliere ich ihnen zum Playoff-Einzug.

Die Broncos erwartet in der ersten Runde jedoch ein ganz harter Brocken. Mit den Pittsburgh (11-5) Steelers kommt der amtierende Vizemeister nach Colorado.

Cincinnati Bengals - Baltimore Ravens 16:24

Den letzten Playoff-Platz der AFC verteidigten die Cincinnati Bengals (9-7), obwohl auch sie beim 16:24 (3:10, 0:7, 7:0, 6:7) gegen die Baltimore Ravens eine Niederlage einstecken mussten.

Die Schlappen der Raiders und New York Jets (17:19 in Miami) ließen die Gastgeber über die erst dritte Endrundenteilnahme in den vergangenen 21 Jahren jubeln.

"Es ist schon seltsam. Wir haben es nicht hingekriegt, aber jetzt geht es wieder bei null los", meinte Quarterback Andy Dalton (232 Yards).

Rice gibt Gas

Die Bengals treten als Wildcard-Team bei den Houston Texans an. Dann muss die Laufabwehr aber deutlich besser agieren.

Baltimores Ray Rice schenkte ihnen 191 Yards ein. Mit seinem zweiten Lauf in die Endzone sorgte er knapp sechs Minuten vor dem Ende auch für die Entscheidung.

Die Ravens (12-4) sicherten sich mit dem Sieg vor Pittsburgh die Krone der AFC North und greifen erst in den Divisional Playoffs mit einem Heimspiel wieder ein.

"Das ist eine tolle Leistung. Wir haben gegen die eigene Division kein Spiel verloren. Jetzt muss die ganze Welt nach Baltimore kommen", freute sich Linebacker Ray Lewis.

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