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Die Colts machten Peyton Manning 2004 zum höchstbezahlten Spieler (99,2 Mio. Dollar) © getty

Der Spielmacher der Colts will es seinem Bruder Eli Manning gleichtun und von den Wildcard-Playoffs zum Titel marschieren.

Von Michael Spandern

München - Ohne Pause geht die NFL-Saison in ihre Red Zone. Und kaum einer dürfte einwenden, dass es "nur" die Wildcard-Playoffs seien, welche die K.o.-Runde am Wochenende (Sa., ab 22.30 Uhr LIVESCORES) einläuten.

Schließlich gingen im Vorjahr die New York Giants als fünftes Team der Liga-Geschichte die ganze Strecke und marschierte von der ersten Runde bis zum Super-Bowl-Gewinn gegen die bis dahin ungeschlagenen New England Patriots.

Spielmacher Eli Manning jubelte, während die von seinem Bruder Peyton angeführten und höher gewetteten Indianapolis Colts schon im Viertelfinale ausschieden.

Diesmal sind Peytons Colts diejenigen, die schon in den Wildcard-Playoffs Anlauf nehmen müssen.

Zwei Männer, 8000 Yards

Und auch Indianapolis ist zuzutrauen, bis in den Super Bowl vorzustoßen 49353(Die Bilder des 17. Spieltags). Gleich zum Auftakt kommt es zu Revanche gegen die San Diego Chargers, die im Vorjahr in den Divisional Playoffs die Oberhand behielten.

Sowohl die Colts, die ihre letzten neun Saisonspiele gewannen (Die Ergebnisse), als auch die Chargers, die sich durch vier Siege nacheinander noch den ersten Platz in der AFC West sicherten, haben einen Lauf.

Und wie Peyton Manning, der gerade zum dritten Mal in seiner Karriere zum MVP gewählt wurde (Manning zieht mit Favre gleich ), hat auch San Diegos Quarterback Philip Rivers seine Passqualitäten nachdrücklich unter Beweis gestellt: Beide haben in dieser Spielzeit über 4000 Yards Raumgewinn geworfen und rund zwei Drittel ihrer Pässe an den Mann gebracht. Rivers war 2008 gemessen am Quarterback-Rating sogar der beste Spielmacher der Liga.

Löchrige Pass-Verteidigung

Womöglich entscheidet daher die Defense den Ausgang der Partie im Qualcomm Stadium. Und daher ist Indianapolis, obwohl es drei der vergangenen vier Duelle gegen San Diego verlor, favorisiert.

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Denn die Chargers haben NFL-weit die schlechteste Pass-Verteidigung und lassen rund 60 Passing Yards mehr pro Spiel zu als die von Tony Dungy trainierten Colts.

Die Gastgeber müssen hingegen hoffen, dass Running Back LaDainian Tomlinson (1110 Yards, 11 Touchdowns) trotz seiner Leistenverletzung explosiv antreten kann. Auch am Donnerstag setzte der MVP von 2006 mit dem Training aus.

Der Segen der ersten Punkte

Den Auftakt in der Nacht zum Sonntag machen die Arizona Cardinals und die Atlanta Falcons.

Die gastgebenden Cardinals um Quarterback Kurt Warner, der nach Drew Brees (New Orleans Saints) den zweitmeisten Raumgewinn in dieser Saison erzielte und 2000 die St. Louis Rams zum Titelgewinn führte, sind ins Straucheln geraten, nachdem ihr erster Platz in der NFC West feststand.

Die laufstarken Falcons dagegen haben fünf der letzten sechs Saisonspiele für sich entschieden. Statistisch gesehen sind sie darauf angewiesen, die ersten Punkte zu erzielen: Alle elf Spiele, in denen das gelang, gewann Atlanta, die anderen fünf gingen verloren.

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